Verfasst: Fr Mär 05, 2004 10:49 pm
http://www.spiegel.de/politik/deutschla ... 27,00.html
UMFRAGESCHOCK FÜR DEN KANZLER
Union bei 50 Prozent, SPD bei 24
Die Umfragewerte für die Kanzlerpartei sind katastrophal: Nach jüngsten Erhebungen käme die SPD von Gerhard Schröder derzeit noch nicht einmal auf halb so viele Stimmen wie die Union. Da helfen auch ordentliche Ergebnisse bei den Grünen nichts mehr; die Union könnte mit absoluter Mehrheit regieren.
DPA
Seine Umfragewerte sind für den Kanzler kein Grund zur Freude
Frankfurt/Main - Das Gerangel der Opposition um den Präsidentschaftskandidaten finden die Deutschen zwar abstoßend, doch trotzdem geben sie der Union klar den Vorzug. Nach zwei heute veröffentlichten Umfragen würden CDU und CSU die absolute Mehrheit erreichen, wenn am Sonntag Bundestagswahl wäre. Das ZDF-Politbarometer registrierte mit 49 Prozent den besten Wert für die Schwesterparteien seit Beginn der Erhebung 1977.
Eine Infratest-Dimap-Umfrage für die ARD sah die Union gar bei 50 Prozent. Die SPD rangierte abgeschlagen bei 28 beziehungsweise 24 Prozent. Unverändert sind die Politbarometer-Werte für die Grünen (10 Prozent), FDP (5 Prozent) und PDS (4 Prozent).
Damit hätte die Union laut ZDF eine absolute Mehrheit im Bundestag, selbst wenn die PDS über drei Direktmandate ins Parlament gelangen würde. Die Schwierigkeiten bei der Suche nach einem Präsidentschaftskandidaten schadeten der Opposition demnach kaum, weil die Bürger dieser Frage wenig Bedeutung zumaßen.
IN SPIEGEL ONLINE
· Steuerkonzept: Union einigt sich auf Merz light (05.03.2004)
· Protestbrief: Chefredakteure gegen Schröder (05.03.2004)
· Kursdebatte in der SPD: Schröders Mission Impossible (05.03.2004)
Laut Infratest-Dimap geht der Zugewinn der Union um einen Prozentpunkt gegenüber dem Vormonat zu Lasten der FDP, die in der Umfrage um zwei Punkte auf 6 Prozent abrutscht. Die SPD erreicht hier nur noch 24 Prozent der Stimmen. Die Grünen und die PDS liegen unverändert bei 11 und 5 Prozent. Die Unzufriedenheit der Menschen mit der Bundesregierung ist der Umfrage zufolge auf 87 Prozent gewachsen. Allerdings trauen nur 38 Prozent der Opposition zu, die akuten Probleme effektiver zu lösen.
In der vom Politbarometer registrierten politischen Stimmung, die längerfristige Überzeugungen, Parteibindungen und taktische Überlegungen weniger berücksichtigt, sackten die Sozialdemokraten auf ein neues Rekordtief von 21 Prozent ab. Vor zwei Wochen waren es noch 26 Prozent. Die Union gewann dagegen fünf Prozentpunkte und erreicht 57 Prozent. Die Grünen verbesserten sich um einen Prozentpunkt auf 11 Prozent, während sich die FDP um 3 Punkte verschlechterte und nur noch 3 Prozent erreicht. Die PDS liegt unverändert bei 4 Prozent.
Das Hickhack bei der Suche nach einem Nachfolger für Bundespräsident Johannes Rau fand einer Forsa-Umfrage im Auftrag des Senders N24 zufolge eine Mehrheit von 55 Prozent abstoßend. Die Politbarometer-Meinungsforscher fanden aber heraus, dass die Präsidentenfrage in der Bevölkerung eine immer geringere Rolle spielt: Nur 52 Prozent der Befragten sagten demnach, dass es für sie wichtig sei, wer der nächste Bundespräsident werde. Vor der Nominierung Roman Herzogs für das Amt im Dezember 1993 hielten dagegen noch 65 Prozent diese Frage für wichtig.
Für die Politbarometer-Umfrage befragte die Mannheimer Forschungsgruppe Wahlen 1285 Bürger. Infratest-Dimap hatte im Auftrag der ARD-Sendung ""Bericht aus Berlin"" 1200 Wahlberechtigte befragt. Für die Forsa-Analyse wurden 1006 Personen befragt.
UMFRAGESCHOCK FÜR DEN KANZLER
Union bei 50 Prozent, SPD bei 24
Die Umfragewerte für die Kanzlerpartei sind katastrophal: Nach jüngsten Erhebungen käme die SPD von Gerhard Schröder derzeit noch nicht einmal auf halb so viele Stimmen wie die Union. Da helfen auch ordentliche Ergebnisse bei den Grünen nichts mehr; die Union könnte mit absoluter Mehrheit regieren.
DPA
Seine Umfragewerte sind für den Kanzler kein Grund zur Freude
Frankfurt/Main - Das Gerangel der Opposition um den Präsidentschaftskandidaten finden die Deutschen zwar abstoßend, doch trotzdem geben sie der Union klar den Vorzug. Nach zwei heute veröffentlichten Umfragen würden CDU und CSU die absolute Mehrheit erreichen, wenn am Sonntag Bundestagswahl wäre. Das ZDF-Politbarometer registrierte mit 49 Prozent den besten Wert für die Schwesterparteien seit Beginn der Erhebung 1977.
Eine Infratest-Dimap-Umfrage für die ARD sah die Union gar bei 50 Prozent. Die SPD rangierte abgeschlagen bei 28 beziehungsweise 24 Prozent. Unverändert sind die Politbarometer-Werte für die Grünen (10 Prozent), FDP (5 Prozent) und PDS (4 Prozent).
Damit hätte die Union laut ZDF eine absolute Mehrheit im Bundestag, selbst wenn die PDS über drei Direktmandate ins Parlament gelangen würde. Die Schwierigkeiten bei der Suche nach einem Präsidentschaftskandidaten schadeten der Opposition demnach kaum, weil die Bürger dieser Frage wenig Bedeutung zumaßen.
IN SPIEGEL ONLINE
· Steuerkonzept: Union einigt sich auf Merz light (05.03.2004)
· Protestbrief: Chefredakteure gegen Schröder (05.03.2004)
· Kursdebatte in der SPD: Schröders Mission Impossible (05.03.2004)
Laut Infratest-Dimap geht der Zugewinn der Union um einen Prozentpunkt gegenüber dem Vormonat zu Lasten der FDP, die in der Umfrage um zwei Punkte auf 6 Prozent abrutscht. Die SPD erreicht hier nur noch 24 Prozent der Stimmen. Die Grünen und die PDS liegen unverändert bei 11 und 5 Prozent. Die Unzufriedenheit der Menschen mit der Bundesregierung ist der Umfrage zufolge auf 87 Prozent gewachsen. Allerdings trauen nur 38 Prozent der Opposition zu, die akuten Probleme effektiver zu lösen.
In der vom Politbarometer registrierten politischen Stimmung, die längerfristige Überzeugungen, Parteibindungen und taktische Überlegungen weniger berücksichtigt, sackten die Sozialdemokraten auf ein neues Rekordtief von 21 Prozent ab. Vor zwei Wochen waren es noch 26 Prozent. Die Union gewann dagegen fünf Prozentpunkte und erreicht 57 Prozent. Die Grünen verbesserten sich um einen Prozentpunkt auf 11 Prozent, während sich die FDP um 3 Punkte verschlechterte und nur noch 3 Prozent erreicht. Die PDS liegt unverändert bei 4 Prozent.
Das Hickhack bei der Suche nach einem Nachfolger für Bundespräsident Johannes Rau fand einer Forsa-Umfrage im Auftrag des Senders N24 zufolge eine Mehrheit von 55 Prozent abstoßend. Die Politbarometer-Meinungsforscher fanden aber heraus, dass die Präsidentenfrage in der Bevölkerung eine immer geringere Rolle spielt: Nur 52 Prozent der Befragten sagten demnach, dass es für sie wichtig sei, wer der nächste Bundespräsident werde. Vor der Nominierung Roman Herzogs für das Amt im Dezember 1993 hielten dagegen noch 65 Prozent diese Frage für wichtig.
Für die Politbarometer-Umfrage befragte die Mannheimer Forschungsgruppe Wahlen 1285 Bürger. Infratest-Dimap hatte im Auftrag der ARD-Sendung ""Bericht aus Berlin"" 1200 Wahlberechtigte befragt. Für die Forsa-Analyse wurden 1006 Personen befragt.