GeRmAnSnAkE hat geschrieben:Haha, erst so etwas sagen und dann doch rummeckern.
Also ich als Nichttrekkie fand' den wirklich sehr gut (habe ihn schon am letzten Donnerstag gesehen im Kino). Mich hat keiner der genannten Kritikpunkte großartig gestört, da ich ja auch kein Trekkie bin. Ich glaube wenn es tatsächlich zu einer Extended Fassung auf BluRay kommen sollte, werde ich mir die auch holen.
Ich scheib ja, als Science-Fiction-Fan lass ich meine alte Aussage auch so stehen, aber als ST-Fan ist mir jetzt, nach Sichtung der alten TOS-Filme doch das eine oder andere aufgefallen, was mir persönlich nicht so gut am neuen Film gefallen hat. Ob man den Film als Trekkie gut findet oder schlecht, hängt ja wirklich davon ab, was man nach eigener Meinung tolerieren kann und was nicht, von daher verstehe ich es, wenn die einen ST-Anhänger den Film supertoll finden, und die Anderen ihn für total mies halten.
Btw. werd mir wohl die DVD kaufen, aber nur als Special Edition, Extended Edition oder sonst irgendeiner Edition... hab von den 10 vorherigen Filmen auch die Special Editions im Regal stehen, also muss der 11 Film da auch noch dazu.
GeRmAnSnAkE hat geschrieben:Als eine Art Standalone bzw. Restart kann man imo gegen den Film auch wirklich nichts sagen und es wird ja auch eigentlich erklärt, wieso alles anders ist als gewohnt (ohne zu viel zu verraten).
Eines muss man Abrams lassen, er hat es fertig gebracht, dass STXI sowohl ein Prequel, ein Sequel als auch ein Reboot ist. Das muss man erst einmal hinkriegen.

Weil komplett losgelöst von den alten Filmen ist er ja nicht.
GeRmAnSnAkE hat geschrieben:Also ich bin der Meinung Abrams hat gute Arbeit geleistet, da bisher keine Nachrichten von sich hängenden Trekkies reinkommen (

) und der Film beim Nichttrekkiepublikum auch sehr gut ankommt. Es war doch von vornerein klar, dass man keine total stabile Brücke zwischen beiden Parteien aufbauen kann, das geht bei Star Trek einfach nicht. Und klar sind die Charaktere überzeichnet, aber wenn es nicht so wäre, dann würde das Gelegenheitspublikum nicht erkennen wer welche Rolle jeder so ungefähr hat. Man kann die vielen Charaktere einer Millionen Folgen Serie in keinen 2 Stunden Film gemäß präsentieren.
Na ja, auf einschlägigen ST-Seiten, vor allem bei den Amis, gibt's schon Trekkies die z.T. massive Kritik am neuen Film äußeren. Aber wie das nun mal mit den fanatischen Fans ist, werden die sicher auch in den nächsten Film rennen und nur damit sie danach mitlästern können.

Was die Überzeichnung der Charaktere angeht, so finde ich, dass man's, wie z.B. im Fall von Chekov, auch übertreiben kann.

Außerdem wirken die Charaktere dadurch z.T. nicht mehr ganz so natürlich sondern leicht gekünstelt. Kirk beim Kobayashi Maru-Test, mampfend auf dem Captains-Stuhl lümmelnt mit einem Apfel in der Hand, war mir dann doch ein bisschen zuviel des guten.

Glaub kaum, dass der neue Kirk den Test ca. 20 Jahre später also so wichtig ansehen würde, wie der Alte in STII.
Wie gesagt, unterm Strich ist STXI als quasi-Reboot ok, aber Abrams wird erst mit STXII so richtig beweisen müssen ob er auch eine "normale" Star-Trek-Story erzählen kann. Ich hoffe nur, dass da keine ST-Remake-Lawine losgetreten wird, wenn ich schon wieder höre, dass man sich darüber Gedanken macht, Khan als Gegner zurück auf den Kinoleinwand zu holen. Aber mal abwarten, sind ja atm noch am Drehbuchentwurf. Ich hoffe nur, dass der Humor in STXII wieder etwas subtilerer Natur wird, passt imo immer besser zu einem eher ernsteren Thema.
GeRmAnSnAkE hat geschrieben:Gleich kommt der Nächste mit den Herr der Ringe Filmen und Tom Bombadil.

Hä?
GeRmAnSnAkE hat geschrieben:Ein Kritikpunkt den du angesprochen hast muss ich allerdings auch bestätigen: die Shakycams waren echt unnötig, das war ja bei Cloverfield okay und verständlich, aber muss jetzt nicht in jeder Szene sein. Aber besser als die AvP2 Nahkampfaufnahmen, wo man überhaupt keine Ahnung hatte was da passiert. ^^
Wobei die Wakelei im Laufe des Film seltsamerweise immer weiter abgenommen hat... (oder kam's mir nur so vor weil ich mich dran gewöhnt hatte?

). Ich fand's vor allem schade, dass man die Enterprise nicht öfter mal in der Totalen gesehen hat... ;(
GeRmAnSnAkE hat geschrieben:Übrigens habe ich mich ca. 2-3 mal an die alten Star Trek-Filme herangetraut, aber ich fand' sie einfach nur sterbenslangweilig.
Bei den alten TOS-Filmen ist es bei mir so, dass mir die Action da relativ egal ist, vielmehr find ich die Charaktermomente ziemlich klasse. Die Gespräche zwischen Kirk und Spock (und auch McCoy) gefallen mir da immer wieder sehr gut. Vor allem wenn es, wie in STII und vor allem STVI, um so Dinge wie das älter werden geht... oder im Fall von STVI, der ja eine Parabel zum Zusammenbruch der Sowjetunion darstellt, dann solche Sätze kommen wie "Im Weltraum sind alle Krieger kalte Krieger.", dann find ich das schon lustig... oder es zeigt zumindest, dass man sich über die Themen schon gedanken gemacht hat.

Gut, wenn man sonst nix mit ST am Hut hat, ist das sicherlich nicht so wirklich spannend.
//Edit:
Was mir noch gerade eingefallen ist... als Trekkie macht die Story von STXI eigentlich von Haus aus keinen großen Sinn. Da durch ST:Voyager und ST:Enterprise klar ist (Thema von mehreren Folgen bzw. bei ST:Enterprise zieht sich das Thema sogar durch die ersten drei Staffeln), dass die Föderation einige Jahrhunderte nach TOS/TNG über eine Abteilung von Zeitagenten verfügt, die
eigentlich genau dafür da sind um das was in STXI passiert ist zu verhindern: Anomalien/Beschädigungen in der Zeitlinie aufspüren und diese verhindern. In Voyager wurde sogar die UTS Relativity gezeigt, die aus dem 29. Jahrhundert stammt und mit Neros Schiff eigentlich keine Probleme haben sollte. Ok, ich gebe zu, das ist ziemlich nerdig,.. aber trotzdem irgendwie seltsam.
