Die Form von "Du" auf "man" unzuschreibend ist mir allerdings zu umständlich.
Da dieses Post nicht zu meinem Grafikkartenproblem passt, und es das Thema unübersichtlich macht, hab´ ich es wieder rausgenommen.
Weil ich das Ganze aber schon geschrieben habe, es ein interessantes Thema ist und ich es euch nicht vorenthalten möchte, poste ich es als eigenes Thema.
Ich hoffe dass ich mit GreenAcid keine Probleme bekomme, weil das erstens kein Overclocking-Forum oder ebensolche Hommage ist, und der Post riesig lang ist. Mit einem Forum hat das eigentlich nichts mehr zu tun. Vielleicht aber läuft sein Celeron-II nächste Woche schon auf über 1GHz.

Ich habe mir sehr viel Mühe gemacht und die Anleitung und Hinweise mehrmals überarbeitet und die Einleitung hinzugefügt. Ich denke, ich habe alles, was wichtig und hilfreich ist, erwähnt. Alle möglichen Probleme, Vorkommnisse und Tricks wären aber zu lang.
Jedenfalls werde ich alle mir gemeldeten Fehler korrigieren.
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Um Fragen, Meinungen, Lob und Tadel wird ausdrücklich gebeten.
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Auch über Berichte von Erfolgen wär´ ich begeistert!
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Falls auch wer über Besonderheiten wie Peeltier-Elemente bescheid wissen möchte: posten
Das wird dann allerdings um etliches teurer.
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EINLEITUNG:
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Pentium-II lassen sich kaum übertakten, weil ihr L2-Cache auf externen billigen Chips liegt. Ein 266er läuft nicht viel höher als 300.
K6-2/III Modelle sind bereits ab Werk übertaktet. Auch hier ist die Ausbeute gering, und ersetzt keinesfalls einen Systemwechsel.
Celeron, Celeron-II, Sockel Pentium-III, Duron und Thunderbird CPUs lassen sich aber sehr gut übertakten. Ein Grund ist, dass sie einen internen L2-Cache haben. Auch ist z.B. der Celeron 366 gleich gefertigt wie der 533er. Nur der Multiplikator ist 5,5 oder 8.
Die Durons oder Thunderbirds machen am wenigst Probleme, da man sie über den Multiplikator übertakten kann. Bei einem Athlon braucht man eine kleine Zusatz-Steckkarte mit DIP-Switches drauf. Der Kühlblock muss aber anders aussehen, wie unten beschrieben. Er muss viel Länger sein.
Die Speed-Kings sind eindeutig die Kupfer-Thunderbirds aus Dresden. Die schaffen mit Luftkühlung schon bis zu 1,1GHz. Der Duron knapp dahinter mit 900-950. Auch der Celeron-II von GreenAcid läuft mit Luftkühlung auf 950! Da bereits eine Hand voll C2 mit Peeltier-Elementen auf 1,2GHz gekommen sind, ist das sicher auch für den Duron möglich. Allerdings ist das sehr, sehr selten.
Über weitere Grundlagen zum Übertakten postet was ihr wissen wollt.
Vorteile:
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Generell ist eine Wasserkühlung viel effektiver als sogar ein so toller Lüfter wie z.B. der Alpha PAL6035 mit Sanyo Denki-Lüfter. Übrigens einer der besten Sockel-Lüfter der Welt!
Auch im Inneren des Gehäuses ist es immer schön kühl.
Die Wasserkühlung kann beinahe beliebig viel Wärme abführen. Bei 200W sehe ich kein Problem.
Das Wasser erwärmt sich erst auf 5-10°C über der Raumtemperatur da es ja auch nur von der Luft gekühlt wird. Wenn diese Differenz aber erst einmal vorhanden ist, steigt die Kühlleistung stark progressiv. Sie kann auch nachträglich mit Peeltier-Elementen nachgerüstet werden, die immerhin 100W (Qmax=68W) an Hitze abgeben. Die Leistung des Prozessors ist hier noch nicht mitgerechnet.
Die konventionellen Lüfter sind da hoffnungslos überlastet.
Zum Vergleich:
Alpha+SD mit Celeron 533 (28W): 35°C Gehäusetemp. 26°C(belüftet), ~20°C Raumtemp.
mein Celeron 433@650 (50-60W!): 36°C Wassertemperatur 26°C, 21°C Raumtemperatur
Quelle Alpha: PC-PROFESSIONEL 10/2000; meine CPU ist sogar mit den Werten nach einer Stunde QuakeIII angegeben. Sonst 34°C.
Irgendwie ist es auch ganz witzig einen wassergekühlten Computer zu haben.
Es ist auch wirklich toll, wenn man sich einen Duron-600 um 180DM kauft, um maximal 200DM eine Wasserkühlung baut, und ihn dann mit 1050MHz oder sogar 1,1GHz zu betreiben. Ein Thunderbird 1000 kostet weit über 1.000DM, und ist höchstens in ein paar ganz speziellen Fällen aber wirklich unmerkbar schneller.
Wer ein paar Sachen wie z.B. etwas Vergleichbares wie Karosserie-Dichtmasse zu Hause hat, auf den Kühl-Block verzichtet, bei der Pumpe spart und vielleicht auch noch einen Schrotthändler kennt, kann den Preis vielleicht sogar auf 50DM senken. Ein Alpha PAl635 mit Sanyo Denki Lüfter kostet aber etwa 100DM. Da man ihn aus Japan oder Amerika bestellen muss können es auch 130DM sein!
Mir hat die Anlage leider 170DM gekostet! Es können auch leicht über 200 werden (kugelgelagerte Qualitäts-Lüfter, Wassertemperatur-Anzeige, den Kühlblock aus Bequemlichkeit gleich aus Amerika bestellen oder die erstbeste Pumpe nehmen auch wenn sie 75DM kostet,... )
Wenn man jetzt auch noch an Peeltier-Elemente und das dazugehörende Netzgerät denkt, ist man schon wieder 200DM los.
Auf jeden Fall kann man die Wasserkühlung immer weiterverwenden. Den Kühlblock muss man vielleicht für einen neuen Prozessor umfräsen, oder vielleicht in fünf Jahren wegen einer neuen Motherboard-Norm das neue Gehäuse wieder zersägen, aber an den anderen Teilen braucht man nichts mehr Ändern.
Wer meint, dass man auch einen Lüfter zum Preis des Kühlkörpers kaufen kann, muss ich recht geben. Aber es wird nicht nur Wasserkühlung modern, und damit auch die Preise günstiger, es lohnt sich aus der Sicht der Speed-Süchtigen auf jeden Fall!
Ein Duron 600 kostet 180DM. 8.3% mehr bietet der 650; Differenz 50DM
Ein 650er kostet 230DM. 7.7% zum 700; Differenz 60DM
7.1% auf 750; um +110DM
Es wird immer weniger respektive mehr! Zwischen einem Thunderbird 950 und 1000 liegen dann 380DM. Und das für 5% Leistung!! Wie viel kostet noch einmal ein Duron 600+H2O-Kühlung. Von einem 1,1GHz Modell um 1.900DM brauche ich gar nicht erst zu reden. Um das Geld mache ich einen fast vollständigen Systemwechsel.
Quelle der Preise: www.it-media.de oder www.avitos.com
Nachteile:
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Übertakten birgt ein kleines Risiko. Aber meiner Erfahrung ist das letzte was einen passieren kann, dass etwas abbraucht. Das passiert nur wenn man wirklich übertreibt. (Etwa 3V in eine 2V-CPU jagen)
Verlorene Daten auf der Festplatte, wegen eines zu hohen PCI-Takts, oder nervige Systemabstürze, weil Windows durch die naturgegebenen Abstürze beim Austesten der höchsten Taktrate einen Knacks gekriegt hat, kommen schon häufiger vor.
Es sind vier wasserführende Teile im Computer. Zwei davon auch noch selbstgebastelt. Hinzu kommen auch noch die Schläuche, wo wahrscheinlich mancher aus Kostengründen oder Schlamperei die Schlauchbinder weglässt.
Manche CPUs lassen sich einfach nicht richtig übertakten. Wer jetzt glaubt 533x1.5=800MHz liegt weit daneben! Es kommt schon vor, dass ein 533er Celeron nur auf 600MHz laufen will. Den Unterschied wird man ohne Benchmark wohl nicht bemerken. Wenn dann zusätzlich eine Festplatte, das CD-ROM oder irgendeine PCI-Steckkarte meutert, weil zwangsläufig der PCI-Bus mitübertaktet wird, und man zwischen 66 und 75MHz FSB keine Zwischenstufe hat, ist alles umsonst gewesen. Aber nicht gratis!
Mein Celeron 433 ist bereits mit Intel-Lüfter (echt mies die Dinger!) auf 591,5MHz gelaufen. Und das bei über 50°C. Das entspricht nur 10% Leistungssteigerung. Allerdings läuft mein PCI-Bus jetzt auf 1/3, und ich brauch´ dadurch mein CD-ROM nicht abzuhängen. Auch alte 66MHz-Rams können einem einen Strich durch die Rechnung machen.
Vielen Leuten sind diese 10% aber sehr wichtig. Hat man außerdem nur 66 und 83MHz auf seinem Motherboard zur Verfügung, und der 466er will nicht auf 583MHz laufen, hat man sehr gute Chancen. Mit einem sehr starken Peeltier-Element, könnte man vielleicht sogar 100MHz (700 CPU-MHz) erreichen.
Mein 433er lief mit Eiswürfeln im Ausgleichsbehälter (4°C Wassertemperatur) auf 689MHz. Die 16°C CPU-Temperatur ließen sich mit einem 120W Element sogar noch unterbieten. 700MHz wären also vielleicht möglich. Das kann einen Systemwechsel wirklich um 6 Monate hinauszögern!
Drei 100mm Ventilatoren und eine Wasserpumpe sind oft sehr laut. Ich habe mir das Gehäuse mit Schaumgummi (beim Motherboard dabei) ausgelegt. Mit der Pumpe auf 5V hört man sie nicht mehr. Auch die Ventilatoren machen keine Pfeifgeräusche oder so, aber sie blasen die Luft so stark durch die vereckten Kühlrippen des Kühlers, dass es doch fünf mal so laut ist wie der Lüfter des Netzgerätes.
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BAUANLEITUNG:
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Man nehme: (wie ein Kochrezept)

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einen Plastikbehälter mit Deckel (als Ausgleichsbehälter)
einen Heizungsradiator oder evtl. Ölkühler eines Autos (vom Schrottplatz)
zwei bis vier 100x100mm Lüfter
eine Wasserpumpe
einen Kühlblock bei Bedarf auch einen zweiten für den Grafik-Chip
etwa einen Meter Schlauch
Karosserie-Dichtmasse
5 bis 6 Schlauchbinder
einen Festplatten-Stecker
Wer will kann sich auch ein Außenthermometer fürs Auto kaufen, und den Wärmesensor in den Ausgleichsbehälter hängen.
als Werkzeug:
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Tapetenmesser
1 bis 2 Kreuzschraubenzieher
Lackstift
Lötkolben
Stichsäge mit Metallsägeblatt
Blechbiegewerkzeug
eine Pistole wie man sie für Silicon verwendet; Mit einem Holz-Stab bekommt man die Dichtmasse fast nicht aus dem Rohr in dem es verkauft wird.
evtl. Bohrmaschine
UND DANN:
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Mit dem Tapetenmesser schneidest Du Löcher für Zu- und Ab-Fluss in den Deckel des Ausgleichbehälters. Bei einer Tauchpumpe auch für die Spannungsversorgung. Sie sollten etwas kleiner sein als die Sachen, die Du durchsteckst, sonst musst Du sie nämlich abdichten.
Dann nimmst Du den Deckel des Computer-Gehäuses ab, und legst die Lüfter auf den Boden des Gehäuses.
Die Lüfter sollten sich jetzt nicht mit den Steckkarten und dem Ausgleichsbehälter ins Gehege kommen, und unter dem Gehäuse muss auch der Kühler hinpassen. Also nicht etwa vorne oder hinten überstehen lassen. Dann zeichnest Du die Lage der Lüfter mit Filz-, besser Lack-Stift nach.
Als nächstes baust Du alles aus dem Gehäuse aus: Steckkarten, Motherboard, Festplatten, CD-ROM, Netzgerät, Frontplatte abnehmen, alle Lämpchen, Taster und Schalter.
Jetzt das Schwerste:
In dem angezeichneten Rechteck machst Du der Länge nach in der Mitte einen Strich. Dann schneidest Du entlang der kurzen Linien des Rechtecks und dann entlang der Mittellinie mit der Stichsäge jeweils einen Schlitz. Das Ganze sollte etwa so aussehen:
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Mit der Trennscheibe darfst Du sie nur schneiden, wenn Du sehr erfahren bist. Im Blech verfängt sich das Ding sehr schnell, und das Gehäuse will sich dann mitdrehen. ==> Das Ding wird Dir schneller aus der Hand gerissen als Du es bemerkst!
Die beiden Blechlaschen biegst Du nach außen. Und zwar soweit, dass sie die Breite des Kühlers annehmen. Die Lüfter dürfen aber nicht durchfallen. Also gut überlegen vor´m Schneiden.
Aussehen soll es etwa so:
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/
Das Ganze wird vermutlich fast symmetrisch aussehen, aber der Broser stellt es nicht richtig dar.
Das Biegen ist wirklich eine schwere Sache. Falls Du noch nie Blech gebogen hast, frag jemanden der mit so etwas arbeitet. Er kann Dir auch die Schlitze schneiden und die Löcher bohren.
Der Kühler wird dann mit Karosserie-Dichtmasse angeklebt. Vorher solltest Du noch die Löcher für die Anschluss-Schläuche oder Anschlüsse schneiden oder besser bohren.
Schon bevor Du die Position der Lüfter anzeichnest, solltest Du feststellen, ob nicht auch vielleicht die Anschlüsse irgendwo in Weg sind. Auch diese Löcher solltest Du abdichten.
Vorne und hinten am Kühler ist jetzt noch ein Loch zwischen ihm und dem Gehäuse. Es darf die Luft der Ventilatoren aber nirgends entweichen. Einfach zwei Stück Pappe zurechtschneiden und ankleben. Auch der Kühler selbst wird vermutlich seitlich nicht dicht sein. Einfach ein paar mal mit Tesa oder Isolierband drüber, oder auch mit der Dichtmasse verstreichen.
Das ganze lässt Du auf dem Kopf stehend trocknen. Wenn es trocken ist kann man es mit bloßen Händen nicht mehr abreißen. Eher verbiegt sich das Gehäuse! Wenn Du dich verklebt, verschnitten oder verbohrt hast, nimm das Tapetenmesser. Falls auch das zu schwach ist (kann bei einer harten Dichtmasse schon vorkommen) in den Backofen damit; Schön aufheizen! Dann wird es weicher, und lässt sich mit Handschuhen schneiden. Das Zeug bekommst Du auch von den Fingern eine Woche nicht ab.
Als nächstes werden die Lüfter eingeklebt. Einfach rund ums Loch eine "Raupe" aus Dichtmasse legen. Damit es auch zwischen den Lüftern dicht ist, auch auf einer Kante der Unterseite Dichtmasse auflegen. Zusammenschieben, fertig.
Sie müssen nach außen blasen. Achte darauf, dass Du sie alle richtig herum einsetzt. Sie lassen sich nämlich nicht verkehrt polen. Dann stehen sie einfach.
Noch ein paar "Beine" oder Rollen am Boden montiert, damit die Luft auch entweichen kann.
Vor der End-Montage lötest Du noch alle Plus- und Minus-Leitungen der Lüfter zusammen. Ich glaube, die gibt´s (fast) nur in 12V Ausführung. Also gehören die Plus-Drähte an den gelben Draht der Festplattenanschlüsse und die Minus-Drähte an den schwarzen gleich daneben angeschlossen. Auch die Pumpe habe ich und alle anderen im Internet auf das PC-Netzgerät geschlossen. Wo man so einen Stecker zu kaufen kriegt, weiß ich nicht. Am einfachsten ist es wohl, ein Y-Kabel zu schlachten. Es gab zu Pentium-I Zeiten ca. 10cm kurze "Verlängerung", wo zwei dünne Drähte für den Lüfter abgezweigt waren. So eins habe ich geschlachtet. Einfach die Drähte reinzuschieben ist ganz und gar nicht gut! Da können zwei Litzen einen Kurzschluss machen, oder ein Kabel rausfallen. Vielleicht merkst Du das gar nicht, weil der Computer gerade alleine läuft.
Löte sie an und isoliere sie! Sie hüpfen beim Löten nicht auseinander wenn Du sie vorher miteinander verdrillst. Vorsicht, sie werden sehr heiß.
ERST alles wieder zusammenbauen und DANN die Schläuche ablängen. Mit den Schlauchbindern befestigen, dass kein Wasser austreten kann.
Silicon-Schläuche kannst man mit dem Feuerzeug erhitzen und sie dann mit zwei Schraubenziehern auf den großen Durchmesser des Kühlers dehnen. Bevor Du sie aber verbaust, kontrolliere ob sie einen Riss oder ein Loch bekommen haben.
Außerdem achte, dass sich kein Kabel in den Lüftern fangen kann. Zurr Sie mit etwas Spagat irgendwo fest.
Der Bügel der den originalen CPU-Lüfter festhält, passt bei dem Kühlblock nicht. Man kann ihn mit einem Draht verlängern. Die Wärme-Leitpaste nicht vergessen.
Falls der Lüfter nicht mehr von der CPU runtergeht (vor allem die boxed-CPUs sind fast angeklebt!), ebenfalls: mit 70° Heißluft in den Backofen; warten bis das Lämpchen am Ofen ausgeht; Mit einem Flach-Schraubenzieher soweit wie möglich zwischen Kühler und CPU hineinfahren; ein ganz leichter Dreh und der Kühlkörper fällt herunter. Auch 70°C sind heiß.
Den Ausgleichsbehälter anfüllen. Pumpe einschalten. Wenn die Schläuche gefüllt sind nachfüllen.
Die Luft muss sich komprimieren können, wenn sich durch die Temperatur das Wasser ausdehnt. Darum 3-4cm freilassen.
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ZU DEN BAUTEILEN:
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Den Plastikbehälter klaut man sich aus der Küche (trotzdem fragen!). Die von Tupperware sind in Ordnung aber teuer. Es sollte jedenfalls der Deckel dicht sein, und er sollte am Boden des Gehäuses Platz finden, auch wenn es geschlossen ist. Falls Du eine Tauchpumpe verwendest, sollte sie darin Platz haben. Ein Liter Fassungsvermögen reicht schon aus.
Am besten kaufst Du so viele Lüfter wie dein Kühler lang ist. Besser sie sind etwas länger, da sich der Kühler dann leichter abdichten lässt.
z.B.: 25cm durch 10 = 2,5 ==> 3 Lüfter
evtl. noch einen für die Gehäuseruckseite
Mit Glück bekommt man einen Lüfter um 10DM. Trotzdem die Daten wie Drehzahl, Durchsatz oder Maximal-Druck vergleichen. 3.000 U/min sind auf jeden Fall genug.
Siliconschläuche haben den Vorteil, dass sie durchsichtig sind und man dadurch sieht, ob sie mit Wasser gefüllt sind. Außerdem kann man sie dehnen, wenn man sie erhitzt.
Ich habe Schläuche mit 10mm Innen-Durchmesser gewählt.
Die Karosserie-Dichtmasse bekommt man vom Autozubehör-Laden. Sie hält viel besser als Silicon, und ist auch billiger. In Österreich ist die Marke SIKAFLEX das Beste was man zu kaufen kriegt. Die hält fast so gut wie geschweißt. Kein Scherz!
Ein Rohr voll kostet unter 20DM.
Der Kühlkörper:
Die gibt´s sicher irgendwo zu bestellen. Ich kenn´ z.B. www.overclockers.at . Die kommen mir aber sehr teuer vor. Die kosten nämlich 60DM. Auf www.overclockershideout.com kosten sie nur 19$. Allerdings ohne Steuer, Zoll und Fracht.
Ich habe mir sie an einem ehemaligen Arbeitsplatz für ein paar Bier und gute Worte fräsen lassen.
Man braucht dazu einen kleinen Kupferblock von 60x45-50x15mm und ein 60x45-50x3-4mm Kupferblech. Noch zwei kleine Rohre, die in etwa mit dem Schlauch-Innendurchmesser zusammenpassen. Sie werden der Schlauch-Anschluss.
Mit einem 10mm-Fräser wird in mehreren Arbeitsgängen ein "Labyrinth" herausgefräst, bis etwa 4mm Kupfer am Boden übrigbleibt. Zweimal hin, zweimal zurück, mit je 4mm vom Rand und zwischen den "Gängen". Der Fräser muss "eingestochen" werden. Wenn man die Anschlüsse nämlich an der Seite macht, wird es Probleme bei der Montage geben.
Dann wird der Deckel mit Silber-Lot aufgelötet. Da der Kühlkörper auch zwischen den Gängen dicht sein soll, schneidet man das Blech mit einer Hebelschere auf vier Teile. Wenn Du es selbst machen musst, beachte, dass die Rand-Bleche breiter sind.
In den Deckel werden an den Enden der Gänge die Löcher für den Anschluss gebohrt. Die Anschlüsse (die kleinen Rohre) schraubt man am besten, da durch erneutes Löten die Deckel wieder abfallen können. Die Anschlüsse mit Gewinde gibt es auch zu kaufen, dann brauchst Du die Rohre nicht, und Du brauchst nur in den Deckel ein Rohrgewinde zu schneiden. Falls Du sie doch selber machen willst/musst, ein Feingewinde geht auch.
Beachte, dass die Spange, die den Block an die CPU drückt, in der Mitte durchläuft.
Von der Seite die auf den Prozessor kommt, muss noch der Zunder vom Löten abgeschliffen werden. Sie soll so eben wie möglich sein. Am besten noch einmal drüberfräsen und polieren. Eine Nut oder irgendetwas anderes brauchst Du auch noch, damit der Block bei hochgestelltem Board nicht herausrutscht. Miss
die Breite des Bügels, bevor du fräsen gehst!
Spartipp:
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Es funktioniert nur bei Prozessoren die einen Kupferdeckel haben, wie Celeron-I oder K6-2/III.
Einfacher und billiger ist es, ein Stanitzel (in Deutschland heißt das vermutlich spitze Tüte) aus dünnem Blech zu machen und es mit einem Metall-Kleber direkt auf den Kupferdeckel (ist verzinnt, darum ist er silber) zu kleben. Anschlüsse, fertig. Das Kühlwasser wäre an der idealen Stelle. Mit Peeltier-Elementen aufrüsten ist dann aber nicht mehr. Auch musst Du unbedingt auf den richtigen Kleber und große Klebflächen achten. Falls das Ding bricht hast Du das Wasser im Gehäuse.
Zum Thema Wasser steht unter Grundlagen noch mehr.
Was den Kühler betrifft:
Nimm einfach den billigsten. Er sollte aber die Anschlüsse in günstiger Lage haben. Ölkühler haben leider sehr wenig Kühlrippen. Dem Schrotthändler ist allerdings egal, wofür Du ihn brauchst. Einer von einem alten Baujahr ist am billigsten. Der Preis sollte aber nicht über 50DM liegen sonst bist Du angeschmiert. Mit etwas Glück oder noch besser Bekanten, ist so ein Ding um 10DM zu bekommen. Wenn das Teil aber von einem nagelneuen Auto ist, (z.B. Mercedes S) wird der Preis viel, viel höher sein.
Auch sind Kühler eines alten Autos dreckig. Die Kühlrippen sollten mit Pressluft ausgeblasen werden. Innen ist er zusätzlich voller Rost des Motorblocks. Das ist schlecht für die Pumpe. ==> Mehrmals gut durchspülen!
Die Pumpe:
Bei der Pumpe kaufst Du Dir am besten ein 12V-Modell. Wenn sie Dir zu laut ist, hängst Du sie probeweise auf 5V. Die CPU-Temperatur kann man normalerweise im BIOS ablesen.
Kreiselpumpen sind qualitativ besser als Membranpumpen und halten auch viel länger.
Sie sollte jedenfalls mindestens 150l/h fördern. Etwas Reserve ist aber nicht schlecht. Meine würde auf 12V stolze 1450l/h leisten. Sie hängt aber natürlich auf 5V. Ich vermute, dass sie so 250-600l/h schafft.
Viele Pumpen sind nicht selbstsaugend. Dann muss man erst den Schlauch füllen.
Am besten ist eine Tauchpumpe. Die stellt man einfach in den Ausgleichsbehälter. Man braucht auch einen Schlauchbinder weniger. Sie sind natürlich auch vollkommen wasserdicht.
Bei Conrad gibt es eine wassergekühlte Tauchpumpe die 700l/h fördert um 25DM. (Ist unter Haushalt-Garten)
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GRUNDLAGEN:
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Grundlagen zum Übertakten:
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Als erstes: Intel CPUs kann man nur über den "Front Side Bus" (FSB oder auch System-Takt) übertakten. Der Teiler ist fest eingebaut. Auch wenn man ihn im BIOS oder über Jumper ändert, wird das von der CPU ignoriert.
Das Motherboard musst Du auch auf Übertaktungs-Fähigkeit testen. Kann es mit möglichst vielen FSB-Frequenzen betrieben werden? Falls (wie bei mir) Windows beim Hochfahren Probleme macht, sollte man den FSB etwas heruntersetzen. Ich boote mit 97. Nach dem Booten schalte ich mit SoftFSB auf 100 und er läuft stabil. Das Programm kannst Du unter www.h-oda.com runterladen. Es funktioniert aber nur wenn Du den FSB im BIOS einstellen kannst und nicht jumpern musst.
Außerdem: Intel-CPUs melden dem Board wenn Sie zu schnell betrieben werden. Dann verhindert das BIOS den Boot-Vorgang. Falls Du den Prozessor schon einmal über der Standard-Frequenz betrieben hast ist das kein Problem. Manche Boards beachten das nämlich nicht.
Beim BP6 gibt es im BIOS: Speed Error Hold - DISABLE.
Für optimale Ausbeute musst Du auch die Core-Spannung erhöhen. Mit Wasserkühlung müsste ein 2V Modell 2,5V verkraften. Mit dem Abit BP6 sind allerdings nur 2,3V möglich. Dann würde er wahrscheinlich auch mit 650 booten. Während er 2,3V noch tadellos verkraftet, sind allerdings 2,5V für die Lebensdauer nicht mehr das Beste.
Prozessoren die mit 1,5-1,75V angegeben sind verkraften etwa 1,8-1,85V ganz gut. Die Intel-Modelle auch etwas mehr.
Meine Prozessoren laufen auch nicht beide auf 650MHz. Der der´s schafft, hat den Code SL3BS. Der andere nennt sich SL32 und irgendein Buchstabe (hab ich verborgt, kann nicht nachsehen). Wie schnell er mit Wasserkühlung läuft, weiß ich (noch) nicht, aber der Bessere lief mit originalem Intel-Kühler auf beachtliche 590MHz. Der andere auf etwa 550, aber nicht 100% stabil.
Der Code steht übrigens auf der Unterseite oder irgendwo anders.
Verschiedenes:
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Wasser ist extrem gefährlich für sämtliche Platinen. Sogar destilliertes Wasser löst die Leiterbahnen auf.
Wenn Du deine Kühlung mit Eiswasser testen möchtest: Bei mir war jeder Schlauch und auch der Kühlkörper voller Kondenswasser!
Wenn irgendwo etwas "weggefressen" sein sollte, kann man die Leiterbahnen (wenn man weiß wo sie waren) mit einem professionellen Silber-Leit-Stift, wie er auch zum Entsperren von Durons/Thunderbirds anstelle eines Bleistifts verwendet wird, restaurieren. Eigentlich gehört er ja dazu.
Ich musste meine Grafikkarte nachlöten, weil ein Block undicht war. Also, größte Vorsicht.
Auch ein Fön zum Trocknen liefert sehr heiße Luft, der die schwarzen Plastikchips in Gefahr bringt. Darum am besten bei 70°C mit Heißluft eine Zeitlang in den Backofen. Silizium-Transistoren verkraften 120°C, wenn sie nicht betrieben werden.
Auch sind die 220V des Netzteils sehr gefährlich. Bau keinen Anschluss und was sonst undicht werden könnte oberhalb des Netzteils!! Auch die Pumpe kann überall hinspritzen! Die persönliche Gefahr ist noch nicht einmal so schlimm, da das Gehäuse geerdet ist, und der FI-Schutzschalter sofort abschaltet. Aber es hält kein Board 220V aus und das Netzgerät geht auch fast immer flöten.
Trotzdem das Gehäuse immer geschlossen betreiben.
Lass den Deckel des Gehäuses geschlossen, sonst saugen die Lüfter die warme Luft wieder an. Ich habe fast 5°C Unterschied festgestellt.
Es ist übrigens effektiver, wenn die Lüfter nach AUSSEN blasen. Sonst hast Du nämlich die heiße Luft vom Kühler im Gehäuse, die den Prozessor erst recht aufheizen. Umgekehrt allerdings, kann sich die Luft im Gehäuse kaum erwärmen. Du hast also auch im Inneren des Gehäuses immer kühle Luft.
Wenn Du mir nicht glaubst, bau noch zusätzlich an der Gehäuserückseite innen einen Ventilator ein. Das währe dann perfekt. Wenn dein Gehäuse keinen dafür vorgesehenen Platz hat, musst Du ein Loch ausschneiden, und ein kleines Gitter montieren. Die Gitter gibt es wo es Lüfter gibt. An der Gehäuseoberseite funktioniert es noch besser, wirkt allerdings gebastelt. Auch das Herausnehmen von einer Abdeckung für einen 5 1/4"- oder 3 1/2"- Schacht kann nicht schaden. Allerdings nicht beides gleichzeitig.
[Dieser Beitrag wurde von diehard am 20. September 2000 editiert.]





