Angie machts!

Diskussionen zu Ereignissen rund um den Globus.

Eine gute Idee sie aufzustellen?

Jetzt wird alles gut.
9
29%
Jemand anders wäre besser gewesen.
6
19%
Ich muss schnell raus aus Deutschland!
16
52%
Egal. Rot-grün gewinnt eh.
0
Keine Stimmen
 
Insgesamt abgegebene Stimmen: 31

Benutzeravatar
AJM/FTL
Beiträge: 109
Registriert: Mi Dez 17, 2003 3:08 pm

Beitrag von AJM/FTL »

Wenn Du nur auf die Rahmenbedingungen hinauswillst, dann schreib es doch einfach. Die Einschränkung auf wirtschaftliche Prozesse und Bedingungen ist etwas einseitig und würde in Regel zu den niedrigsten Standards führen, da gerade das prisoners dilemma zu den niedrigsten Kompromissen kommt.
Wen es so wäre würde Automatisierung keinen Sinn machen. Warum sollte man günstige, niedrigqualifizierte Arbeitskräfte entlassen, wenn man dafür die gleiche Zahl teurer, hochqualifizierter Arbeitskräfte braucht. Das wäre ja eine Negativrechnung.
Weil mit höherqualifizierter Arbeit, höhere Profite möglich sind, dementsprechend ist die Nachfrage in diesem Bereich entsprechend hoch, also die Marktpreise für Arbeit höher. Außerdem wie würdest denn die relativ hohe Anzahl der offenen Stellen in Deutschland ansonsten erklären.

Man kann niemanden zwingen, auch moralisch nicht, dauerhaft gegen eigene Interessen zu handeln.
Es muss ja nicht gleich Kant sein. Man kann sich ja, wie geschrieben ja auhc mit Kunst oder Ähnlichem beschäftigen. Es wird sich sicher doch etwas finden, was die Zeit interessanter ausfüllt als am Fließband verottete Gurken aus zu sortieren. Weiterhin müsste, man wie gesagt das Bildungssystem und die gesamten Werte der Gesellschaft entsprechend umgewichten. Dadurch würden die Leute zwar nicht schlauer, aber sicher interessierter.
Hier sehe wir das Problem vollkommen verschieden. Denn nach meiner Auffassung verursachen diese Versager lediglich Kosten, die ich nicht zahlen möchte, weil ich dafür nichts bekomme. Deshalb gibt es nur zwei Lösungen, entweder wir vermeiden solchen Poor Trash, dazu gehören Deine Anregungen in Sachen Bildung und beseitigen den Rest, oder wir akzeptieren die Einteilung in Nieten und Trümpfe und die sich daraus ergebende Konsequenzen.

Rahmenbedingungen werden aber auch in Nebenzimmern gemacht.

Kapitalansammlung

1. 2% ? woher bitte diese unglaubwürdige Zahl
2. Was ist Kapital? Was sind liquide Mittel?
3. Nur wenn die liquiden Mittel nicht mehr ausreichend zirkulieren wird es schwierig. Das Gegenteil ist jedoch der Fall, die liquiden Mittel zirkulieren mit rasanter Geschwindigkeit um den Globus, daß Deutschland und irgendwelche Kuoferstecher dabei nur periphär mitspielen, liegt in der Natur der Sache.
4. Riesige Kapitalansammlungen lösen sich in der Regel innerhalb von zwei bis drei Generationen wieder auf. Nur ganz selten und auch nur in vollkommen undemokratischen Systemen (e.g. USA) können Gelddynastien die Fünf-Generationen-Mark sprengen. Ansonsten regelt sowieso der Markt und der Wettbewerb die Wertigkeit, denn was nützen den "1%" ihre "99,99% "Geld, wenn Geld schon lange keine Währung mehr ist.
5. Umverteilung ist sozial ungerecht, denn sie bestraft die Allgemeinheit für erbrachte Leistungen und belohnt Einzelne für ihre Unzulänglichkeiten. Wettbewerb ist immer sozial, denn er bietet der Allgemeinheit die meisten Vorteile und bestraft den Einzelnen für dessen Versagen. Ergo ist es notwendig in Europa und Deutschland von dieser ideologisch geprägten Sozialromantik wegzukommen. Mitleid gehört nicht in die Wirtschaft, sondern in die Kirche. Nur für Leistung gibt es Lohn, alles andere ist Bullshit bzw. Verschwendung. Leider müssen wir zunächst noch die Altlasten (Arbeitslosenversicherung) abbauen. Diese Argumente schließen aber Absicherungssysteme nicht aus, sondern verschieben sie in die privaten Dispositons-, Entscheidungs- und Handlungsbereiche. Denn es hat natürlich Vorteile für Unternehmer und Arbeitnehmer, eine Absicherung zu beschließen und zu finanzieren, aber eben nur eine Absicherung, keine Alimentierung.

Ebenfalls um auf das Topic zurück zu kommen , folgende Punkte bedürfen schnellstmöglicher Abwicklung :

1. Abwicklung des bisherigen Gesundheitssystems, Umstellung auf rein private Absicherung gegenfalls mit Bezuschußung aus Steuermitteln
2. Abwicklung und Auflösung der Pflegeversicherung,, Umstellung auf private Vorsorge.
3. Abwicklung des Rentensystems bei korrekter Auszahlung der bisherigen Einlagen und Aufbau privater Absicherung auf Kapitalbasis.
4. Auflösung der Sozialhilfe, Aufbau einer Lebenssicherungsabsicherung auf Steuerbasis und nicht 100 Euro pro Monat überschreitend, außer bei Behinderung.
5. Einfürhung einer privaten Arbeitsversicherung, Auszahlung nach Einlage, und Arbeitsunfähigkeitsversicherung aus Anteilen der ESt.
...

Ich muß los in den Biergarten, sorry.
Speak softly and carry a big stick!
Benutzeravatar
Karaokefreak
SuperMod
Beiträge: 4460
Registriert: Mo Mai 21, 2001 12:01 am

Beitrag von Karaokefreak »

AJM/FTL hat geschrieben:

..... Ergo ist es notwendig in Europa und Deutschland von dieser ideologisch geprägten Sozialromantik wegzukommen. Mitleid gehört nicht in die Wirtschaft, sondern in die Kirche. Nur für Leistung gibt es Lohn, alles andere ist Bullshit bzw. Verschwendung.

....

1. Abwicklung des bisherigen Gesundheitssystems, Umstellung auf rein private Absicherung gegenfalls mit Bezuschußung aus Steuermitteln
2. Abwicklung und Auflösung der Pflegeversicherung,, Umstellung auf private Vorsorge.
3. Abwicklung des Rentensystems bei korrekter Auszahlung der bisherigen Einlagen und Aufbau privater Absicherung auf Kapitalbasis.
4. Auflösung der Sozialhilfe, Aufbau einer Lebenssicherungsabsicherung auf Steuerbasis und nicht 100 Euro pro Monat überschreitend, außer bei Behinderung.
5. Einfürhung einer privaten Arbeitsversicherung, Auszahlung nach Einlage, und Arbeitsunfähigkeitsversicherung aus Anteilen der ESt.
...

Ich muß los in den Biergarten, sorry.....

Das ist doch mal n Zusammenhang..... nur Kneipenschwaller können sowas verzapfen...

Sozialromantik? Warts mal ab, wenn du morgenvon nem Auto angefahren wirst und als Querschnittsgelähmter den rest deines Lebens verbringst, oder dich deine Firma mal aus einsparungsgründen (trotz guter Leistungen) kündigt, bist du der erste, der sich für die Sozialschiene anstellen geht!

Und von Wirtschaftspolitik haste nach dem Beitrag auch keinen schimmer scheint mir...

Am besten du bist noch für die Wiedereinführung der Leibeigenschaft...
Von Versagern zu sprechen ist echt leicht, in deiner Position.. . aber geh mal in deinen Biergarten und verbreite deine blöden Parolen

Ist ja nicht zum Aushalten.
Zuletzt geändert von Karaokefreak am Fr Jun 24, 2005 10:31 am, insgesamt 1-mal geändert.
karaokefreak of a.e.p.
In Memory of my Mother (26.2.60 - 22.5.04).
We will miss you, dre
Bild
Benutzeravatar
Illuminatus
Beiträge: 3764
Registriert: Fr Jan 05, 2001 1:01 am

Beitrag von Illuminatus »

AJM/FTL hat geschrieben:
1. Abwicklung des bisherigen Gesundheitssystems, Umstellung auf rein private Absicherung gegenfalls mit Bezuschußung aus Steuermitteln
2. Abwicklung und Auflösung der Pflegeversicherung,, Umstellung auf private Vorsorge.
3. Abwicklung des Rentensystems bei korrekter Auszahlung der bisherigen Einlagen und Aufbau privater Absicherung auf Kapitalbasis.
4. Auflösung der Sozialhilfe, Aufbau einer Lebenssicherungsabsicherung auf Steuerbasis und nicht 100 Euro pro Monat überschreitend, außer bei Behinderung.
5. Einfürhung einer privaten Arbeitsversicherung, Auszahlung nach Einlage, und Arbeitsunfähigkeitsversicherung aus Anteilen der ESt.
...
6.Auflösung des Gewaltmonopol des Staates bei Privatisierung durch den Meistbietenden.
7.Auflösung der Staatsbürgerschaft hin zur Privatisierung des Volkes.(ersatzweise Anschluss als 51er Staat an die USA)

Ich nahm mir heraus diese zwei Punkte noch hinzuzufügen.


-Illuminatus
Benutzeravatar
Karaokefreak
SuperMod
Beiträge: 4460
Registriert: Mo Mai 21, 2001 12:01 am

Beitrag von Karaokefreak »

Illuminatus hat geschrieben:
AJM/FTL hat geschrieben:
1. Abwicklung des bisherigen Gesundheitssystems, Umstellung auf rein private Absicherung gegenfalls mit Bezuschußung aus Steuermitteln
2. Abwicklung und Auflösung der Pflegeversicherung,, Umstellung auf private Vorsorge.
3. Abwicklung des Rentensystems bei korrekter Auszahlung der bisherigen Einlagen und Aufbau privater Absicherung auf Kapitalbasis.
4. Auflösung der Sozialhilfe, Aufbau einer Lebenssicherungsabsicherung auf Steuerbasis und nicht 100 Euro pro Monat überschreitend, außer bei Behinderung.
5. Einfürhung einer privaten Arbeitsversicherung, Auszahlung nach Einlage, und Arbeitsunfähigkeitsversicherung aus Anteilen der ESt.
...


6.Auflösung des Gewaltmonopol des Staates bei Privatisierung durch den Meistbietenden.
7.Auflösung der Staatsbürgerschaft hin zur Privatisierung des Volkes.(ersatzweise Anschluss als 51er Staat an die USA)

Ich nahm mir heraus diese zwei Punkte noch hinzuzufügen.


-Illuminatus

Danke Illuminatus... jetz weiss ich , das ich nicht als einziger so denke.
karaokefreak of a.e.p.
In Memory of my Mother (26.2.60 - 22.5.04).
We will miss you, dre
Bild
Benutzeravatar
AJM/FTL
Beiträge: 109
Registriert: Mi Dez 17, 2003 3:08 pm

Beitrag von AJM/FTL »

@erleuchter
6.Auflösung des Gewaltmonopol des Staates bei Privatisierung durch den Meistbietenden.
Eher das Gegenteil, gemäß Geselschaftsvertrag habe ich als Bürger mein Rechte in dieser Hinsicht an den Staat abgeben. Dafür erhalte ich Mitbestimmung, wie das Gewaltmonopol eingesetzt wird und die Sicherheitsgarantie. Eine Privatisierung kommt in diesem BEriech definitiv nicht in Frage, vielmehr stärkere bürgerliche Kontrolle, also Korreturmaßnahmen an den beiden Sicherheitspaketen.
7.Auflösung der Staatsbürgerschaft hin zur Privatisierung des Volkes.(ersatzweise Anschluss als 51er Staat an die USA)
Ebenfalls sicher nicht, weil ich im großen und ganzen mit dem Gesellschaftsvertrag zufrieden bin und solange die BRD nicht bankrott geht, kein Grund zur Auflösung besteht (ja, innerhalb der EU mit ihren Richtlinien und Leitkompetenze, kann ein Einzelstaat pleite gehen, um allerdings von allen anderen mit Geld versorgt zu werden).

@weedfreak

Es tut mir leid, daß Du Dich anscheinend als Rächer der Enterbten fühlst und furchtbar leid, daß Ressourcendisposition nicht Dein Steckenpferdchen ist.

Kneipenschwaller? Bitte, Deine Meinung, aber bitte beschwer Dich nicht bei mir, daß die ersten fünf Punkten in unserer Generation so oder so umgesetzt werden.

Sozialromantik = der unerschütterliche Glaube daran, daß sozialer Ausgliech und Frieden jegliche Kosten rechtfertigen = Ignorieren des wirtschaftlichen Prinzips.

Wie ich persönlich handle und entscheide, kannst Du eigentlich nicht beurteilen, aber manche Menschen denken gerne für andere mit. Ich bin stolzes Humankapital. Ich bin meines Glückes Schmied. Wenn mich einer kaputtfährt, weil ich zu dumm für die Teilnahme am Verkehr bin, dann ist das mein Problem, nicht das der Gesellschaft. Wenn es seine Schuld ist lasse ich ihn und seine Familie bluten bis es nicht mehr geht. Ich bin schon gegangen worden und selbst gegangen. Im Moment läuft das Spiel darauf hinaus, entweder die Leiter hochzupurzeln oder demnächst auf der Straße zu stehen. Aber selbst im schlimmsten Fall gibt es immer Möglichkeiten, dann werkle ich erst mal wieder hinter der Bar oder als Tellertaxi, denn zum Glück für mich ergibt sich immer etwas.

Von Versagern zu sprechen, wertet nach meiner Empfindung niemanden ab, denn ist dürfte unstrittig sein, daß es eben solche Menschen und solche Menschen gibt. Ich weiß nicht warum sich in Deutschland immer alle darüber aufregen, wenn man den White Trash anspricht. Oder ist der Irrglaube Menschen seine gleich und die Welt sei gerecht wirklich derart verfestigt? Es gibt Menschen die treffen für sich selbst gute oder schlechte Entscheidungen und beschweren sich nicht darüber, weil sie kapiert haben, daß alles seine Preis. Die andere Sorte, beschwert sich darüber, daß keiner irgendwelche Zaunstreicher zu ihren Lohnvorstellungen sucht und sind so sauer auf sich selbst, daß sie es schon in Grundschule versäumt haben wenigstens die Addition zu meistern, und teilen deshalb ihren Frust der Gesellschaft und verlangen ein Wiedergutmachungsleckerli, nach dem Motto : "Ich war so dumm und habe richtig Scheisse gebaut, aber Ihr seid alle Schuld! Wuäääh!". Zum Teil werden gerade solche Leute richtig dreist und frech und beschweren sich auch noch über das Leckerli, es sei nicht groß genug, schmeckt nicht etc. Wo kommen wir den dahin, wenn man diese Parasiten nicht bei Namen nennen kann. Jeder will heute für sich selbst entscheiden, weilche sexuelle Neigung er nachgeht, welche Haarfarbe er hat, wie er sich anzieht. Bitte entschuldige, daß ich der Meinung bin, daß jeder der einen Terz um sein Outfit macht, vollkommen verantwortlich für sein Tun ist, und garantiert nicht meine oder Deine Verantwortung ist. Von Versagern sind Menschen ausgenommen, die unverschuldet keine Leistung erbringen können und die Allimentierung nicht mit zusätzlichen Forderungen belasten.

zu 1.)
Unser Gesundheitssystem stinkt zum Himmel (Potenzial ca. 30 Milliarden jährliche Entlastung des Bundeshaushalts)
a)
Fixkosten zu hochR
Riesiger Verwaltungsapparat
Bürokratischer Versuch der Vollversorgung
Übersorgung
DAK,AOK,.........
b)
Bloße Beitragsverwaltung
Keine aufgebauten Reserven
= Verschwendung, weil die eingezahlten Beiträge, selbst auf dem Girokonto mehr abwerfen
c)
Hohe Schädigung durch Mißbrauch
Versicherungsleistungen für Ausländer und deren Angehörigen, ohne entsprechende Einzahlungen
Bedienungsmentalität der deutschen Bevölkerung (die meisten Arztbesuche in Europe)
d)
Verschärfung der derzeitigen Lage nicht zu vermeiden
Demographische Entwicklung
Teurer Behandlungsmethoden
Ererbte Schieflage
e)
Unmoralische Umverteilung
Bestimmte Gruppen erhalten ihre Rendite nicht
Andere Gruppen erhalten zuviel
Keine berechtigte Vorteilserwartung vorhanden

ergo Auflösung :
1. Jeder erhält seine bisher eingezahlten Beiträge zurück (abzüglich der anteiligen Kosten für Verschwendung und Verwaltung), in der Regel also gar nichts
2. Jeder Bundesbürger muß ab dem 18ten Lebensjahr eine Krankenversicherung abschließen. Die Versicherungen, die derartige Leistungen Anbieten, müssen eine Kapitalstock bilden, der die sofortige Rück- bzw. Auszahlung (drei Jahre ZH) garantiert
3. Jeder Versicherte hat sein eignes Versicherungskonto, aus dem er Leistungen abrufen kann.
4. Überschüsse dienen der Reservenbildung bzw. sind Gewinn des Unternehmens.
5. Kinder werden vom Staat aus Steuermitteln versichert, dezentral, regional
6. Menschen ohne dauerhaft festes Einkommen (verschuldet) werden auf Minimalbasis aus Steuermitteln versichert oder müssen durch Angehörige versichert werden
7. Unverschuldet erwerbslose Menschen, werden aus Steuermittel versichert.
8. Eventuelle Vorgaben, welche Versicherungspakete angeboten werden müssen.

zu 2.)
Für die Pflegeversicherung gilt dasselbe wie für dad Gesundheitssystem nicht ganz so hohes Einsparpotential.

Der Staat ist kein Versicherungsunternehmen und selbst wenn er sich derartig geriert, dann handelt er dabei nicht wirtschaftlich. Vater Staat kann die Risiken seiner einzelnen Bürger nicht schultern (hierzu Max Weber : Aufgaben des modernen Staats).

ergo Auflösung
Wer sich gegen Notstände in hohem Alter absichern will, weil er oder sie kein Vertrauen in die lieben Kinder setzt, der soll sich privat versichern und erhält im Ernstfall seine Leistungen.

Hier muß für diese Woche Schluß machen, ich hoffe daß manche verstanden haben, daß es mir nicht darum geht irgendwelchen armen Schlucker etwas wegzunehmen, sondern lediglich dafür zu sorgen, daß die nicht ganz so armen Schlucker übermäßig belastet werden und der Staat bzw. die DAK und AOK endlich aufhören unser Geld durch den Schornstein zu blasen. Ich bin Mitglied dieser Gesellschaft, Bürger dieses Staats, ich bin ein verdammter Shareholder des Systems, ich will verdammt noch mein Value.

Redde legiones!
Speak softly and carry a big stick!
Benutzeravatar
Illuminatus
Beiträge: 3764
Registriert: Fr Jan 05, 2001 1:01 am

Beitrag von Illuminatus »

Da fehlen mir wirklich die Worte...
Warum nicht gleich laissez-faire Kapitalismus und Wahlrecht nach Brieftasche...
Benutzeravatar
Karaokefreak
SuperMod
Beiträge: 4460
Registriert: Mo Mai 21, 2001 12:01 am

Beitrag von Karaokefreak »

@ AJM/FTL

oh mann... ich glaub ich les nicht richtig


Die art , wie du über den Kamm scherst , ist wohl einzigartig....

In begrenztem Maße muss ich dir Zugeständnisse machen:
Es gibt heute definitiv zuviele Krankenkassen. Der Bürokratrische Unsinn stapelt sich damit, dass AOK und Konsorten das Geld zum Teil zum Fenster rauswerfen (warum muss ein AOK Gebäude einen Springbrunnen haben und nachts beleuchtet werden?? ).
Aber andererseits ist Merkels Vorschlag alles auf eine Krankenkasse zu reduzieren genauso mist, denn ein Monopol ist immer schädlich. Wenn ich nichtmehr die Wahl habe, kann man mit mir machen was man will, denn ich habe keine Alternative....
Eine Begrenzung auf 15 Krankenkassen sollte doch ausreichen, um dem bürokratischen Teufel das rennen zu lehren.

aber mal konkret:
Deine Vorstellung von Auflösung, beitragsrückzahlung usw kannste vergessen! Keiner würde seine Beiträge zurückbekommen weil die Gelder im Umlauf sind und schon vorher verplant werden.

ach was, überhaupt der Gedanke ist absurd, völlig lächerlich überhaupt darauf einzugehen.

Schau mal in die USA, da ist es schon halbwegs so mit der Sozialversorgung, und da will ich nicht leben müssen!
Eine Hypothek aufs Haus, weil du dir das Bein gebrochen hast ? Deine Familie quasi mittellos weil du dir die Krebsbehandlung nicht leisten kannst? nee danke, ohne mich.

Und dein Schuldzuweisendes Denken ist absurd. Unfälle heissen nicht umsonst unfälle. Da muss nicht zwangsweise jemand wirklich schuld sein.
Zudem: kannst du den Schuldigen immer finden?

Wenn dir der Reifen auf der Autobahn platzt, weil irgendein Idiot seinen Scheiss dahingelegt hat und du daraufhin n Unfall baust, bist du dann schuld? Wen willst du da verklagen, um deine Versorgung zu sichern?

Schonmal dran gedacht, dass auch DU mal alt wirst und nicht mehr arbeiten KÖNNEN wirst? Nicht weil du zu gebrechlich geworden bist, sondern weil du ab 50 zum "alten Eisen" gehörst! Glaubst du ein 50+ Jähriger findet heute einfach so nen Job? Völlig gleich wie qualifiziert er ist, er gilt heute eben als alt, und muss sich 3 fach anstrengen was zu finden.
Der Zustand ist heute schon kathastrophal genug.
Schau mal nach polen, wo die leute billige parfums stehlen und sich damit besaufen weils ihnen scheisse geht.

Währenddessen gibts leute, die nie n Finger für irgendwas krumm machen mussten, aber in Saus und braus leben, während andere sich totschufften müssen, und denen willste jetzt auch noch die soziale versorgung wegnehmen? Schonmal dran gedacht, dass es heute schon leute gibt, die aufgrund ihres niedrigen Lohns nicht zum Arzt gehen , obwohl sie krank sind? Sie können sich einfach keine Medikamente leisten, und diese leute gehen arbeiten!

Schonmal dran gedacht, dass wir ein Nachwuchsdefizit haben? Liegt einfach mal daran, dass man sich jetzt schon kaum ein Kind leisten kann. Ohne soziale Unterstützung kannste das aber ganz vergessen!

Der Witz ist doch, dass nicht jeder die "kariereleiter" hochklettern kann, denn es gibt "da oben" nicht unendlich viel Platz.
Heutzutage werden Arbeitsplätze rationalisiert, um das Volk zu demoralisieren und zu niedrigeren Löhnen zu zwingen, und das wird so weiter gehen, während milliardengewinne eingefahren werden - mit Hilfe der Arbeiter, die dafür lächerlich entlohnt werden. Ohne die Arbeiter hätten die Konzernführer GARNIX, aber dieser Umstand wird nicht gewürdigt. Da ist ja wohl soziale Absicherung das allermindeste.

Ich hab noch tausend andere Punkte, die dafür sprechen, dass deine Denkweise total kontraproduktiv ist.
Dein Vorstellungsvermögen in Sachen Konsequenzen reicht scheinbar nichtmal bis zum nächsten Gartenzaun....
Das sind alles Argumente, die solchen schmecken, die bereits in einer guten Position sitzen. Aber geh mal auf die Straße... schau dir mal das Elend an, wie es heute schon herrscht.
Sich hinzustellen, und jeden für sein Schicksal selbst verantwortlich zu machen, ist totaler Schwachsinn.
Man lebt nicht alleine auf diesem Planeten, d.h. mein Schicksal ist auch von Entscheidungen anderer Abhängig, da kann ich noch so dolle studiert haben. Desshalb kannst du den Artbeitslosen z.B. nicht nachsagen, sie hätten in der Schule besser aufpassen sollen. Sag das mal nem Arbeitslosen Lehrer (gibts genug) und lass dir anschließend ordentlich die Fresse vermöbeln, für die Frechheit.
In Zukunft ist nichtmal abgesichert, dass jeder studieren kann - die Kostenfrage mal wieder. Da ist also nix mit "Selber schuld", denn die ELtern kann man sich nicht aussuchen! Ergo: Die armen bleiben arm und die reichen werden reicher. EIn Ausbruch aus dem System hätte dann eher mit Glück als mit Können zu tun.

Wofür leben wir in einer Gemeinschaft? Wofür hat der Mensch sich eine Sozialstruktur aufgebaut (Städte, Wirtschaft, Wissenschaft usw) ?
Damit wir uns gegenseitig bekämpfen? Das Recht des Stärkeren? Ist es nicht schon krass genug, wie es heute abläuft? Ist es nicht krass genug, dass Kapital heute wichtiger ist , als Menschenleben?
Ich dachte, wir hätten unsere Gesellschaft dafür aufgebaut, damit es allen irgendwie gut gehen kann. Ansonsten könnten wir auch wieder Jagen gehen, ich glaube dann gings uns besser.
Ach was, wozu überhaupt gesellschaft?
Wie wärs denn gleich mit Anarchie , he? Lasst uns alle Waffen kaufen und uns gegenseitig abballern, der stärkste gewinnt alles....haben wir jedenfalls mehr davon, als wenn wir Jahrelang irgendeinem Arbeitgeber hinterherknechten müssen, der unsere Arbeitszeit derart beschränkt, dass wir praktisch kein Leben mehr haben. Es gibt heute schon leute, die 1 Vollzeit und 2 Teilzeitjobs brauchen, um gerademal über die Runden zu kommen, weil man für jeden Scheiss bezahlen darf, bzw doppelt und dreifach bezahlt. Wozu bezahl ich Krankenversicherung, wenn ich einen Großteil meiner Kosten selbst decken darf?. Wozu zur Hölle, wenn ich einen Kredit aufnehmen muss, um mir die Zähne machen zu lassen?

c)
Hohe Schädigung durch Mißbrauch
Versicherungsleistungen für Ausländer und deren Angehörigen, ohne entsprechende Einzahlungen
Bedienungsmentalität der deutschen Bevölkerung (die meisten Arztbesuche in Europe)
mann mann, was ne Einstellung. Schonmal dran gedacht, dass da einige "wirklich" Krank sein könnten, bzw behandlung brauchen??
Mißbrauch gibts überall und ist natürlich schädlich, aber hier mal wieder Ausländer und Angehörige reinzubringen stinkt mir einfach zu rechts. Gibt genug deutsche, die ebenfalls nix tun. Und wiedrum andere, die eben keine Perspektive haben und somit nicht die Chance zur Integration bekommen. Es ist nunmal nicht jeder irgendwo hochbegabt und kann sich quasi einen Job garantieren. Bei den Entlassungswellen der letzten Monate ist doch klar, das viele keine Jobs finden können, wenn keine da sind, wurden ja gestrichen. Die konditionen des Arbeiten gehens werden immer schlechter, Arbeit zu haben quasi beinahe ein Privileg.
ich glaub ich schreib mal n Buch...wie ich lernte meinen Herren zu lieben

Schonmal die Nachrichten der letzen Tage gelesen? Den Vorschlag mitbekommen, dass einem Krankheitstage vom Urlaub abgezogen werden sollen? Da siehst du doch in welche Richtung das Ganze geht.

Viele Menschen sind aufgrund des Drucks eh schon psychisch krank. Wenn ich nun Angst um meine Erholung haben muss, weil ich krank werde, ist doch der Psychodruck vorprogrammiert. Nicht nur, dass viele dann trotz Krankheit arbeiten gehen müssten (und damit weiter die Krankheit verbreiten würden - toll ) , sie würden daraufhin noch kranker werden , denn die Psyche bestimmt das fleischlliche Wohl im gleichem Maße.
1. Semester Psychologie: Wer depressiv und hoffnungslos ist, wird um ein vielfaches leichter krank - ist bewiesen. Die Folge wäre also, dass daraufhin die Zahl der Kranken noch steigen würde, ganz zu schweigen davon, dass wir uns Psychopaten heranzüchten.



blah blah blah, weiss garnicht wo ich noch anfangen und aufhören soll...

Wenn unser Zusammenleben nicht sozialer wird, wird es Aufstände geben... Diejenigen, die am Ende der Kette stehen werden aus Verzweiflung nicht aus dem Kreislauf ausbrechen zu können amok laufen.
Je unzufreidener die Gesellschaft ist, um so höher ist das Risiko, sich echte Feinde zu schaffen, wenn man einer von denen ist, die die unzufriedenheit schaffen. Ich sage echt mord und Totschlag vorraus. Und ich werde mittendrin stehen , wenns soweit ist, versprochen.
Wenn man nichtmal anständig leben kann, ist das Leben nicht lebenswert.
In einer Quasi-Sklaverei zu leben (wie es heute schon der Fall ist) ist schon kaum lebenswert.
Wie weit soll ich ausholen? Bei der Tatsache, dass man sich als low end- Verdiener sowiso schon von schlechter Nahrung ernähren muss, weil man sich die guten sachen nicht leisten kann? --> siehe Krankheiten.
Bei der Tatsache, dass man sich kaum um seine Kinder kümmern kann, wenn man sie sich leisten kann, weil man in einem 8- 10 Stunden Arbeitstag einfach keine Zeit dazu hat? Ach ja, Kindergärten werden auch schön teuer...
Bei der Tatsache, dass mich mein Arbeitgeber mit jedem Mist unter Druck setzen kann (unbezahlte Überstunden etc).
Und nach deiner Vorstellung soll man also wenns einem eh schon scheisse geht, verrecken, damits den andern gut geht.
Wo lebt man da denn bitte und wozu ???? Welche Lebenszeit bleibt einem denn?
Das ich als Arbeiter für die Fetten faulen Säcke hinhalten soll, die nurnoch ihr Kaital arbeiten lassen, geht so schon auf keine Kuhhaut.

"Today you are freer than ever to do what
you want, provided you can pay for it!"

und das kann man ganz groß schreiben. Die tolle Freiheit unserer Gesellschaft ist nichts wert, wenn man sie sich nicht leisten kann. Schon garnicht, wenn ich kaum Geld zum Überleben habe, weil ich meine soziale Versorgung selber tragen muss.

Sinnlos das weiter auszuführen. Es gibt einfach viel zu viele Punkte an denen man ansetzen kann.

Sozialromantik = der unerschütterliche Glaube daran, daß sozialer Ausgliech und Frieden jegliche Kosten rechtfertigen = Ignorieren des wirtschaftlichen Prinzips
aha, Frieden und Gerechtigkeit sind also nicht den Aufwand wert... klar, die wirtschaftlichkeit geht ja allem vorran... Sagmal tickst du noch ganz richtig? Es geht um Menschen hier! Die kack wirtschaft kann mir gestohlen beliben, ich will leben, und zwar in Frieden !
Ich brauch keine Playstation und keine "Froop-Jogurtbecher" zum leben. Das ist alles Luxus. Nix gegen Luxus, aber wenn der Luxus nur per Wirtschaftsarschkrieche möglich ist, dann pfeif ich drauf!

Ich habe nie n der DDR gelebt (total -wessie), aber so wie sich das heute entwickelt, war die DDR 29 mal besser... Spionage hin oder her, wenigstens ging es den Menschen noch einigermassen gut. Da wart ich auch meinetwegen in ner riesen Warteschlange auf meine 3 Aprikosen fürs Jahr. Scheissegal, hauptsache ich kann zum Arzt, wenn ich krank bin, habe genug um mir ordentliche Nahrung zu leisten und einen sozialen Zusammenhalt mit den Mitmenschen


Bei keinem Tier wirst du eine geplante wirtschaft finden, troztdem leben sie alle. Bei einigen eher umgekehrt, schau dir Bienen und ameisen und sonstwas an. Sie haben alle ein Sozialgefüge. Jeder arbeitet für den anderen mit!
Wir hingegen arbeiten lieber gegeneinander, weil einige von uns so verdammt gierig und herzlos sind - und das wird bestimmt mal unser Untergang - hoffen wir blos, dasses schnell geht....


Nach dreimaligem Durchlesen deines Textes bin ich zu einem Schluss gekommen: Dein Denken ist egoistisch. Hauptsache DIR gehts gut....
Und wenn DU deine Kariere gemanaged bekommst, ist alles in Butter, alles andere sind ja Versager....

au weia mein Freund....
Zuletzt geändert von Karaokefreak am Fr Jun 24, 2005 5:05 pm, insgesamt 2-mal geändert.
karaokefreak of a.e.p.
In Memory of my Mother (26.2.60 - 22.5.04).
We will miss you, dre
Bild
Benutzeravatar
Illuminatus
Beiträge: 3764
Registriert: Fr Jan 05, 2001 1:01 am

Beitrag von Illuminatus »

AJM/FTL hat geschrieben:@erleuchter
Wenn es seine Schuld ist lasse ich ihn und seine Familie bluten bis es nicht mehr geht.
Das wollte ich noch einmal hervorheben
Benutzeravatar
spunky
Beiträge: 1725
Registriert: Fr Aug 25, 2000 12:01 am

Beitrag von spunky »

@AJM/FTL: deine 5 punkte finde ich sehr gut, meine stimme hättest du schon mal falls du mal zur wahl stehst.

:)
Bild
wer das nicht lesen kann ist doof.
Schimanski
Beiträge: 1370
Registriert: Fr Okt 27, 2000 12:01 am

Beitrag von Schimanski »

spunky hat geschrieben:@AJM/FTL: deine 5 punkte finde ich sehr gut
Zumindest wird das so kommen. Sehe ich auch so, dass daran über kurz oder lang kein Weg vorbei führen wird. Alles andere gehört auch wohl eher ins Reich der Fantasie...
weedfreak hat geschrieben:Ich habe nie n der DDR gelebt (total -wessie), aber so wie sich das heute entwickelt, war die DDR 29 mal besser
Sag mal meinst Du das wirklich ernst? :shock:
Benutzeravatar
Karaokefreak
SuperMod
Beiträge: 4460
Registriert: Mo Mai 21, 2001 12:01 am

Beitrag von Karaokefreak »

Reich der Phantasie? Ja genau... nur weil ihr euch das nicht vorstellen könnt, braucht ihr den Gedanken nicht Bagatellisieren!
Der Kapitalismus ist garantiert nicht die einzige Form des Zusammenlebens , die funktioniert. Eigentlich kann man das nicht so sagen, denn der Kapitalismus funktioniert nicht für den einzelnen, sieht man doch allein schon an 5 mio Arbeitslosen.

DDR besser?
ja, das mein ich im ernst.

Nicht alles in der DDR war in Ordnung. Spionage und korruption gabs, aber das ist doch hier nicht anders. Mittlerweile darf man dich abhören (telefonisch, richt-mikro etc etc) sofern nur der geringste Verdacht besteht, dass du was ausgfressen hast.
Wo ist der Unterschied zur DDR, wenn man davon absieht, das dort pauschal spioniert wurde??
Der Unterschied (und Vorteil) der DDR liegt im persönlichen Schicksal des Einzelnen in der Gemeinschaft.

Was nutzt mir "Freiheit", wenn ich sie mir nicht leisten kann?
Der Witz ist doch, dass ein durchschnittliches Einkommen heutzutage kaum für mehr reicht, als für das, was es in der DDR auch gab (Miete, Grundnahrungsmittel und ein paar zusätzliche Lebensgüter - nur ist unsere Nahrung mitlerweile von den Chemiehalunken beeinflusst , und somit ganz klar schlechter usw)

In der DDR hatte man auch keine Luxusgüter, man sah sie blos im Westfernsehn in der Werbung. Heute nicht viel anders, man kann die ganzen schönen Luxusgüter in der Werbung sehen, aber sich ebenfalls kaum was leisten.
Aber wenigstens konnte man in der DDR umsonst zum Arzt. Die Versorgung aller war gesichert, jeder konnte arbeiten und keiner wurde durch Arbeitslosigkeit zum Bürger dritter Klasse degradiert... Jeder konnte leben, und dank der Tatsach, dass man sich nicht mit seinem Luxus profilieren konnte (wie es im Westen nunmal ist) hielten die Leute deutlich mehr zusammen, halfen sich usw usw.
Wenn einer damals Jinglers Jeans anhatte, war das zwar ein Privileg, aber keiner wär auch nur auf die Idee gekommen, sich deshalb wie ein besserer Mensch zu fühlen - im "Westen" Gang und Gebe, sehr deutlich vor allem im Rhein Main gebiet....

Dort ging kein Arbeitgeber über Leichen, um die Zahlen der eigenen Firmen zu pushen. Keine Massenentlassungen und so weiter.

Und etwas ganz wichtiges: Die "Propaganda" die man verbreitete, hatte einen immens hohen Wahrheitsgehalt.
Man erzählte den "Ossis" der Kapitalismus mache korrupt, Arbeitslosigkeit und Armut sei ein Zustand, der halt hingenommen wird, damit es irgendwelchen "großkopferten" gut geht etc etc

entspricht doch total der Wahrheit.

vor allem sollte man auch beachten: der heftige Sozialabbau findet erst statt, seitdem die Ostblockländer gefallen sind. Vorher hätte man sich sowas nicht leisten können, denn so wäre der Kontrast zwischen Sozi und Kapitalismus Politik zu sehr aufgefallen. Man hätte keine Argumente gegen den Ostblock gehabt, was das persönliche wohlergehen angeht.
Ich mein, wen kann man schon mit einem "die bekommen da alle das gleiche" abschrecken, wenn es einem großen Teil. der Bevölkerung im eigenen Land schlecht geht ? das wäre ja "anti-propaganda" .Das funktioniert erst jetzt, seitdem es keine "Alternative" mehr gibt.

Wenn die Mauer wieder aufgebaut werden würde, wär ich der erste, der beim Bauen mithilft. Ich würde den ganzen Luxusscheiss hinter mir lassen, wenn ich wenigstens anständig leben könnte, ohne mich in ein Arschloch verwandeln zu müssen, wie ich es im kapitalismus sein muss, um mich durchzubeissen. Hier muss ich mit radikalen Mitteln um mein bischen geld kämpfen, weil einige Gierschlunge den Hals nicht vollbekommen.
Ich muss mir anhören, dass auf Kosten von Arbeitsplätzen gespart werden muss, obwohl Rekordgewinne verzeichnet werden - und die leute applaudieren ... ich kanns nicht fassen.
Es geht im Kapitalismus einfach nichtmehr um den Menschen. Was also bringt es mir? Ich seh keinen Vorteil, außer, dass ich mich mit ner Playstation vergnügen kann oder n extra dickes , extra umweltverpestendes Auto kaufen kann (sofern ichs mir leisten kann), oder die Auswahl zwischen 120 Pflegeprodukten habe, die mir alle das blaue vom Himmel versprechen, im Grunde aber doch nix besonderes sind.

Kapitalismus ist wie ein Heißluftballon. Er ist riesig groß, enthält aber nur heisse luft, und nur diejenigen, die auch am steuer sitzen, steigen mit ihm auf, der rest, der ihn mit aufbaut, darf von unten zugucken. Da der Korb aber zu klein ist, um alle aufzunehmen, bleibts auch dabei, obwohl alle mitgeholfen haben, ihn steigen zu lassen.

Ich möcht mich dabei nicht auf die DDR beschränken. Mir gehts nicht direkt um die DDR in meiner Aussage. Es geht mir darum, dass ich friedlich leben will, ohne irgendwelche Arschlöcher, die dass, was ich für die Allgemeinheit oder eben die Firma leiste, nicht zu würdigen wissen.

Der tolle Multimillionär an der Spitze einer jeden internationalen Firma hätte NIX, wenn er nicht all seine Arbeiter hätte, die die Drecksarbeit zu Mindestlöhnen für ihn machen. Es gleicht schon fast der Sklaverei, sieht nur ein wenig anders aus.
Sklaven hat man auch versorgt, schließlich sollten sie nicht wegsterben. Aber mehr als das nötigste gabs nicht.
Heute doch genauso. Viele lassen sich blos einreden, dass der geringe Luxusanteil, den man sich leisten kann, diesen Zustand völlig entschuldigt.

Nix zu essen? Ach egal, das Land ist so toll, wir bieten sogar Playstations in unseren Regalen an, da KANN es doch nur toll hier sein.
Keine Kindergartenplätze? Ach, egal, so lange wir Gameboys verkaufen können, die diese Kinder still halten, und wir sie zum Konsum durch werbespots zwischen den Kindersendungen erziehen können, ist doch alles in Butter, ob diese Kinder sozial verrotten ist dabei doch egal.
Keine Lebenszeit? Ach egal, mach doch deinen Beruf zum Hobbie, scheiß egal ob du 10 Stunden am Tag für n Appel und n Ei Hamburger verkaufen musst. Hast doch als Mensch "siebter Klasse" eh nix besseres zu tun.


Der perfekte Sklave: Arbeitet von selbst hart, da seine Versklavung ein Privileg ist - ohne hätte er nix, und das System lässt keinen Ausschluss oder eine selbständige Lebensweise zu. Er verteidigt sogar seine tolle Versklavung, da er mittlerweile so viel Angst um seine Luxusgüter hat, dass ihm die wirklich wichtigen Dinge wie Gemeinschaftlichkeit, gute Ernährung, genügend Zeit sein Leben auszuschöpfen und / oder seine Kinder zu erziehen und Frieden untereinander egal geworden sind.
Hauptsache ich fahr n dickeres Auto , als mein Nachbar.


Findet ihr das wirklich toll? Wäre es nicht viel schöner, wenn wir alle gemeinsam MITeinander leben könnten? Wozu diese abermillionen Euro und dollars aus dem Fenster werfen (misslungene Werbeverträge, Firmenaufkäufe, bestechung, Luxushotelzimmer für Angestellte auf Geschäftsreise, Riesenbanketts, von denen ganze Dörfer in der dritten Welt satt werden würden usw usw), wenn es leute gibt, denen es einfach mal scheiße geht?

Purer Egoismus. Mensch, verrecke daran! Verrecke an deinem eigenen Egoismus. Ich hoffe nur, es gibt irgendwann nen riesen Knall.....
Ist schon schlimm genug, dass der Mensch die Natur in den Arsch fistet, aber er muss sich ja am besten noch gegenseitig fertigmachen.


Early man walked away
as modern man took control
their minds weren't quite the same
to conquer was his goal

so he built his great empire,
and slaughtered his own kind
he died , this confused man
killed himself with his own mind
karaokefreak of a.e.p.
In Memory of my Mother (26.2.60 - 22.5.04).
We will miss you, dre
Bild
Schimanski
Beiträge: 1370
Registriert: Fr Okt 27, 2000 12:01 am

Beitrag von Schimanski »

Dass das soziale Miteinander besser sein könnte, bestreitet bestimmt niemand. Aber seit Bestehen der Menschheit gibt es doch schon (zu) viele Leute, die nur auf Ihren eigenen Vorteil bedacht sind und daran wird Dein Appell sicher auch nichts mehr ändern.
Das was Du da schreibst, wird sicher nicht funktionieren. Zumindest werden wir das nicht mehr erleben. Garantiert!

Und das Beispiel mit der DDR fand ich jetzt auch nicht so beeindruckend. Auch der Laden war doch praktisch bankrot und das (angeblich) ohne jede Art von Kapitalismus. Aber vielleicht erbarmt sich ein Member aus den östlichen Gefilden und trägt mal etwas zu diesem Punkt bei. Ich bin nämlich auch nur ein Wessi.

Und so furchtbar geht es uns nun auch wieder nicht. Auch nicht den sogenannten "sozial Schwachen". Verhungern muss hier ganz sicher niemand und solange sich ein Arbeitsloser sein Handy aufladen kann, ist das Ende der Welt nicht da. NEIN, ich behaupte nicht, dass es diesen Menschen zu gut geht oder sie zuviel Geld bekommen.
Dieses Land hat aber nicht nur einmal sehr viel schlechtere Zeiten erlebt und trotzdem kam es wieder auf die Beine.

Augen zu und durch!
Benutzeravatar
Karaokefreak
SuperMod
Beiträge: 4460
Registriert: Mo Mai 21, 2001 12:01 am

Beitrag von Karaokefreak »

Die DDR ging pleite, weil der "große Bruder" , die UdSSR , unbedingt das erwirtschaftete der DDR haben wollte und abgezwackt hat. Die UdSSR war nunmal ein riesiges, aber schwach bevölkertes Gebiet, dass schlecht zu versorgen war.
Die UdSSR hat viele Recourcen aus Ostblockländern erzwungen. Naja, und so ein kleines Land wie die DDR ist bei diesem Zusatand schnell mal am Rand der Pleite, vor allem wenn das ca 40 Jahre so geht.

Das ein Arbeitsloser sein Handy aufladen kann ist kein Argument. Handys sind mittlerweile quasi "standart Luxus ", und ohne ists auf dem Arbeitsmarkt noch schwerer (siehe Flexibilität)

Dieses Land hat aber nicht nur einmal sehr viel schlechtere Zeiten erlebt und trotzdem kam es wieder auf die Beine.
Wirtschaftlich?? Nee, hat es nicht. Die Welt-Wirtschaftskrise in den 20gern mal ausgenommen, die auf der ganzen Welt für Missmütigkeit sorgte, und auch den Nährboden für das dritte Reich brachte, mal ausgenommen, denn das ist nicht auf deutschem Boden allein gewachsen.

Ansonsten gings D-Land auf dem sozialen Gefilde eigentlich nie schlechter, es sei denn wir nehmen uns die Zeit vor der Weimarer Republik.
Aber ich geh ja von der "ach so aufgeklärten" heutigen gesellschaft aus.

Und du glaubst doch nicht wirklich, dass sich die Umstände ändern?
Wie bereits gesagt, gehts den Bonzen prima. Die Streichen auch heute teilweise Rekordgewinne ein.
Wie hoch müssen die Gewinne erst sein, damit der kleine Arbeiter davon was abbekommt ?

Nene, das ist alles Absicht. Ich hatte es schon erwähnt: die Umstände sind gewollt so herbeigeführt. Keine Firma, die mit 8 Nullen in den schwarzen zahlen steht, hat es nötig, tausende von Arbeitern zu entlassen. Passiert aber doch. Warum? Damit die löhne gedrückt werden. Die leute sollen anfangen sich damit zufrieden zu geben, überhaupt n bischen Geld zu verdienen.

Wenn jemand 1 Vollzeit und 2 Teilzeit-Jobs hat, damit aber trotzdem nur 1600 Euro in der Tasche hat, kann man das nicht gerade als reichtum werten, denn dieser hat garnicht die Zeit, das Geld auszugeben (sozusagen). Ohne die beiden Nebenjobs ist er aber schnell am Rande des Existenzminimums. Er kann sich also entscheiden: Zeit oder nix zu kauen....
karaokefreak of a.e.p.
In Memory of my Mother (26.2.60 - 22.5.04).
We will miss you, dre
Bild
Schimanski
Beiträge: 1370
Registriert: Fr Okt 27, 2000 12:01 am

Beitrag von Schimanski »

weedfreak hat geschrieben:
Dieses Land hat aber nicht nur einmal sehr viel schlechtere Zeiten erlebt und trotzdem kam es wieder auf die Beine.
Wirtschaftlich?? Nee, hat es nicht.
Tja. Dann sind war halt mal wieder ganz und gar andere Meinung und nicht nur was diesen Punkt betrifft. Was solls. Jedem das seine. :D
Benutzeravatar
Enlil
Beiträge: 4279
Registriert: Sa Jan 20, 2001 1:01 am

Beitrag von Enlil »

Also ich kann AJM/FTL in weiten Teilen zustimmen, bin aber der Ansicht, dass die soziale Hängematte jedenfalls so weit erhalten bleiben sollte, dass man sich keine Sorgen machen muss, dass man einen sozialen Absturz (egal aus welchem Grund) nicht überlebt. Aber zu bequem darf der Fall auch nicht sein. Es darf sich halt keiner auf der Hängematte ausruhen wollen. Egal was jetzt wiede rkommt, aber ich kenne genug Leute die das tun. Das der Krankenversicherung ihr Wsserkopf genommenw erden muss ist klar, aber keiner, egal ob er was gezahlt hat ode rnciht, darf sich eine Operation nicht leisten können! Man muss sich leider dme Druck des Kapitalismus ergeben, aber zu weit darf es nicht gehen. Natürlich gibt es äußerst viele dumme Menschen, die meinen von Väterhen Staat alles bezahlt bekommen zu müssen, wiel sie früher in der Schule nicht aufgeasst haben oder einfahc zu dumm sind. Aber auch diese Leute darf man doch nicht verrecken lassen! Aber Fernseher und Handy bekämen bei mir nicht behinderte Sozialhilfeempfänger auch nicht vom Staat. Ihc habe selber keinen und komm trotzdem gut zurecht und habe mitlerweile sogar das Gefühl, dass es mir auch ohne Rechner besser ginge...
Der Satz zum Thema Autounfall, den Weedfrek zitiert hat, will ich ebenfalls überhört haben.

Auch wenn ich mehr schreiben könnte, aber gerade keine Lust und Zeit habe muss ich dennoch zu folgendem Zitat was sagen:
weedfreak hat geschrieben: Schonmal dran gedacht, dass wir ein Nachwuchsdefizit haben? Liegt einfach mal daran, dass man sich jetzt schon kaum ein Kind leisten kann. Ohne soziale Unterstützung kannste das aber ganz vergessen!
Das Problem ist hie rmeiner Ansicht nach vor allem darin zu suchen, dass es nicht geügend Kindertagesstädten gibt. Fast alle Pärchen in meinem Umfeld hätten später mal gerne Kinder, aber keiner weiß wie/wann er das umsetzen soll, weil keiner Bock hat seine 20 Jahre Ausbildung in den Wind zu schießen, selbst dnan nicht wenn man von einem Einkommen leben könnte. Dieses Problem sollte auf der Prioritätenliste ganz weit oben stehen. Warum hie rnicht mehr geschieht ist mir ein Rätsel, da sowohl Problem, wie auch Lösung hier auf de rHAnd liegen. Finanzieren könnte man das in dem man einfach mal endlich die Subventionen für Bergbau und Landwirtschaft streicht. Das viele, viele Geld das dann immenroch übrig bliebe, wäre wohl in der Forschung richtig angelegt. Im übrigen ist es ein Armutszeugnis, dass Tony Blair für seine Forderung nach der Abschaffung der Subventionen für Landwirtschaft und nach mehr Gelder für Forschung so enorm viel negative Resonanz bekommen hat. Ein großes "Ja! Endlich" häte durch die EU gehen müssen. Die Ablehnung ist für mich nur ein Zeichen für Dummheit und Furcht vor dem Verlust von Wählerstimmen.

Achja, was ganz interessantes, was ich erfahren habe: Die SPD hat irgendwan mal die Steuer für Unternehmensveräußerungen abgeschafft. Damit stehen ir übrigens weltweit alleine! Wen wundert es da noch, dass im Moment die deutsche Wirtschaft ausverkauft wird?
Antworten