Illuminatus wrote:
All diese Philosophen postulierten schon zu Beginn einen Wert des Lebens - ein pures Dogma. Niemand kann sagen,dass Leben objektiv gesehen mehr Wert ist als eine Ideologie oder Religion.
Kant hat ausserdem Gott für die Moral vorrausgesetzt bzw. das so tun, als ob ein Gott da ist, auch wenn dieser sich nicht beweisen lässt.
Die Menschenrechte,die das selbe Postulat verwenden, sind letztendlich nichts weiter als eine weitere Ideologie unter vielen.
Also bei Singer geht es nicht um Wert von Leben an sich, sondern um das verhindenr von Leid. Wobei er dadurch dazu kommt, dass man Vegetarier sien muesse, weil sonst ist man Spezizist (wie Rassist nur mit Spezien statt Rasssen. Eigentlich total vernuenftig und logisch, aber Gaensestopfleber ist halt sau lecker). Das Ganze geht dann soweit, dass Abtreibung auch nach dem neunten Monat ok ist, wenn denn die Rahmenbedingungen stimmen.
Auch dr kategorische Imperativ kommt ohne die Postulierung eins Wert des Lebens an sich aus.
Wenn man dies heranzieht und den Grundsatz jeder Ethik, naemlich dass sie unabhaengig von den Handelden sein muss, so laesst sich damit ein eunderbares Moralsystem aufbauen, ohne irgendwelche absurden, nicht fassbaren Dinge. Man muss sich nur darauf einlassen das Leid schlecht ist und die handelnden Personen, die in den Rollen stecken unwichtig sind.
Wenn man nur dies als Minimalkonsens hernimmt (auf diese beiden Dinge sollte sich jeder einlassen koennen, der bereit ist selber zu denken und nicht erst in einem Buch nachschauen muss) ist es kein Problem die Menschenrechte zu begruenden. Mit der Scharia geraetst du da aber in Konflikte.