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...Damen und Herren, Alex Kidd war der allererste Serienheld von Sega. Quasi so etwas wie der
Vorgänger von Sonic. ...allerdings nicht so charismatisch wie Sonic. ...und bei weitem nicht so
cool wie Sonic, natürlich... Aber immerhin der erste Serienheld von Sega und einer der ersten
Serienhelden im Konsolenbereich überhaupt. Er spielte die Hauptrolle in den MS-Spielen Alex Kidd
in Miracle World (1986), Alex Kidd BMX Trial (1987), Alex Kidd - The lost Stars (1988),
Alex Kidd - High Tech World (1989), Alex Kidd in Shinobi World (1990) und hatte seinen einzigen
Auftritt auf dem Mega Drive in dem 1990 zeitgleich mit der Veröffentlichung des MD erschienenen
Alex Kidd in the Enchanted Castle. Was die Alex Kidd-Serie interessant macht, ist die Tatsache,
dass alle späteren Teile der hohen Qualität des ersten Teiles hinterherliefen und diese niemals
erreichten. Während einige Alex Kidd-Teile heute fast in Vergessenheit geraten sind, wird Alex
Kidd in Miracle World von vielen als eines der besten MS-Spiele überhaupt bezeichnet -und das,
obwohl es eines der ersten MS-Spiele überhaupt war! ...als abstrus und unspielbar schwer fiel
Alex Kidd - High Tech World in der Fachpresse und bei den tatsächlichen Spielern gnadenlos durch
und gilt als schlechtester Teil der Serie. Warum aber dann ein Review dazu? Nun, im Gegensatz zu
allen anderen Teilen ist AK - HTW nicht ein einfaches Jump'n Run oder ein Platformer, sondern
verbindet reine Adventure-Elemente mit actionreichen (und höllisch schweren
in klassischer Jump'n Run-Manier ablaufen. Das in Verbindung mit der definitiv entweder lustig
gemeint verrückten oder vollkommen bescheuerten Story macht das Spiel recht einzigartig in der
Historie der Videospiele. Aber genug Geschichte für den Moment. Die meisten Leser haben
vermutlich ohnehin immer noch Ferien und keine Lust auf Geschichte...
[Ach ja, falls jemand zufällig wissen sollte, dass Wonderboy I auch 1986 entstand, das steht
nicht in Widerspruch zu der Tatsache, dass Alex Kidd Segas erster Serienheld ist. Erstens ist
nämlich Wonderboy keine reine Sega-Kreation, sondern eine Kolloboration mit Escape und später
Westone und zweitens erschien Alex Kidd I einige Wochen/Monate vor Wonderboy I.]
...entweder man findet die Geschichte lustig oder sinnlos, viel mehr Alternativen gibt es nicht.
Alex genießt das Leben als Prinz im großen Schloß seiner Familie, als er von einem guten Freund
erfährt, dass in einer etwas entfernten Stadt eine riesige Spielhalle eröffnet hat... Und als
Videospieleheld hat Alex natürlich großes Interesse daran, sich diese Spielhalle einmal aus der
Nähe anzuschauen. Dummerweise liegt die Stadt recht abgelegen und man kann ohne Karte kaum den
Weg dorthin finden... Alex hatte eine solche Karte, aber leider ist sie just an jenem Tag durch
ein Unglück in acht Stücke zerrissen worden, die kreuz und quer im Schloß verstreut sind...
...nunja, etwas bemüht, die Geschichte, aber ich finde sie schon interessant. Typisch japanisches
und etwas durchgedrehtes Videospiel Ende der 80er.
Es liegt nahe, dass die grundlegende Aufgabe von Alex sein wird, die acht Stücke der Karte zu
finden und sich auf den Weg in die Spielhalle zu machen. Das ist in der Tat so. Allerdings gibt
es da einen sehr kritischen Faktor bei dieser Suche: Zeit. Denn im Spiel vergeht für jede Aktion,
die Alex ausführt, für jeden Raum, den er betritt und für jedes Gespräch, das er führt, eine
gewisse Zeit.





