Als Kiffer mit 14 Jahren Erfahrung muss ich bestätigen, dass kiffen gewisse schäden hinterlässt. Vor allem beim kurzzeitgedächtnis. Was aber nich heißt, dass man dem nicht gegenwirken könnte. Das ganze basiert auf einem einfachen chemischen prozess im körper, dementsprechend kann man solche ausfälle quasi abtrainieren. In klaren Worten: Mit ein bisi Hirntraining (und damit meine ich nicht Dr. kawachima) kann man dem spürbar entgegenwirken.
Marihuana hat imho einige positive Wirkungen auf
mich. ich will da nicht für andere spechen, aber mich macht es deutlich kreativer und wortgewandter (vor allem schriftlich - ich kann an der Wortwahl meiner reviews sehen, ob ich beim Schreiben gekifft hab oder ned

)
Und so ergeht es mir auch in vielen anderen Bereichen (Videoschnitt z.B. aber vor allem Musik). Ich genieße das Kiffen und mache mir höchstens Gedanken um die Konsumform. Es zu rauchen bringt halt einige Nebenschäden. Kekse empfinde ich bisher aber als "langweilig". Naja, mal sehn, wann ich den üblen Tabak-Hund endlich bezwinge...
Übrigens:
Viele Künstler haben vom Rausch profitiert - z.B. waren die beatles krasse konsumenten aller möglichen Drogen. Das macht den Konsum nicht pauschal gut, zumal nicht jeder für für eine derartige Wirkung empfänglich ist. Aber Drogen haben eine gewisse Wirkung, die schon von vielen Völkern genutzt und als gut angesehen wurde. man denke an Schamanen....
Die Sache ist halt, dass Marihuana erst im 20. Jahrhundert verboten wurde. Tatsächlich ist der Konsum von Grass eine viel ältere Tradition als die des Alkohols. Die ersten Aufzeichnungen über Graskonsum gehen zurück auf das sechste Jahrtausend vor Christus.
Wer genauer schaut, findet sogar in Literatur und Malerei viele Anspieleungen auf marihuana. So wird in Hermann Hesses Steppenwolf ständig gekifft - vor allem von den Mitgliedern der Jazz-band. Auch die Raupe aus "Alice im Wunderland" ist ganz klar bekifft, auch wenn man die eindeutige bezeichnung ihres Rauchs nach der Prohibition aus dem Buch entfernte.
Die Marhuana-Prohibition kam erst in den 1930er Jahren und könnte mehrere Gründe haben. Dazu gibt es mehrere "Verschwörungstheorien".
Z. B. die Unwirksamkeit der Alkohol-prohibition zwischen 1920 und 1933 . Um den Alkoholkunsum zu unterbinden, wurden ganze Polizeiabteilungen in den USA gegründet, die nach der Prhibition keine Verwendung mehr hatten. mit einer neuen prohibition schon.
Zudem war Hanf als Rohstoff sehr gefragt - unter anderem in der Seefahrt. Es gab kein billigeres Material für Segel , Taue und Leinen.
Dann wurde Nylon erfunden -Es war sogar etwas stabiler, aber es war auch deutlich teurer als hanf und setzte sich nicht durch. Nach dem Verbot von Marihuana wurde auch der Anbau von nutzhanf explizit verboten.... na so ein Zufall. Dabei wird hanf erst psychotrop, wenn man männliche und weibliche Pflanzen trennt - dann blühen die weiblichen so stark auf, dass ihr harz in massen rausquillt, um die Bestäubung zu empfangen. Bleibt bei einer trennung natürlich aus. Das Harz ist die Droge... Bei gemeinsamem Anbau von männlichen und weiblichen Pflanzen wird das zeug jedoch unbrauchbar wenns um den Konsum geht. Es ensteht ungefährlicher Nutzhanf. Und trotzdem wurde es verboten - hier in D-Land sogar erst in den 1990ern wieder erlaubt.
Gibt noch mehr Theorien. Vielleicht kommen sie alle auf einmal zusammen, vielleicht stimmt davon keine oder eben nur teilweise. Völlig gleich, das Verbot kam aus dem Gratewohl, denn am gleichen Tag wurden auch alle anderen Drogen außer Alkohol (Opiate, Koks etc) und Tabak verboten. Alle Konsumenten wurden über Nacht zu Verbrechern....
Ich bin vor allem für eine Legalisierung, weil es das zeug für Kids nicht mehr so interessant (weil verboten ) machen würde. Außerdem wäre mit einer staatlichen Kontrolle gesichert, dass kein Henna unter das Haschisch gemischt oder Gras in irgendwelche Sirups getunkt wird, um es schwerer zu machen und teurer verkaufen zu können. So eine art Reinheitsgebot. Ja , das wär toll

Steuern kämen damit auch rein und der Mafia würde man ene geldquelle nehmen.
Aber persönlich denke ich, dass genau da der Hund begraben liegt. ich denke der unterwelt würde es gar nicht schmecken, wenn sie ene ihrer geldquellen verlieren würden. Und diese leute haben auch ihre Verbindungen und Lobbies....