Schwarzenegger und die Todesstrafe

Diskussionen zu Ereignissen rund um den Globus.
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Q-Marine
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Schwarzenegger und die Todesstrafe

Beitrag von Q-Marine »

Heute habe ich etwas sehr Interessantes gehört, deswegen erstelle ich zum ersten mal einen Thread in diesem Unterforum.

Nachdem Schwarzenegger in seiner Funktion als Gouverneur ein Gnadengesuch eines Mörders abgelehnt hat, gibt es heftige Kritik aus seiner Heimat Graz. Weil man in Erwägung gezogen hat das "Schwarzenegger-Stadion" umzubenennen hat Schwarzenegger Graz die Verwendung seines Namens in diesem Zusammenhang verboten. Das Stadion muss bis Ende dieses Jahres umbenannt werden und seinen Ehrenring möchte er ebenfalls zurückgeben.

Ich kann Schwarzenegger in diesem Punkt wirklich verstehen, er wird sich sicher ausreichend Gedanken über seine Entscheidung gemacht haben.

http://steiermark.orf.at/stories/77560/
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Enlil
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Beitrag von Enlil »

Das humanistiche Gedankengut Kants, das uns Europäer auch heute noch von den Amerikanern unterscheidet, ist ziemlich spurlos an dir vorübergegangen oder?
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Q-Marine
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Beitrag von Q-Marine »

Ich höre kein HipHop. ;)
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Enlil
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Beitrag von Enlil »

Q-Marine hat geschrieben:Ich höre kein HipHop. ;)
HipHop ist auch furchtbar, aber der Zusammenhang ist mir nicht klar. Dass der Zweck nicht die Mittel heiligt sollte mit HipHop nichts zu tun haben. Vor allem da Kant sowas vermutlich nicht kannte.
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asi
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Beitrag von asi »

ich finds ja komisch, dass es überhaupt in dem Kompetenzbereich eines Gouverneurs liegt über leben und tod zu entscheiden ...
ich meine wenn die Amerikaner die Todesstrafe haben ist es ihre Sache
aber wenn dann einer zu selbiger verurteilt wird, verstehe ich nicht warum ein Gouverneur begnadigen dürfen sollte
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ActionMad
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Beitrag von ActionMad »

Der Kerl hat 4 Leute umgebracht. Wieso sollte man ihn verschonen? Wenn jemand seine Karten verspielt hat kann er nicht einfach alles bereuen. Außerdem soll die Todesstrafe abschrecken soetwas zutun. In der Hinsicht währe es das völlig falsche jemanden zu begnadigen. Zumindest aus der sich der Amerikanischen Justiz.

Wie Europäer haben an sich auch nicht großartig das Recht uns großartig zu empören. Es is Amerkianisches Recht das von Amerkanischen Bürgern hochgehalten wird.
Die Amerikaner können uns nichts sagen zu useren Gesetzten und wir nicht ihnen.
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retroK
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Beitrag von retroK »

Naja, dass er die 4 Morde wirklich begangen hat wurde nie zweifelsfrei bewiesen. Er selbst hat es auch bis zum Ende hin abgestritten.
Schwarzenegger geht es wie immer nur um Wählerstimmen - das Menschenleben an sich war ihm IMHO scheissegal.
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Ich weiss warum da Stroh liegt!
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GeRmAnSnAkE
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Beitrag von GeRmAnSnAkE »

retroK hat geschrieben:Naja, dass er die 4 Morde wirklich begangen hat wurde nie zweifelsfrei bewiesen. Er selbst hat es auch bis zum Ende hin abgestritten.
Schwarzenegger geht es wie immer nur um Wählerstimmen - das Menschenleben an sich war ihm IMHO scheissegal.
Hasta la vista, baby... oder wie? :P

Naja, Todesstrafe bringt als Abschreckungsmittel IMHO irgendwie gar nichts. Begnadigung beudeutet ja auch nicht, dass er aus dem Gefängnis entlassen wird, sondern er verreckt bestimmt am Ende eh im Gefängins.

Guckt euch zu dem Thema mal Das Leben des David Gale an, sehr guter Film.
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Bullitt
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Beitrag von Bullitt »

Enlil hat geschrieben:
Q-Marine hat geschrieben:Ich höre kein HipHop. ;)
HipHop ist auch furchtbar, aber der Zusammenhang ist mir nicht klar. Dass der Zweck nicht die Mittel heiligt sollte mit HipHop nichts zu tun haben. Vor allem da Kant sowas vermutlich nicht kannte.
South Park - der Film

Imo auch die beste Stelle des gesamten Films.
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Q-Marine
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Beitrag von Q-Marine »

Ich finde das sollte einen Ehrenpunkt im Filmzitate-Quiz geben. ;)
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Humphrey
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Beitrag von Humphrey »

Mit seiner Entscheidung hat Schwarzenegger bei mir verspielt. Bisher war ich eigentlich sehr beeindruckt von seiner Karriere, aber mit seinem Urteil hat er praktisch einen REALEN Menschen auf dem Gewissen. Ob der Typ jetzt Mörder war oder nicht, die Zeiten des alten Testaments liegen lange hinter uns. Gerade weil Arnold kein Ami ist, hätte ich ihm das nicht zugetraut.
Aber dass er ein Spinner ist, konnte man schon auf der MrOlympia Show sehen, da hat er nach der Siegerverkündung erstmal eine ProBush Wahlkampfrede gehalten. Völlig falsches Umfeld und wohl völlig klar ein falscher Präsident. Machtgeiler Penner. Hat sogar eine SchönheitsOP gemacht, damit er mehr Buisnesslike aussieht.
*̡͌l̡*̡̡|̲̲̲͡͡͡ ̲▫̲͡ ̲̲̲͡͡π̲̲͡͡ ̲̲͡▫̲̲͡͡ ̲|̡̡̡ ̴̡ı
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Busta
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Beitrag von Busta »

Ich empfinde die ganze Diskussion um die Hinrichtung des vierfachen Mörders in weiten Teilen als nicht nachvollziehbar. Die wahre Sauerei ist meines Erachtens, dass er erst nach 20 Jahren hingerichtet wurde. Jetzt entscheidet jemand anders darüber, ob er ein guter Mensch war oder nicht.

Auch wenn er während seines langen, vom Steuerzahler gesponsorten Aufenthaltes im Gefängnis Kinderbücher geschrieben hat, welche die schwarze Jugend der USA von Taten wie seinen abhalten soll und für den Friedensnobelpreis nominiert wurde (wobei die reine Nominierung nichts Besonderes ist), macht das seine Morde als Mitbegründer einer der berüchtigsten Banden von L. A. nicht ungeschehen.

Arnold Schwarzenegger hatte als Gouverneur von Texas nicht die Möglichkeit der Entscheidung über Recht oder Unrecht, weil dies bereits das Gericht getan hat. Normalerweise müssten die Verfechter der Ideale des Hingerichteten in der Vollstreckung seines Urteils einen Grund für Kinder sehen, nicht so werden zu wollen wie er.

Herr Schwarzenegger ist einer der Menschen auf diesem Planeten, die sich für ihr Lebenswerk und ihren festen Willen meiner Bewunderung gewiss sein können, auch wenn ich kein Freund der Bush-Administration bin.
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Bloby
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Beitrag von Bloby »

Wirklich vergeben kann nur das Opfer, dafür muss man aber den Täter erstmal zu ihm schicken, das ist doch ganz normal und hat garnichts mit Rache zu tun.
der Cyborg Name Generator klärt auf: B.L.O.B.Y.: Biomechanical Lifeform Optimized for Battle and Yelling
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Illuminatus
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Beitrag von Illuminatus »

Busta hat geschrieben:
Arnold Schwarzenegger hatte als Gouverneur von Texas nicht die Möglichkeit der Entscheidung über Recht oder Unrecht,
Yeah,Arnold Schwarzerneger,Gouvernator of Texas.Ich glaube es war Kalifornien :P
make war not love

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Cyrus XIII
SuperMod
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Beitrag von Cyrus XIII »

Die Mehrheit der Kalifornier hält die Todesstrafe für sinnvoll, das Urteil von Stanley "Tookie" Williams wurde in allen Instanzen bestätigt - was sollte dem Governeur also das Recht geben, sich über all das hinweg zu setzen? Klar wäre es wünschenswert, wenn sich Schwarzenegger als Privatmann von dieser Form der Bestrafung distanzieren würde, aber vielleicht hat er das ja auch längst (zB vor seiner Amtszeit) und die Medien halten das für weniger erwähnenswert.

Nun, ich merke auch an diesem Beispiel wieder, dass lebenslange Haft als Höchststrafe für schwerste Vergehen der Gesellschaft jede Menge Stress erspaart.
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