Obama hat gewonnen
Eigentlich ein Armutszeugnis für die USA, dass viele ein mögliches Attentat befürchten. Die Wahlen ansich, machen auf mich auch immer den Eindruck, dass man die Amis nur solange mit dem Zuquatschen muss was sie hören wollen, und wer dann noch die größte Show abzieht gewinnt. Gut, in Deutschland ist das zwar ähnlich, aber in den USA halt wieder typischerweise eine ganze Ecke ausgeprägter. Was ich auch extrem schwach finde ist, dass jetzt alle so ein großes Trara machen, dass Obama ein (Halb-)Schwarzer ist. Genau dieses "Schaut her, wir haben einen schwarzen Präsidenten, alles ist möglich!" zeigt doch eindeutig, dass man in Sachen Rassenfrage noch lange nicht hinweg ist. Ich verstehe sowieso nicht, wie es heutzutage in der westlichen Welt, die sich ja gerne als so aufgeklärt hinstellt, noch sein kann, dass jemand aufgrund seiner Hautfarbe diskriminiert wird. Über Kulturunterschiede kann man imo noch diskutieren, weil es durchaus Reibungspunkte was Ansichten und Tradition angeht, geben kann, aber wenn z.B. ein Schwarzer und ein Weißer unter den selben Bedingungen, im selben Land und selben Kulturkreis aufgewachsen sind, dann gibt es meiner Meinung nach keinen rationalen Grund, wieso man Beide unterschiedlich behandeln sollte. Aber was soll man schon von einem Land erwarten, wenn es 1961 schon was besonderes war, dass erstmals ein Katholik Präsidenten wurden.
Liegt wohl in ihrer Natur aus allem und jeden eine Show zu machen. 
Btw. dieses "Yes, we can!" ist ja auch im höchsten Maße aufgesetzt und wurde ja auch total begeistert aufgenommen, wenn ich mir die Gesichter der Leute anschaue, die den Ausspruch während der Ansprache von Obama (nachdem bekannt war, dass er der nächste Präsident wird) wie das Amen in der Kirche ständig wiederholten. Macht halt das Bild, vom leicht zu manipulierenden Ami wieder mal komplett, der eher die Show liebt, anstatt logisch über einen Sachverhalt zu reflektieren.
So kommt mir das Ganze zumindest als außenstehender vor, der sich jetzt nicht unbedingt eingehend mit der amerikanischen Politik usw. auseinandergesetzt hat, aber das ist wohl das Bild, das vielen vermittelt wird.... zumindest mir.
Ich denke mal Enlil, unser Reporter vor Ort, wird da sicher in den meisten oder allen Punkten widersprechen, da er bessere Einsicht in die Situation hat. 
Btw. dieses "Yes, we can!" ist ja auch im höchsten Maße aufgesetzt und wurde ja auch total begeistert aufgenommen, wenn ich mir die Gesichter der Leute anschaue, die den Ausspruch während der Ansprache von Obama (nachdem bekannt war, dass er der nächste Präsident wird) wie das Amen in der Kirche ständig wiederholten. Macht halt das Bild, vom leicht zu manipulierenden Ami wieder mal komplett, der eher die Show liebt, anstatt logisch über einen Sachverhalt zu reflektieren.
So kommt mir das Ganze zumindest als außenstehender vor, der sich jetzt nicht unbedingt eingehend mit der amerikanischen Politik usw. auseinandergesetzt hat, aber das ist wohl das Bild, das vielen vermittelt wird.... zumindest mir.
Ich befuerchte ebenfalls ein Attentat. Die religioes, konservative Rechte, vor allem im Sueden ist hier sher stark und fanatisch. Ich war selber noch nie da unten, aber alles was ich hoere ist schockierend. Da wird man als Farbiger oder Schwuler immernoch extrem diskreminiert. Wenn man sich mal die Wahlkarte anschaut wird klar, dass McCain gerade in den Staaten stark war, wo Sklaverei stark verbreitet war und es den KKK gab/gibt. Zudem gab es ja auch schon einen Attentatsvesuch auf Obama! Mit dem Zorn den McCain und vor allem Palin, geschuert haben wird das natuerlich nicht unwahrscheinlicher.NegCon wrote:Eigentlich ein Armutszeugnis für die USA, dass viele ein mögliches Attentat befürchten.
Ich denke, dass das in Deutschland genauso ist und sich genauso viele Waehler (die meisten) davon beeindrucken lassen. Alledings wird das bei uns von den Politikern etwas weniger angezielt und die Medien spilen weniger mit.NegCon wrote:Die Wahlen ansich, machen auf mich auch immer den Eindruck, dass man die Amis nur solange mit dem Zuquatschen muss was sie hören wollen, und wer dann noch die größte Show abzieht gewinnt.
Genau genommen wird immer geagt er sei ein "african american", was ganz falsch ist. Obama hat keinen Sklavereihintergrund und ist von Weissen aufgezogen worde. Er ist wirklich nur ein "Farbiger" und kein "african american". Der Kulturunterschied ist hier also nicht vorhanden.NegCon wrote:Was ich auch extrem schwach finde ist, dass jetzt alle so ein großes Trara machen, dass Obama ein (Halb-)Schwarzer ist.
Wie gesagt, der Sueden.... Die Kueste hir sehr fortschrittlich, die Mitte ziemlich Rueckstaendig und der Sueden ist im Mittelalter.NegCon wrote:Genau dieses "Schaut her, wir haben einen schwarzen Präsidenten, alles ist möglich!" zeigt doch eindeutig, dass man in Sachen Rassenfrage noch lange nicht hinweg ist. Ich verstehe sowieso nicht, wie es heutzutage in der westlichen Welt, die sich ja gerne als so aufgeklärt hinstellt, noch sein kann, dass jemand aufgrund seiner Hautfarbe diskriminiert wird.
Hier ins San Francisco hat Obama mit 84% gewonnen und in Alabama bekommt er nur 39%. So unterschiedlich kann ein Land sein. Und die Idiotn im Sueden zwingen uns hier dann dazu ihe Kriege mitzuzahlen.
wie gesagt gibt es hier, wnen ueberhaupt, nur sehr geringNegCon wrote:Über Kulturunterschiede kann man imo noch diskutieren..
Die allermeisten sind hier Evangelikale und misstrauen der katholischen Kirche. Wenn man nun ein wirklich ueberzeugter Katholik waere, muesste man theoretisc immer auf den Papst hoeren, weil der ja das Wort Gottes verbeitet. Nun ist das als Katholik schwer zu verstehen, unter anderem wil Katholiken ihre Religion (zumindst in meiner Erfahrung) weniger ernst nehmen, als es die Evangelikalen hier tun. Die Evangelikalen versuchen wortwoertlich dem Wort Gottes zu folgen. Wenn das die Religioesitaet ist die man kennt und erwartet, dann sieht die Wahl von Kennedy schon anders aus. Ich war davon am Anfang auhc sehr irritiert, verstehe das aber mitlerweile. Religion spielt hier eine ganz andere Rolle, als in unserem saekularen Europa.NegCon wrote:Aber was soll man schon von einem Land erwarten, wenn es 1961 schon was besonderes war, dass erstmals ein Katholik Präsidenten wurden.Liegt wohl in ihrer Natur aus allem und jeden eine Show zu machen.
Die Amis fahren total auf so Massenverhalten ab. Waehrend der Pause im Baseballspiel wird auch zusammen gesungen. Ich finde solche Massenveranstaltungen immer beaengstigend und wuerde mir wie ein dummes Schaf vorkommen. Hier kann es aber sein, dass wir Deutschen da die Ausnahme sind. Wir Deutschen haben halt gelernt, wo solche Sachen hinfuehren.NegCon wrote:Btw. dieses "Yes, we can!" ist ja auch im höchsten Maße aufgesetzt und wurde ja auch total begeistert aufgenommen, wenn ich mir die Gesichter der Leute anschaue, die den Ausspruch während der Ansprache von Obama (nachdem bekannt war, dass er der nächste Präsident wird) wie das Amen in der Kirche ständig wiederholten. Macht halt das Bild, vom leicht zu manipulierenden Ami wieder mal komplett, der eher die Show liebt, anstatt logisch über einen Sachverhalt zu reflektieren.
Hab nicht allem widersprochen, glaub ich.NegCon wrote:Ich denke mal Enlil, unser Reporter vor Ort, wird da sicher in den meisten oder allen Punkten widersprechen, da er bessere Einsicht in die Situation hat.
Was mich hier abe sher aergert, sind unsere lokalen Propositions. San Francisco hat die Homoehe vor einiger Zeit einfach erlaubt. Nun gab es auf Kalifornienebene eine Propsition (eine Art Volksbegehren), dass die Homoehe verboten wird. In SF gaben etwa 75% gegen ein Verbot gestimmt, aber insgesamt hat Prop 8 nun gewonnen. Und das im vergleichsweise sehr liberalen Kalifornien! Wie stark das Gaybashing ueberall sonst ist, kann man sich da ausmalen.
Ausserdem fiebere ich immenroch, dass Prop4 gestoppt wird. Wenn Minderjaehrige eine Abtreibung haben, muesste der Doktor die eltern informieren. Wenn das Maedel etwa durch haeusliche Gewalt gefaehrdet waere, dann muesste sie in einem Gerichtsverfahren (!) beantragen, dass diese Informationspflicht aufghoben wird. Prop 4 wurde natuerlich von der religioesen Rechten gefoerdert, die generell ungeborenes Lebenschuetzt, aber gerne mal nen Krieg anfaengt.
Zudem haben wir hier Prop 1A. Es soll ein Hochgechwindigkeitszug (wahrscheinlich eine Magnetbahn) zwischn San Frabcisco und LA gebaut werden. Das faende ich ganz grossartig. Zur Zeit ist Yes on Porp 1A zwar in Fuehrug aber nur knapp.
Ganz kurios ist, dass hier in in Palo Alto, mit Prop N, der Bau einer neuen Bibliothek beschlossen wurde. Faend ich ja so ne gute Sache, aber die Bibliothek soll hundert Millionen Dollar kosten. Nur das Gebaude! Von Buechern oder Computern ist da noch keien Rede. Zudem ist Palo Alto nicht wirklich gross. Denke, das ist einfach viel zu teuer, bin abe rnun mal gespannt, wie ne Bibliothek fuer soviel Geld ausshen wird.
EDIT: Und sehr schade: Prop K zur legalisierung von Prostitution wurde in SF abgelehnt. Hatte mich so gefeut. Nicht nur, weil es meiner Ansicht nahc die bessere Loesung ist (effektiv loswerdne kann man es nicht. Aber so haette man es regulieren und die Frauen beschuetzen koennen), sondern vor allem, weil es die "Value Voters" so aufgeregt haette. Zudem haette es als Zeigen koennen, dass das System nicht kollabiert, wenn Prostitution erlaubt ist und andere Orte haetten es evtl. uebernommen.
EDIT 2: Achja, Obama ist nun President! Naja find das ganz gut und bin in erster Linie froh, dass uns McCain/Palin erspart blieb. Aber auch Obama plant "tolle" Sachen wie Verdopplung des Budgets fuer Homeland Security. Wenn man hier President werden will, dann muss man halt Teil des politischen Systems sein und dann kann man leider keine Meinung vertreten, die wirklich was aendern wird. Aber wenigstens ist er wiet weg davon ein Neocon zu sein. In Deutschland waere er aber vermutlich immrenoch wesentlich weiter rechts als die CDU!







