Gerade habe ich eine Rezension zu Trine geschrieben, und habe mich gerade erinnert dass es ja hier schon einen Thread gibt.
Hier also auch für euch nochmal meine Meinung.
Dieses Wochenende habe ich das mir bis gestern vollkommen unbekannte PC-Spiel Trine durchgespielt, es hat mir so gut gefallen, dass ich dafür einen eigenen Thread erstelle.
Bei Trine handelt es sich um ein sidescrollendes Plattformgame mit einer sehr beeindruckenden 3D- und Physikengine.
Man spielt dabei wie im bekannten Lost Vikings drei Spielfiguren in einem Mittelalter-Setting, zwischen denen jederzeit auf Knopfdruck gewechselt werden kann und muss. Jede der drei Spielfiguren verfügt dabei über eigene besondere Fähigkeiten, die bei der Problemlösung eine wichtige Rolle spielen.
Der Zauberer beherrscht beispielsweise Telekinese und die Fähigkeit, Gegenstände wie Kisten oder Plattformen aus dem Nichts zu erschaffen, dafür fehlt ihm die Fähigkeit sich im Nahkampf zu verteidigen. Außer natürlich indem er eine Kiste auf Gegner fallen lässt oder Ähnliches.
Der Ritter ist der Nahkämpfer der Truppe, er verfügt zu Beginn des Spiels über ein Schwert und über ein Schild, später verfügt man auch über einen sehr durchschlagskräftigen Hammer. Der Ritter ist fähig Gegenstände hochzuheben und zu werfen, jedoch kann er als einziges Mitglied der Truppe nicht schwimmen.
Die Diebin war meine Favoritin, sie verfügt mit dem Bogen über eine effektive Fernkampfattacke, mit der sie sich auch im Nahkampf sehr gut verteidigen kann. Später können die Pfeile mit einem Feuerschaden und einem Explosionsradius versehen werden, was die Diebin meiner Meinung nach zur besten Allrounderin macht. Sie kann wie der Zauberer schwimmen und hat die Fähigkeit wie in Bionic Commando per Greifhaken herumzuschwingen. Diese Fähigkeit erfordert eine Menge Fingerspitzengefühl und Übung, richtig eingesetzt kann man aber vermeintlich unerreichbare Orte erreichen.
Alle Fähigheiten der Spielfiguren können mit Erfahrungspunkten ausgebaut werden, auch gibt es versteckte Gegenstände, die die Fähigkeiten steigern und beliebig zwischen den Figuren getauscht werden dürfen. Die drei Charaktere ergänzen sich dabei perfekt und gerade gegen Ende des Spiels wird man voll gefordert und dazu gezwungen von den Stärken der Figuren vollen Gebrauch zu machen.
Der Hauptfeind sind dabei Hindernisse und andere Puzzles, es gibt jedoch auch viele reguläre Feinde, die es zu bekämpfen gilt. Dazu gehören hauptsächlich Skelette in allen erdenklichen Formen, Fledermäuse und Spinnen. Skelette können mit Schwert, Schild oder einem Bogen bewaffnet sein, manche spucken Feuer und alle können Hindernisse erklimmen und sind in der Lage zu springen. Insgesamt ist das Feindaufgebot eher gering, aber das tut dem Spaß keinen Abbruch.
Verliert eine Spielfigur die gesamte Lebensenergie, segnet sie das Zeitliche und man muss mit den verbleibenden Figuren auskommen, bis man zu einem Wegpunkt kommt, an dem wieder alle Figuren belebt werden. Der Schwierigkeitsgrad ist dabei moderat, ich hatte bis auf die letzten beiden Levels kaum Schwierigkeiten, den letzten Level musste ich dafür etwa zehnmal in Angriff nehmen.
Sobald man das Spiel beendet hat, kann man jede einzelne Stufe einzeln anwählen und es wird einem angezeigt wieviel Geheimnisse und Gegenstände man gefunden beziehungsweise verpasst hat. Der Wiederspielbarkeitswert ist daher vorhanden, was mir sehr gut gefallen hat.
Auf jeden Fall handelt es sich bei Trine um ein liebevoll gestaltetes Plattformspiel der alten Schule, wer Spiele wie Lost Vikings oder Duke Nukem Manhatten Project toll fand dem könnte sicher auch Trine gefallen.
Wertung: 8 / 10 Punkten
Die offizielle Website:
http://trine-thegame.com/site/
Trine auf Wikipedia:
http://en.wikipedia.org/wiki/Trine_%28video_game%29