Drogenproblematik

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Enlil
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Beitrag von Enlil »

asi hat geschrieben:Und Erwachsene machens denke ich mal nicht aus pubertärem Trotz.
Jetzt mit dem Rauchverbot, bin ich mir da nicht sicher.

Uebrigens haben wir hier in Kalifornien ein "richtiges" Rauchverbot und ich muss sagen, dass ich das als Nichtraucher extrem angenehm finde. Man kann ueberall hingehen, ohne dass einem die Augen brennen oder man am naechsten Tag unbedingt andere Klamotten anziehen muss.
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Aix jongliert mit Nudelhö
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Beitrag von Aix jongliert mit Nudelhö »

asi hat geschrieben:Und Erwachsene machens denke ich mal nicht aus pubertärem Trotz.
Naja, ich würd eher sagen nicht mehr - schließlich haben sie sich ihre Sucht nach Nikotin wie ich in der Pubertät angeeignet. Jeder Raucher hier wird wissen wie schwer das ist von Zigaretten wegzukommen, da muss man nicht viel zu sagen.
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cyberpunK
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Beitrag von cyberpunK »

boo hat geschrieben:
asi hat geschrieben:Grundrecht auf Drogenkonsum?
Grundrecht auf freie Entfaltung der Persönlichkeit.
Ach komm, diese Formulierung ist sowas von weitläufig, da könnte man als krasses Beispiel auch sagen, jemand darf Kinder schlachten weil er das Grundrecht auf freie Entfaltung seiner Persönlichkeit hat. Man kann seine Persönlichkeit auch entfalten ohne Drogen zu sich zu nehmen und ich würde das eher so auslegen, dass "Persönlichkeit entfalten" eher was kreatives ist. Bei der Formulierung denk ich zB. an einen Künstler der Bilder malt - der entfaltet seine Persönlichkeit, aber wenn jemand nen Joint raucht ?
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boo
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Beitrag von boo »

cyberpunK hat geschrieben: Ach komm, diese Formulierung ist sowas von weitläufig, da könnte man als krasses Beispiel auch sagen, jemand darf Kinder schlachten weil er das Grundrecht auf freie Entfaltung seiner Persönlichkeit hat.
Da greifen höhere Grundrechte, was beim Kiffen nicht im geringsten der Fall ist.
cyberpunK hat geschrieben: Man kann seine Persönlichkeit auch entfalten ohne Drogen zu sich zu nehmen und ich würde das eher so auslegen, dass "Persönlichkeit entfalten" eher was kreatives ist. Bei der Formulierung denk ich zB. an einen Künstler der Bilder malt - der entfaltet seine Persönlichkeit, aber wenn jemand nen Joint raucht ?
Man kann seine Persönlichkeit auch entfalten, ohne TV, Alkohol, Videospiele, Zeitungen, Bücher, wasweisich. Der Knackpunkt liegt bei freier Entfaltung.

Welche Rolle Rauschmittel gerade in der Geschichte der Kunst oft gespielt haben, sollte man auch nicht außer acht lassen.
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cyberpunK
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Beitrag von cyberpunK »

Ok, zugegeben, das war ein ziemlich schlechtes Beispiel von mir. Ich hätte noch welche, aber ich hab eigentlich garkeine Lust hier rumzuargumentieren, ganz einfach weil das so ne typische Endlosdiskussion ist. Es gibt positive und negative Aspekte und wir haben hier eh keine unmittelbare Entscheidungskraft es nun zu legalisieren oder nicht, von daher ist es mir eigentlich wirklich egal. Ansonsten wie gesagt, solange mich niemand nötigt "mitzurauchen", also durch passivrauchen, oder solange es einige Personen nicht so stark beeinflusst, dass es auch unmittelbare Auswirkungen auf deren Handlungen und damit eventuell auf mich hätte - stört es mich nicht. Das ist ähnlich wie wenn jemand in der Bahn so laut Musik hört, dass ich genötigt werde es mitanzuhören, also fällt für mich in die selbe Kategorie, wobei passives rauchen eben noch etwas ungesünder sein dürfte als eben zB das mithören von Musik.
Die Sache ist eben halt nur die, dass eben nicht jeder selbst in der Lage ist Drogen sinnvoll für den Eigengebrauch zu regulieren und wenn eben auch nur einer der Konsumenten DURCH die Droge die er nimmt etwas ungesetzliches tut wie jemanden verletzten zB, dann ist es schonwieder schlecht und man muss sich fragen ob es nicht vielleicht DOCH sinnvoll wäre es von seiten der Politik aus entweder regulieren zu lassen, oder eben garnicht erst zu erlauben. Die Frage ist halt immer wer das entscheiden soll.
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Enlil
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Beitrag von Enlil »

cyberpunK hat geschrieben:wir haben hier eh keine unmittelbare Entscheidungskraft es nun zu legalisieren oder nicht, von daher ist es mir eigentlich wirklich egal
Aber Q ist doch jetzt Admin! :(
cyberpunK hat geschrieben:Die Sache ist eben halt nur die, dass eben nicht jeder selbst in der Lage ist Drogen sinnvoll für den Eigengebrauch zu regulieren und wenn eben auch nur einer der Konsumenten DURCH die Droge die er nimmt etwas ungesetzliches tut wie jemanden verletzten zB, dann ist es schonwieder schlecht und man muss sich fragen ob es nicht vielleicht DOCH sinnvoll wäre es von seiten der Politik aus entweder regulieren zu lassen, oder eben garnicht erst zu erlauben. Die Frage ist halt immer wer das entscheiden soll.

Also weg mit dem fiesen Alkohol und den Zigaretten. Dadurch wird wesentlich mehr Schaden verursacht, als durch Marihuana.
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boo
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Beitrag von boo »

cyberpunK hat geschrieben: Die Sache ist eben halt nur die, dass eben nicht jeder selbst in der Lage ist Drogen sinnvoll für den Eigengebrauch zu regulieren
Ist halt so ne Sache. Soll wirklich allen Menschen verboten werden, was für einige wenige psychisch labile/geschädigte Personen gefährlich werden kann (nach wie vor natürlich nur auf Marihuana bezogen, das z.B. Heroin für jeden, der es nimmt, gefährlich ist, ist klar)? Wir sind doch alle Gamer hier und hatten da erst kürzlich das Verbot zu fürchten, weil ein paar Psychos Amok gelaufen sind...
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asi
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Beitrag von asi »

es ist bereits verboten - von daher ist die frage sollen wir's erlauben?
Und dafür sehe ich keinerlei gute Gründe ehrlichgesagt...
Es kann nur schlechter werden.
Das man seine Persönlichkeit mit irgendwelchen Rauschmitteln und Süchten frei entfalten
können soll halte ich für lächerlich - das ist so wie wenn man sagt Scientology oder ähnliche Sekten
würden zur freien Entfaltung der Persönlichkeit beitragen obwohl die Leute ganz im Gegenteil
davon beherrscht werden.


Ich teile die Meinung, dass möglichst viel erlaubt und möglichst wenig verboten werden sollte
aber unter anderem für Drogen ist bei mir persönlich nicht viel Toleranz übrig.
Ebenso wie bei dem Beispiel Sekten finde ich das da Verbote sinnvoll sind,
da viele Menschen in dem Zusammenhang anscheinend keine rationalen Entscheidungen treffen können.
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Choddy
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Beitrag von Choddy »

Grundsätzlich hast du ja völlig recht, aber mir erschließt sich halt diese Zwiespältigkeit gerade im Bezug auf Alkohol nicht und von daher finde ich, dass man rein natürliche Drogen wie Marijhuana legalisieren kann. Und es würde in meinen Augen halt auch einige Vorteile bringen (was nicht heißt, dass es keine Nachteile gäbe, natürlich).
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boo
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Beitrag von boo »

asi hat geschrieben:es ist bereits verboten - von daher ist die frage sollen wir's erlauben?
Es tut überhaupt nichts zur Sache, von welcher Ausgangssituation man operiert. Ein ungerechtfertigtes Gesetz ist ein ungerechtfertigtes Gesetz, egal ob es zur Zeit in einem bestimmten Staat existiert oder nicht.
asi hat geschrieben: Und dafür sehe ich keinerlei gute Gründe ehrlichgesagt...
Joa, wenn man die Augen nicht aufmacht... ;)
asi hat geschrieben: Es kann nur schlechter werden.
Die unsinnigste Aussage seit "früher war alles besser" (haha, sorry, Retrozone).
asi hat geschrieben: Das man seine Persönlichkeit mit irgendwelchen Rauschmitteln und Süchten frei entfalten
können soll halte ich für lächerlich - das ist so wie wenn man sagt Scientology oder ähnliche Sekten
würden zur freien Entfaltung der Persönlichkeit beitragen obwohl die Leute ganz im Gegenteil
davon beherrscht werden.
Das ist genauso lächerlich, wie wenn man sagt "Ich habe ein Recht darauf, Computerspiele als hobby zu wählen".
"Sekten" sind ein viel schlechterer Vergleich als Computerspiele. Am ehesten wäre Marihuana da noch mit dem Judentum bis Mitte 20. Jahrhundert identifizierbar.

Eine "Sekte", die nicht nachweisbar nur darauf aus ist, den Leuten das Geld aus der Tasche zu ziehen, oder Selbstmord predigt, oder dergleichen, und damit wieder ganz geziehlt Grundrechte verletzt, gehört auch nicht verboten.

Du wirst es nicht glauben, auch Religion gehört in einem Freiheitsstaat wie diesem (wovon sich Deutschland bisher noch relativ viel bewahrt) zur freien Entfaltung der Persönlichkeit.
asi hat geschrieben: Ich teile die Meinung, dass möglichst viel erlaubt und möglichst wenig verboten werden sollte
aber unter anderem für Drogen ist bei mir persönlich nicht viel Toleranz übrig.
Also mal wieder "ich mag es nicht, und darum gehört es verboten"...
asi hat geschrieben: Ebenso wie bei dem Beispiel Sekten finde ich das da Verbote sinnvoll sind,
da viele Menschen in dem Zusammenhang anscheinend keine rationalen Entscheidungen treffen können.
Können viele auch beim Computerspielen nicht.

In einem Freiheitsstaat werden nicht alle Menschen vorsorglich vor sich selbst geschützt.
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Enlil
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Beitrag von Enlil »

boo hat geschrieben: Du wirst es nicht glauben, auch Religion gehört in einem Freiheitsstaat wie diesem (wovon sich Deutschland bisher noch relativ viel bewahrt) zur freien Entfaltung der Persönlichkeit.
Arg! :evil:


:wink:


Find desn Computerspielevergleich recht gut.

Kann mich zudem Choddy anschliessen. Marihuanaverbot waere ja ok, wenn Alkohol (der viel schlimmer ist) auch verboten werde. Nur wie wuerde ich denn dann meine Portwein- Balsamikoreduktion machen und was tue ich in meine Huehnerbruehe, statt Weisswein? :roll:
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Choddy
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Beitrag von Choddy »

Nun gut, dass eine Alkoholprohibition mächtig nach hinten losgeht, hat uns die Geschichte ja eindrucksvoll bewiesen :)
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asi
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Beitrag von asi »

boo hat geschrieben: Also mal wieder "ich mag es nicht, und darum gehört es verboten"...
wenn du so willst, ja - wo wir wieder bei Sittengesetzen sind.

In einem Freiheitsstaat werden nicht alle Menschen vorsorglich vor sich selbst geschützt.
So einen in anarchie ausartenden "Freiheitsstaat" wie du ihn dir vorstellst will man vielleicht auch garnicht haben.
Die absolute Freiheit (oder der sogenannte "Naturzustand") kann es beim Zusammenleben mit anderen Menschen nicht geben - das ist eine Grundlage von Politik und Gemeinschaftlichem Leben - jeder muss ein Stückweit Freiheit einbüßen.
Dazu wäre vielleicht der Teil "Politische Philosophie" über Rousseau interessant... der Mann hat sich ausführlich mit "Freiheit" beschäftigt
http://de.wikipedia.org/wiki/Jean-Jacqu ... hilosophie
Nun gut, dass eine Alkoholprohibition mächtig nach hinten losgeht, hat uns die Geschichte ja eindrucksvoll bewiesen
es würde schon helfen wenn da mehr was gegen getan werden würde, dass Jugendliche sich regelmäßig fast ins Koma saufen...
Heutzutage würden solche Spots im TV ala "Du bist Deutschland" wohl nicht mehr ziehen aber wenn wenigstens die Älteren mit gutem Beispiel voran gehen würden anstatt moralpredigt zu halten und dann in die Kneipe saufen gehen...
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boo
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Beitrag von boo »

asi hat geschrieben: wenn du so willst, ja - wo wir wieder bei Sittengesetzen sind.
Welche in dieser Gesellschaft auf diesen Fall wie gesagt nicht zutreffen.

So einen in anarchie ausartenden "Freiheitsstaat" wie du ihn dir vorstellst will man vielleicht auch garnicht haben.
Die absolute Freiheit (oder der sogenannte "Naturzustand") kann es beim Zusammenleben mit anderen Menschen nicht geben - das ist eine Grundlage von Politik und Gemeinschaftlichem Leben - jeder muss ein Stückweit Freiheit einbüßen.
Dazu wäre vielleicht der Teil "Politische Philosophie" über Rousseau interessant... der Mann hat sich ausführlich mit "Freiheit" beschäftigt
http://de.wikipedia.org/wiki/Jean-Jacqu ... hilosophie
Der ist von Anarchie Meilenweit entfernt. Es geht hier um ein Stück Freiheit, für dass einzubüßen nicht die geringste Notwendigkeit besteht, da es weder unsere Grundgesetze noch unsere Sittengesetze verletzt.
asi hat geschrieben: es würde schon helfen wenn da mehr was gegen getan werden würde, dass Jugendliche sich regelmäßig fast ins Koma saufen...
Heutzutage würden solche Spots im TV ala "Du bist Deutschland" wohl nicht mehr ziehen aber wenn wenigstens die Älteren mit gutem Beispiel voran gehen würden anstatt moralpredigt zu halten und dann in die Kneipe saufen gehen...
Hast du hier gerade eingeräumt, dass es sinnvolleren Umgang mit dem Alkoholproblem gibt, als Prohibition?
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asi
Sergeant Hentai
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Beitrag von asi »

klar - wie gesagt sind Alkohol und Tabbak seit ewigkeiten etabliert... die wird man nicht so schnell wieder los - ein Grund mehr nicht noch eine weitere Droge zu erlauben wo man doch schon probleme mit den jetzt (noch?) legalen hat.
Falsch + Falsch macht nicht = Richtig
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