Drogenproblematik

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Humphrey
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Beitrag von Humphrey »

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Enlil
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Beitrag von Enlil »

Ich fand die Lynn schon immer sehr attraktiv.
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Humphrey
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Beitrag von Humphrey »

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boo
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Beitrag von boo »

Da fehlte jetzt die Überblendung zu dem, der ganz entspannt mit seinem Joint zu Hause sitzt...
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Karaokefreak
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Beitrag von Karaokefreak »

Als Kiffer mit 14 Jahren Erfahrung muss ich bestätigen, dass kiffen gewisse schäden hinterlässt. Vor allem beim kurzzeitgedächtnis. Was aber nich heißt, dass man dem nicht gegenwirken könnte. Das ganze basiert auf einem einfachen chemischen prozess im körper, dementsprechend kann man solche ausfälle quasi abtrainieren. In klaren Worten: Mit ein bisi Hirntraining (und damit meine ich nicht Dr. kawachima) kann man dem spürbar entgegenwirken.

Marihuana hat imho einige positive Wirkungen auf mich. ich will da nicht für andere spechen, aber mich macht es deutlich kreativer und wortgewandter (vor allem schriftlich - ich kann an der Wortwahl meiner reviews sehen, ob ich beim Schreiben gekifft hab oder ned :D)

Und so ergeht es mir auch in vielen anderen Bereichen (Videoschnitt z.B. aber vor allem Musik). Ich genieße das Kiffen und mache mir höchstens Gedanken um die Konsumform. Es zu rauchen bringt halt einige Nebenschäden. Kekse empfinde ich bisher aber als "langweilig". Naja, mal sehn, wann ich den üblen Tabak-Hund endlich bezwinge...


Übrigens:
Viele Künstler haben vom Rausch profitiert - z.B. waren die beatles krasse konsumenten aller möglichen Drogen. Das macht den Konsum nicht pauschal gut, zumal nicht jeder für für eine derartige Wirkung empfänglich ist. Aber Drogen haben eine gewisse Wirkung, die schon von vielen Völkern genutzt und als gut angesehen wurde. man denke an Schamanen....

Die Sache ist halt, dass Marihuana erst im 20. Jahrhundert verboten wurde. Tatsächlich ist der Konsum von Grass eine viel ältere Tradition als die des Alkohols. Die ersten Aufzeichnungen über Graskonsum gehen zurück auf das sechste Jahrtausend vor Christus.

Wer genauer schaut, findet sogar in Literatur und Malerei viele Anspieleungen auf marihuana. So wird in Hermann Hesses Steppenwolf ständig gekifft - vor allem von den Mitgliedern der Jazz-band. Auch die Raupe aus "Alice im Wunderland" ist ganz klar bekifft, auch wenn man die eindeutige bezeichnung ihres Rauchs nach der Prohibition aus dem Buch entfernte.

Die Marhuana-Prohibition kam erst in den 1930er Jahren und könnte mehrere Gründe haben. Dazu gibt es mehrere "Verschwörungstheorien".

Z. B. die Unwirksamkeit der Alkohol-prohibition zwischen 1920 und 1933 . Um den Alkoholkunsum zu unterbinden, wurden ganze Polizeiabteilungen in den USA gegründet, die nach der Prhibition keine Verwendung mehr hatten. mit einer neuen prohibition schon.


Zudem war Hanf als Rohstoff sehr gefragt - unter anderem in der Seefahrt. Es gab kein billigeres Material für Segel , Taue und Leinen.

Dann wurde Nylon erfunden -Es war sogar etwas stabiler, aber es war auch deutlich teurer als hanf und setzte sich nicht durch. Nach dem Verbot von Marihuana wurde auch der Anbau von nutzhanf explizit verboten.... na so ein Zufall. Dabei wird hanf erst psychotrop, wenn man männliche und weibliche Pflanzen trennt - dann blühen die weiblichen so stark auf, dass ihr harz in massen rausquillt, um die Bestäubung zu empfangen. Bleibt bei einer trennung natürlich aus. Das Harz ist die Droge... Bei gemeinsamem Anbau von männlichen und weiblichen Pflanzen wird das zeug jedoch unbrauchbar wenns um den Konsum geht. Es ensteht ungefährlicher Nutzhanf. Und trotzdem wurde es verboten - hier in D-Land sogar erst in den 1990ern wieder erlaubt.

Gibt noch mehr Theorien. Vielleicht kommen sie alle auf einmal zusammen, vielleicht stimmt davon keine oder eben nur teilweise. Völlig gleich, das Verbot kam aus dem Gratewohl, denn am gleichen Tag wurden auch alle anderen Drogen außer Alkohol (Opiate, Koks etc) und Tabak verboten. Alle Konsumenten wurden über Nacht zu Verbrechern....


Ich bin vor allem für eine Legalisierung, weil es das zeug für Kids nicht mehr so interessant (weil verboten ) machen würde. Außerdem wäre mit einer staatlichen Kontrolle gesichert, dass kein Henna unter das Haschisch gemischt oder Gras in irgendwelche Sirups getunkt wird, um es schwerer zu machen und teurer verkaufen zu können. So eine art Reinheitsgebot. Ja , das wär toll :D Steuern kämen damit auch rein und der Mafia würde man ene geldquelle nehmen.

Aber persönlich denke ich, dass genau da der Hund begraben liegt. ich denke der unterwelt würde es gar nicht schmecken, wenn sie ene ihrer geldquellen verlieren würden. Und diese leute haben auch ihre Verbindungen und Lobbies....
Zuletzt geändert von Karaokefreak am So Mär 01, 2009 12:43 pm, insgesamt 9-mal geändert.
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Enlil
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Beitrag von Enlil »

Adam Curry behauptet auf No Agenda immer, dass die US-Regierung in den Drogenhandel involviert sei und hoehere Gewinnmargen hat, wenn das Zeug verboten ist. Halte ich jedoch fuer etwas weit hergeholt. Aber man weiss ja nie...
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Karaokefreak
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Beitrag von Karaokefreak »

Wäre natürlich eine gewagte these, aber ich halte sie für möglich.
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boo
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Beitrag von boo »

Interessant ist für die ganzen Wirtschaftsverschwörungstheorien ja, dass damals in den USA andere, wesentlich gefährlichere Rauschmittel zwar auch verboten wurden, aber Marihuana in der Propaganda in der Regel als der große Sündenbock herhalten musste...
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Karaokefreak
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Beitrag von Karaokefreak »

jup, genau. Man denke zum Beispiel an die ganzen "reefer"- filme, in denen der angeblich siebenstufige Entwicklungsprozess vom leichten kichern bis zum Wahnsinn beschrieben wurde. Unkontrollierbare Wollust und nicht nachvollziehbare Aggression wurden als Symptome beschrieben.. Diese Filme sind heute echte lacher! Laufen manhmal zur belustigung auf parties, auf denen ganz viel gdampft wird :D
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Enlil
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Beitrag von Enlil »

Absolut bemerkenswert: Portugal bestraft seit 2001 den Besitz von Drogen fuer den privaten Verbrauch nicht mehr und ist damit wohl sehr erfolgreich. "Drogen" meint hier auch harte Drogen, wie Heroin oder Kokain.
Komisch, dass ich davon in den Mainstreammediedn absolut gar nix mitbkommen habe (muss jedoch zugeben ausser Tagesschau eigentlich keine Mainstreammedien zu konsumieren).

http://www.salon.com/opinion/greenwald/ ... index.html

Was man daraus lernen kann, sollte auf der Hand liegen!
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asi
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Beitrag von asi »

ich hab da nicht ganz rauslesen können was denn nun der große Erfolg war?
Statistisch weniger Verbrechen im Zusammenhang mit Drogen weil Besitz nicht mehr als Verbrechen gilt? ;)
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boo
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Beitrag von boo »

Der Artikel sagt natürlich nur DASS es funktioniert. Wenn du wissen willst, wie und in welcher Art und Weise, sollst du dir seine Präsentation anschauen bzw. in paar Jahren sein Buch kaufen.

Davon abgesehen reicht das schon völlig, um es "rein empirisch" als Erfolg zu verbuchen: "As a consensus in that country now recognizes, decriminalization is what enabled them to manage drug-related problems far more effectively than ever before, and the nightmare scenarios warned of by decriminalization opponents have, quite plainly, never materialized."

"Rein unempirisch" reicht schon die zweite Hälfte in Zusammenhang mit den unmengen an gespartem Geld.
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asi
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Beitrag von asi »

boo hat geschrieben:Der Artikel sagt natürlich nur DASS es funktioniert.
WAS genau soll denn funktioniert haben?
Das sich die Behörden weniger um kleine Drogendelikte scheren?
Ja das glaub ich gern, dass die das hinkriegen.
Großartiger Erfolg.
Dann haben die ja jetzt mehr Zeit um echte Verbrecher zu jagen... Videogamer oder so :wink:

"Rein unempirisch" reicht schon die zweite Hälfte in Zusammenhang mit den unmengen an gespartem Geld.
Wo geht das gesparte Geld hin?
Ich würd mal behaupten da zahlen die Leute nicht auf einmal weniger Steuern...
Also ich persönlich bin nur selten allzu euphorisch darüber, wenn die Regierung mal wieder an den falschen Enden spart und ich von dem Ersprarnis kein bisschen abkriege
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Enlil
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Beitrag von Enlil »

Ich weiss nicht mehr, ob das in dem Artikel war oder in nem odcast wo das erwaehnt wurde. Aber angeblich wurden Teile des gesparten Geldes fuer Suchtbehandlung ausgegeben, was ich fuer wesentlich sinnvoller halte.

Ob hier am "falschen Ende" gespart wird, laesst sich zudem drueber streiten. Offensichtlich hat Portugal keine Junkyflut erfahren und es wurde an Freiheit gewonnen. Allein Letzteres kann schon als wuenschenswert angesehen werden. Wenn man dabei noch Geld sparen kann, weiss ich nicht, was dagegen sprechen soll.
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asi
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Beitrag von asi »

Enlil hat geschrieben:Ich weiss nicht mehr, ob das in dem Artikel war oder in nem odcast wo das erwaehnt wurde. Aber angeblich wurden Teile des gesparten Geldes fuer Suchtbehandlung ausgegeben, was ich fuer wesentlich sinnvoller halte.
Ich halte es für sinnvoll Suchtprävention zu betreiben.


Offensichtlich hat Portugal keine Junkyflut erfahren und es wurde an Freiheit gewonnen. Allein Letzteres kann schon als wuenschenswert angesehen werden.
Das es keine offensichtliche Junkieflut gegeben hat wird wahrscheinlich daran liegen, dass Drogen trotz Gesetzänderung teuer sind.
Wenn nicht umfangreichere Kontrollen gemacht wurden als vorher (und bei der Gesetzlage denke ich, dass eher das Gegenteil der Fall war) wirst du eine Zunahme von Drogenkonsum nicht ohne weiteres messen können denke ich.
Was die "Freiheit" angeht so muss ich in diesem Fall widersprechen - auch wenn ich in vielen Bereichen der Meinung bin, dass sich der Staat viel weniger einmischen sollte, so sind Drogen ein Thema wo ich ein Staatliches einmischen für sinnvoll und nötig halte.
Ob es so richtig ist unterlassene Strafverfolgung als dir zugestandene Freiheit auszulegen ist auch noch n Thema für sich...
ganz zu schweigen davon, dass es sicherlich bessere Freiheiten gäbe, die man Leuten geben sollte.
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