Ich muss einfach mal meinen Senf zur ""Riester-Rente"" abgeben, da ich mich von der ""Riester-Rente"" ehrlich gesagt sehr verarscht fühle. Ich denke, das geht den meisten so.
Zu Beginn meiner Ausbildung vor ein paar Jahren habe ich eine Risiko-Lebensversicherung abgeschlossen, damit ich später mal zu meiner gesetzlichen Rente, die sich bis dahin wahrscheinlich auf Sozialhilfe-Niveau einpendeln wird, mal was dazu habe. Und eine Lebensversicherung ist eine gängige und verlässliche Anlage. Als ich den Vertrag abgeschlossen habe (1999), wusste noch kein Mensch etwas von Riester-Rente (außer das zuständige Ministerium vielleicht).
So, nun kam dann später die ""Riester-Rente"". Eine Vielzahl an Vorsorge-Angeboten diverser Banken und Versicherungen fördert der Staat nun durch Zuschüsse, die im Rahmen der jährlichen Einkommensteuerklärung geltend gemacht werden können. Den Zuschuss bekommt man allerdings nur, wenn man einen ""zertifizierten Vertrag"" abgeschlossen hat.
Und nun kommt das große Ärgernis: Meine Risiko-Lebensversicherung bekommt keine Zertifizierung, weil Lebensversicherungen allgemein vom Staat scheinbar nicht als ""förderungswürdig"" angesehen werden! Warum das so ist, kann ich überhaupt nicht verstehen! Wie dem auch sei, ich bekomme keine staatlichen Zuschüsse dafür, dass ich damit für's Alter vorsoge. Ich kann, wie bisher, die Versicherungsbeiträge nur bis zu dem lächerlichen Höchstbetrag von der Steuer absetzen.
Klar könnte ich die Versicherung einfach kündigen und ein zertifiziertes Angebot abschließen. Allerdings wären die bislang eingezahlten Beiträge dadurch bis auf einen minimalen Rückkaufswert verloren. Ein zertifiziertes Angebot zusätzlich abzuschließen kann ich mir auch nicht leisten, da mir sonst ehrlich gesagt nicht mehr genug Geld im Monat übrig bleibt.
So habe ich eben Pech gehabt. Während andere Leute für ihre ""Riester-Vorsorgeaufwendungen"" jährlich ihre staatlichen Zuschüsse bekommen, gehe ich mit vielen anderen, die auf eine Lebensversicherung vertrauen und diese nicht einfach kündigen möchten, leer aus.
Gerecht wäre es, wenn ich dann später auf die Lebensversicherung wenigstens keine Einkommensteuer mehr zahlen müsste (Riester-Renten sollen ja später auf jeden Fall versteuert werden). Nur wer gibt mir die Garantie dafür? Am Ende wird dann alles gleich behandelt und ist gleichermaßen steuerpflichtig. Nur dass die Leute, die mit zertifizierten Angeboten vorgesorgt haben, ihre staatlichen Zuschüsse kassieren konnten. Soviel zum Thema ""Sozialstaat"" und zum Gleichbehandlungsgrundsatz.
Was haltet ihr davon? Wer hat das gleiche Problem, dass die Altersvorsorge vom Staat nicht gefördert wird?
Ungerechtigkeit der \"Riester-Rente\"
Ich schätze mal, daß die meisten hier sich darüber noch gar keine Gedanken gemacht haben und nirgendwo zusätzlich etwas einzahlen.
Ich zahle schon seit knapp vier Jahren in eine fondsgebundene Rentenversicherung ein, mal schauen was dabei später mal rauskommt. 12 Jahre muss man die mindestens laufen lassen. Schwankt zwar immer ziemlich im Wert, aber grundsätzlich gehts eigentlich über die Jahre imer leicht aufwärts (irgendwie muss die Inflation ja auch ausgeglichen werden
)
Ansonsten ist es wie Vieles in diesem Staate bzw. bei dieser Regierung, unausgegoren und oftmals sogar ziemlich ungerecht.
Ich zahle schon seit knapp vier Jahren in eine fondsgebundene Rentenversicherung ein, mal schauen was dabei später mal rauskommt. 12 Jahre muss man die mindestens laufen lassen. Schwankt zwar immer ziemlich im Wert, aber grundsätzlich gehts eigentlich über die Jahre imer leicht aufwärts (irgendwie muss die Inflation ja auch ausgeglichen werden
Ansonsten ist es wie Vieles in diesem Staate bzw. bei dieser Regierung, unausgegoren und oftmals sogar ziemlich ungerecht.

