



Zum Abschluss meines kleinen Atari VCS 2600-Exkurses möchte ich noch ein Spiel vorstellen, das
ich schon vor gut 10 zehn Jahren kannte und gespielt habe. Damals allerdings auf dem guten alten
Brotkasten C64... Hach ja, Nostalgie... Und welch schöne Überraschung, als ich feststellte, dass
es sogar in einer ebenfalls sehr gelungenen Fassung für VCS 2600 existiert. Und genauso ein
geniales Spiel ist. Logischerweise, da natürlich die C64-Version erst Jahre später entstand, als
Activision begann, auch dafür zu entwickeln. Die Rede ist von einem wahrhaft legendären Spiel,
einem Shoot'em Up der ersten Generation mit Namen River Raid. Entwickelt von Carol Shaw. Und wohl
noch bekannter unter seinem zweiten Namen. G a l a g a. Klingelt's?
Leider kann ich nicht allzu viel über die tatsächliche Geschichte sagen, da im Spiel selbst
natürlich nicht viel davon rüberkommt und ich die zugehörige Anleitung leider nie besessen habe.
Ich vermute aber, dass die Storyline einen gewissen militärischen Touch hat -schließlich sind die
Gegner ausnahmsweise mal keine Aliens oder künstliche Intelligenzen oder mutierte Riesenkekse,
sondern ganz ""normale"" Einheiten. Vermutlich hat die feindliche Armee den größten Fluß des Landes
gesichert, damit sie nicht zwischen zwei Fronten aufgerieben wird. Und man selbst steuert den
tapferen Kampfpiloten, der die ehrenvolle Aufgabe bekommt, den Fluß von feindlichen Truppen
zu säubern und nebenbei alle Brücken zu zerstören, damit der Feind keinen Nachschub mehr zur
Front befördern kann. Typisch amerikanisches Setting, nicht wahr?
River Raid war, soweit ich weiß, der allererste echte Horizontalscroller -und damit Vorläufer
solcher Klassiker wie Super Star Soldier und Aero Fighters 2-, was bedeutet, das von unten nach
oben gescrollt wird und nicht, wie später am verbreitetsten, von links nach rechts. Dadurch hat
es natürlich ein recht einfaches Spielprinzip: Fliegen. Gegnern ausweichen. Gegner abschießen.
Har Har. Allerdings hat es etwas, was später nahezu vollkommen aus dem Genre verschwand, nämlich
andere Hindernisse: 1. Benzin. Yep, that's right. Man muss tatsächlich auf seinen Treibstoff
achten. Denn in einem Flugzeug zu sitzen und kein Benzin mehr zu haben, ist etwas ...unpraktisch.
Man sieht den aktuellen Stand stets unten in der Mitte und sobald der Tank etwa halb leer ist,
sollte man schleunigst über eines der vielen ""Fuel""-Felder fliegen, das Benzin nachfüllt.
Ansonsten kann man sie für einen netten Bonus einfach abschießen. In späteren Levels gibt es
natürlich entsprechend weniger solcher Felder und wenn man da aus Versehen mal eines abschießt...
-zum Glück hat's mit einem Emulator keinen Joystick mehr, den man zur Seite feuern kann...
2. Die Umgebung. Im Gegensatz zu sehr vielen nachfolgenden Shooter ist hier die Umgebung nicht
nur in der Lage, das eigene Flugzeug zu zerstören, sondern eigentlich sogar die größte Gefahr.
Denn die Gegner an sich schießen die ersten paar Level nicht einmal... Und es gibt in jedem Level
einige enge Passagen in der Umgebung -also so etwas wie Canyons beispielsweise-, durch die man
erstmal unbeschadet durchkommen muss... Insgesamt gibt es drei Arten von Gegnern -nur. Schiffe,
Helikoptern und feindliche Kampfflugzeuge. Während die ersten beiden sich nur auf dem Wasser
befinden, fliegen die Flugzeuge mit großer Geschwindigkeit von einer Seite des Screens auf die
andere -mit Vorliebe dann, wenn man sich gerade auf einer Höhe mit ihnen befindet... :/ Je höher
der Level ist, in dem man sich aufhält, desto schneller bewegen sich alle Gegner.
