Südostasien wer spenden möchte für die Opfer der Flutkatast.

Diskussionen zu Ereignissen rund um den Globus.
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asi
Sergeant Hentai
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Beitrag von asi »

Ich fand dazu ein Interview eines Kleinbetriebes von ca 7 Leuten
interessant - dieser Betrieb stellt Feuerwerk für silvester her und
war nicht sehr froh dadrüber, das einige Politiker und andere
Personen die sich mit so nem Aufruf zum spenden und weniger böller kaufen
in den Medien Profilieren wollten sie unter umständen damit in den Ruin treiben könnten...
sie meinten auch, das die Leute, wenn sie schon nicht nebenbei spenden können, aus welchen gründen auch immer, diese an alkohol oder zigaretten
oder irgendwas anderem sparen könnten.
dem schließ ich mich an
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Bullitt
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Beitrag von Bullitt »

Ich finde es auch extrem heuchlerisch was in den letzten Tagen abläuft. Natürlich ist es ist es wirklich schlimm was in der Südasien-Gegend passiert ist, aber wenn jeder Ansatz einer Feier gleich als moralisch nicht vertretbar gilt weiß ich auch nicht mehr...
Böller habe ich (wie die letzten Jahre schon) keine gekauft, aber das hat andere Gründe. Ich habe mich trotzdem an einen geselligend Silvesterabend dezent volllaufen lassen - soll ich mich jetzt dafür schämen?
Da spare ich lieber an solch sinnlosen Sachen wie Videospielen. Ein gespendeter 50er ist ein Spiel weniger, aber für die Menschen denen es nicht so gut geht ist es immerhin schon etwas... auch wenn ich mich erdreistet habe, diese Jahreswende trotzdem zu feiern... schlimm...
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Headshot
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Beitrag von Headshot »

Ja das finde ich wirklich schlimm, besser wäre es gewesen das die ganzen Polotiker mal einen Monat aufs Gehalt verzichten.

Das schlimme ist das von den Spenden gerade mal 40% ankommen, diese werden dann aber von den dortigen Politikern auch noch mal gesiebt, so das man nach der veruntreuung gerade mal noch mit 10% rechnen kann.


Mal ehrlich wäre die Katastrophe nur in Indien oder so geblieben, hätte es keinen gejuckt. Nur weil eben paar Europäische Touris und Residenten dort unten umgekommen sind, macht man jetzt einen aufstand. Vor allem Schröder macht sich jetzt so wichtig.

Eine Katastrophe, mehr nicht. Klar sind Menschen ums Leben gekommen. Auf der anderen Seite sind auch die Hotelbetreiber Schuld, schon seit Jahren warnen Japanische Institute vor Erdbeben, die gefahr war bekannt. War doch nur eine Frage der Zeit.

Dieses aufgeilen der Medien kotzt mich an, bald kommt noch ein Bodycount neben das Logo der ganzen TV-Stationen. Gerade die könnten mal paar Spenden springen lassen. Z.b. die ganzen Riesen...

Naja ich will das jetzt net runterspielen.
Headshot

Peace habt euch lieb...
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Busta
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Beitrag von Busta »

Bei mir ist es bei allem Mitgefühl leider so, daß ab einer bestimmten Stufe der Medienberichterstattung trotz allem Informationsbedarfes meinerseits irgendwann die "kritische Masse" erreicht ist und ich davon nichts mehr hören, noch sehen möchte.

Gerade die von Headshot angesprochene ständige Zurschaustellung der Opferzahlen - wieder 5000 mehr usw. finde ich von den Medien extrem ekelhaft. Auch das sich immer wieder bei der Schilderung der Ereignisse in neuen Superlativen überschlagen wird, finde ich langsam ziemlich abartig. Ich denke ein Großteil hier versteht das, weil es ja nichts damit zu tun hat, daß mir die Sache da unten egal ist.
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asi
Sergeant Hentai
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Beitrag von asi »

Verschoben ins Politikforum
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AJM/FTL
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Beitrag von AJM/FTL »

Den Bürgerinnen und Bürger, die bereits gespendet haben und die dies noch tun werden, möchte ich sehr herzlich danken und sie auch wirklich bitten, das was sie mobilisieren können, auch zu tun. Dabei sind auch kleine Summen wichtig und wertvoll. Wir müssen es schaffen den Betroffenen in den Ländern des Indischen Ozeans großzügig zu helfen und wir müssen und werden es schaffen die Menschen die aus Deutschland in den Urlaubsgebieten - man wagt ja kaum diesen Begriff zu gebrauchen - alles Erdenkliche an Hilfe zu bieten, wozu dies Land fähig ist. Man kann sagen dass, angesichts der grauenhaften Bilder Deutschland wirklich mitfühlt mit den Opfern mit den Angehörigen der Opfer und wirklich auch trauert, um diejenigen die in so fürchterlicher Weise betroffen sind.
aus Statement von Bundeskanzler Schröder anlässlich der Flutkatastrophe in Asien vom 29. Dezember 2004

http://www.bundeskanzler.de/Kanzler-Akt ... slic...htm

Ich muß zugeben, daß ich von der ganze Chose insgesamt nicht viel mitbekommen habe (kein Fernsehen oder Radio!) und daß es wahrscheinlich auch gut so war, aber bei derartig verblödeten Formulierungen geht mir einfach die Hutschnur auf.

Großzügig? Sa ma Krösus oder was? Berge von Schulden, Nettoneuverschuldung in Rekordhöhe, ein Regierung bzw. eine politische Kaste die sinnvoll handelt wie Papi Apel zu seinen schlimmsten Zeiten, die gerade dabei sind den sozial Schwächsten die Mittel zu kürzen und den Rentner den Lohn ihrer Arbeit vorzuenthalten (das ist nichts anderes als Diebstah) - da kommt Kleingerhard (ich hätt' im damals wirklich den Maßkrug auf Schädel donnern sollen!) und spricht von Großzügikeit. Da geht mir auf die Hutschnur auf. So ein verdammter Schwachsinn! Um es mit Wilhelm Busch zu sagen, was gait meck dat an? Nichts, hab weder Verwandte, Freunde oder freundschaftliche Gefühle für irgendwenn in dieser Gegend und diejenigen die ich persönlich kenne, auf die kann die Welt getrost verzichten. Also bevor ich für Leutchen, die bzw. (was aber bei Demokratien fast gleichbedeutend ist) deren Regierungen zu geizig waren ein Frühwarmsystem aufzubauen, dafür lieber Atomwaffen etc. anschaffen mußten, die einfach das Pech hatten in diesem Teil der Welt ihre Heimat zu haben auch nur einen Euro ausgebe, da sorge ich lieber für meine Patenalten in der Nachbarschaft, die zum Teil nicht mehr ein- noch auswissen, wie sie über die Runden kommen. Wieso in die Ferne schweifen, wenn der Schrecken ist so nah!
Zuletzt geändert von AJM/FTL am Mi Jan 12, 2005 3:13 pm, insgesamt 2-mal geändert.
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Bullitt
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Beitrag von Bullitt »

Schön sachlich formulierte Meinung. Würde am Stammtisch in der NPD-dominierten Dorfkneipe sicher gut ankommen.

Was kommt als Nächstes? Werden jetzt die Leute, die es gewagt haben ein paar Euro für Leute zu spenden die nichts mehr haben, als unpatriotisch bezeichnet weil wir das Geld nicht in Deutschland lassen? Am besten du gibst mal deine Kontonummer an, so wie du hier rumheulst scheinst du es ja noch viel nötiger zu haben als die Leute, deren gesamter Besitz weggespült wurde und die nichtmal an sauberes Wasser herankommen zur Zeit.
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ActionMad
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Beitrag von ActionMad »

Bullitt hat geschrieben:Schön sachlich formulierte Meinung. Würde am Stammtisch in der NPD-dominierten Dorfkneipe sicher gut ankommen.

Was kommt als Nächstes? Werden jetzt die Leute, die es gewagt haben ein paar Euro für Leute zu spenden die nichts mehr haben, als unpatriotisch bezeichnet weil wir das Geld nicht in Deutschland lassen? Am besten du gibst mal deine Kontonummer an, so wie du hier rumheulst scheinst du es ja noch viel nötiger zu haben als die Leute, deren gesamter Besitz weggespült wurde und die nichtmal an sauberes Wasser herankommen zur Zeit.
Kann dem nur zustimmen.
Ein Tod geht jedem was an, besonders in dem Ausmaße. Wenn wir helfen können sollten wir das tun. Grade als Industriestaat. Schulden hin oder her.
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asi
Sergeant Hentai
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Beitrag von asi »

schön und gut - jedem steht es frei zu spenden
(bei hilfsorganisationen kommen auch täglich millionensummen zusammen)
da braucht nicht der herr Kanzler
auf kosten aller zu spenden mit geld das ihm nicht gehört
und für andere zwecke gebraucht wird
Statt geld zu schicken, das den Notleidenden eher wenig hillft
und unterwegs auch zu nem teil in den Taschen von Privatpersonen
verschwindet oder von den Regierungen betroffener länder für
andere zwecke missbraucht wird
sollte er lieber die Bundeswehr hinschicken - die paar mann die da mit einem Feldlazarett sind reichen kaum und die grioßen Sanitätshelis stehen rum
und verstauben.
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Bullitt
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Beitrag von Bullitt »

Der Grund warum ich so reagiert habe waren eher Sprüche wie "auf die kann die Welt verzichten".
Natürlich steht es jedem frei zu spenden oder auch nicht. Es ist völlig verständlich wenn jemand nicht spenden möchte weil er es selbst nicht so dicke hat. Nur solche Sprüche dass diese Menschen dort nichts wert wären finde ich dezent daneben.
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Busta
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Beitrag von Busta »

Bullitt hat geschrieben:Nur solche Sprüche dass diese Menschen dort nichts wert wären finde ich dezent daneben.
Hat so auch nirgendwo gestanden - hätte ich sonst auf jeden Fall editiert.
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AJM/FTL
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Beitrag von AJM/FTL »

@Bullitt

NPD? Was soll das sein? Einmal abgesehen davon, daß Stammtische Orte der Meinungsäußerung sind und nicht der Meinungsbewertung, übertrifft der Beitrag um Längen das allgemein vorhandene Niveau bei solchen Verantstaltungen. Wobei ich aus Erfahrung sagen muß, daß sich SPD Stammtische in der Regel nicht besonders viel von CDU oder FDP Stammtischen unterscheiden, nur um auf die generelle Gleichrangigkeit zu verweisen.

Lesen bildet!
Hat so auch nirgendwo gestanden - hätte ich sonst auf jeden Fall editiert.
Ich kritisiere doch niemand, dafür daß er spendet, noch würde einfallen anderen vorzuschreiben, was sie mit ihrem Geld machen, Aber ich durchaus meine Meinung zu "plötzlich entflammten" Spendenwut kundtun, den diese ist mehr als nur bedenklich und verlogen, sie ist ökonomischer Unsinn.

@ActionMad

Dumm und dümmer oder Blöd paart sich gern, ist dies, das Motto dieses Threads? Na ja. Ob der Tod jeden etwas angeht laß' ich mal im Raum stehen, was mich betrifft, so interessiert mich der Tod nur insofern, als es mein eigenes Ableben, das Ableben andere, welches juristisch für mich relevant ist und das Ableben der Menschen, die ich eventuell töten sollte, betrifft.

Gerade als Industriestaat sollten wir über ein gewisses Bildungsniveau verfügen, daß es verhindert, hinrlos Geld zu verpulvern. Altruismus verbietet sich dem Staat an sich und dem Demokratischen besonders, denn diese Haltung widerspricht der Zielsetzung desselben, nämlich der Ermöglichung des größstmöglichen Vorteils für jedes einzelne Individuum. Statthaft wäre dagegen das Geld als Investition in neue Chancen zu betrachten, aber dafür sind ja alle viel zu sehr "Gutmenschen"!
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GeRmAnSnAkE
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Beitrag von GeRmAnSnAkE »

Ich frage mich, was daran hirnlos ist, anderen Menschen, die nicht gerade bei dir um die Ecke wohnen, helfen zu wollen.

Ich bin echt froh, dass du wirklich ein Individuum bist, denn wenn jeder eine dermaßen ignorante und egoistische Einstellung hätte wie du, wäre das wohl eher schlecht für die Allgemeinheit. Ökonomisches Denken ist leider nicht das Wichtigste auf dieser Welt. Wenn das neu für dich ist, dann bin ich der Meinung, das irgendwo in deiner ach-so allumfassenden Bildung etwas schiefgegangen ist.
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AJM/FTL
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Beitrag von AJM/FTL »

@Germansnake

Welch ein spannender Vorwurf! Man muß sich um alles und jeden kümmern! Spitzenklasse! Den Kategorischen Imperativ verstehst Du wohl genauso, wie unsere prominenten deutschen Moralapostel!

Anderen zu helfen ist keinesfalls hirnlos, sondern Ergebnis einer einfachen Vorteils/Nachteilskalkulation bzw. ideologisch ausgedrückt, für Leute die Normativität noch aus der Metaphysik ableiten, aus moralischen (guten) Gründen.

Aber schon mal die Frage gestellt, ob es nicht sinnvoller wäre generell im Rahmen seiner Mittel und seines Umfeld sozial zu handeln und nicht erst auf große Katastrophen zu warten.

Egoismus, Vorteilsstreben ist aber tatsächlich der einzige gemeinsame Nenner der einzelnen Menschen, ergo steht das Vorteilssttreben als Richtgröße vor der Frage, ob oder ob nicht so oder so gehandelt wird.

Ob man alles nur ökonomisch betrachtet oder nicht, für die zentralen Fragen unserer Welt gibt es keine Antworten, die der Implementierungsfrage Rechnung tragen, die ohne ökonomische Vorteils/Nachteilskalkulation auskommen. Ganz gemäß der Logik : Ethik ohne Ökonomik ist sinnlos, Ökonomik ohne Ethik ist blind!

Vielleicht für das am Thema vorbei, aber begründe mir doch einfach den Wert soziale Gerechtigkeit bzw. warum soll von Hayek unrecht haben, wenn er schreibt "Soziale Gerechtigkeit als Begriff ist verfehlt". Achte dabei auf Implementierung!
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XTale
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Beitrag von XTale »

Das Hayek nicht viel vom Begriff "soziale Gerechtigkeit" hält dürfte als einer der Hauptvertreter des Neoliberalismus ja klar sein.

Du kannst Spenden auch ökonomisch sehen - was wieder aufgebaut werden muss braucht jemanden der es Wiederaufbaut, und darum werden sich wohl auch nicht wenige deutsche Firmen kümmern. Also fliesst ein Teil der Spenden auch wieder zurück.
Vorallem der Vorschlag "jedes wesstliche Industrieland kümmert sich um ein Land da unten" geht ja vollkommen in diese Richtung - meine Spenden, meine Lobbyarbeit, meine Firmen.

Die Art der USA müsste dir dann doch gefallen, die haben deine ökonomische Sichtweise ja recht gut drauf.
Wir "befreien" ein unterdrücktes Land, und bauen es dann mit unseren Firmen wieder auf und kümmern uns auch um das Öl - nur blöd das der Krieg nicht ganz optimal verlaufen ist, dürfte also doch erstmal ein Minusgeschäft werden.
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