@Enlil
Grundsätzlich stellst Du ja einen schlüssigen Ansatz dar, obwohl ich selbst andere Konzepte bevorzuge., einige Argumente halte ich falsch und möchte hiermit Contra geben.
Das Problem ist nur, dass zwar die Wirtschaft schön globalisiert wird, aber die Politik da immernoch zu viel auf Länderebene geschieht.
Korrigiere mich, aber verstehe ich Dich recht : Delegation von Zuständigkeiten an globale oder zumindest größere Einheiten unter Beibehaltung des demokratischen Systems?
Gegenargumentation :
1. Krankheit der Demokratie : Mehrheitsprinzip = das Schlechte setzt sich durch. Auf globaler Ebene würde, daß ganz einfach bedeuten, daß die ärmere Mehrheit der Bevölkerung die Regeln aufstellen kann => bye, bye Gleichberechtigung der Frau, bye, bye Abendländische Aufklärung, hello patriachialische Familienstrukturen im Privaten wie im Öffentlichen, hello zunehmend konservativer oder sogar reaktionärere Weltbilder. Durchaus wünschenswert, aber ein Prisoners Dilemma (ein potentieller Abweichler reicht zur Unterhölung eventuell vorhandener Schutzwälle) und der stärkste Lobby setzt sich durch.
2. Legitimationsproblem = Warum sollte man Teil einer riesigen Masse sein in der man nichts mehr zu melden hat? Delegation wichtiger Hoheitsrechte und Verfügungsgewalten an den Staat wird doch zum Gutteil dadurch legitimiert bzw. nachträglich legalisiert, daß man als Individuum für den Verzicht auf essentielle Verfügungsgewalten, Mitbestimmungsrechte und Schuztgarantien (Schutz der körperlichen Unversehrtheit, Recht auf Eigentum, Gewissensfreiheit) erhält. Auf globaler Ebene gäbe es keine Mitbestimmung mehr den 6 Milliarden Teilnehmer können nicht so schnell reagieren, ergo werden Partiziepationsrechte eingeschränkt und die Weltbevölkerung ist keine homogene Gruppe (kulturelle, historische Unterschiedlichkeiten). Eine "Weltregierung" hätte keine Legitimation, Legitimationsmängel von Staaten und Institutionen werden gnadenlos ausgebeutet und mit Alternativen ausgefüllt.
3. Zu geringe gemeinsame Schnittmenge an Interessen. Die Tibetaner interessieren sich nicht für die Sorgen von Fischern im Schwarzen Meer und diese wiederum nicht für Anliegen von Rinderzüchtner in Argentinien. Das einzige System, das diese interschidelichen Interessen bedienen könnte, ist die vermaldeite Planwirtschaft, und wir wissen alle, daß die nicht funktioniert (weil ohne Marktpreis keine Wirtschaft am Leben gehalten werden kann und weil Globale Planung, absolute Kontrolle also quasitotalitäre Strukturen [siehe EU Bürokratie] benötigen würde).
Nun wird, dank der Automatisierung, immer weniger menschliche Arbeit verlangt. Natürlich entsteht auch neuer Bedarf an menschlicher Arbeit, aber dieser ist geringer als die durch die Automatisierung eingesparte Arbeit.
Durch die Automatisierung entsteht entlich wieder Zeit für die schönen Dinge, wie Kunst und Philosophie.
Gegenargumentation :
1. Die Technologisierung der Produktionsprozesse kostet netto keine Arbeit, lediglich die Nachfrage nach Arbeit verschiebt sich. Es entsteht sogar neue Arbeit, denn die Technologisierung vereinfacht ja nicht nur die Prozessse, sondern erhöht auch den Output und die Qualität der Produkten (in der Regel nicht immer, siehe Großbäckereinen). Der Verkauf. Sevice und das Marketing gewinnen an Bedeutung dank Automatisierung, geringeren Transportkosten, Standardisierungen von Produktgruppen.
2. Kritischer Punkt ist : wieviel Bildung / Skill benötigt man, um seines Arbeitskraft marktgerecht anbieten zu können. Denn eines muß klar sein, auf dem Arbeitsmarkt geht es genauso zu wie in der Natur (oder generell im Leben, auch wenn manche es immer noch nicht gerafft haben) : Survival of the fittest. Leutchen, die sich zum Stanzer ausbilden lassen, werden nichts zu lachen haben, den für Sales, Service etc. braucht man andere Fähigkeiten und Ausbildungen, Zulange konnte der Pöbel in den wohlhabenden Staat komfortabel die Luft, das Wasser und Gekd verschwenden ohne marktgerechte Gegenleistung.
3. Das Problem sind nicht die Konzerne, denn niemand sollte ihren Eigentümern, den Aktionären, zum Großteil amerikanischen Rentner überlnehmen, da0 diese zusehen, daß sie ihre Rente bekommen. Nie sollte man vergessen, daß hinter dem bösen Wort Kapital Menschen stehen, die ihr Vermögen einsetzen und dementsprechend ein legitimes Anrecht auf Gewinne habe, ergo müssen Firmen und deren Manager die Interessen der Anteilseigner im Auge haben, diese sogar über die der Belegschaft stellen. Alles andere wäre moralisch verwerflich bzw. Diebstahl.
4. Nachdem Bildung und Skills die Kernvorrausetzung für eine Beteiligung am Arbeitsmarkt sind, sind diejenigen die nicht mehr Teilnehmen in diesen Bereichen nicht stark. Deshalb eine etwas provokante Frage, was sollten den BigRTLBild-Proleten mit Kant anfangen können, der sie sowieso zu besseren Putzwasser abqualifiziert (rationa nicht moraliisch natürlich.
Noch allgemein zum Parteienproblem: Eigentlich ist es ja so gedacht gewesen, dass aus dem Volk heraus Parteien entstehen, die die Meinungen des Volkes vertreten, zwischen denen sich dann entschieden wird. Die Parteien sind mitlerweile jedoch so alt, dass der Ursprung der Meinungen schon lange nihct mehr im Volk zu suchen ist. Vielleicht wäre auch hier eine Art "Reset" sinnvoll. Sprich Auflösung aller bisherigen Parteien und Politikverbot für deren führenden Mitglieder, damit sich nicht nochmal das gleiche bildet.
1. Hier sind wir argumentativ am ehesten konform. Allerdings konterkarierst Du mit Deinem Plädoyer für supranationale Lösungen, Deinen Ansatz. Warum sollte man denn politisch aktive agieren, wenn es keine Witbestimmung gibt? Warum und wofür sollte sich ein Arzt oder ein Eisenbahner aus Hausham sich politisch einsetzen, wenn Politk in separaten Zimmern gemacht werden.
2. Eine Zwangsauflösung ist moralisch kaum zu begrrüden, einmal abgesehen davon, da0 diese Methode, nicht notwendigerweise zu besseren Potential führt.
3. Ich rate jedem in eine Partei mit vier oder fünf Kumpels einzutreten, vorher die Statuten verinnerlichen und schon ist der Ortverband gekapert und man kann selber Politik machen. Anstatt nur auf Besserung zu warten. Selbst ist der Mann , selbst isz die Frau.
4. Der Kapitalismus fährt nicht gegen die Wand, denn er hängt im Gegensatz zu denenigen Arbeitnehmern nicht ab von einzelnen Reglen und erzeut sogar Mehr Produkte,