Das Spiel wird aufgrund der Thematik oft mit dem N64 Klassiker Waverace oder der GameCube Neuauflage Waverace Bluestorm (von Katana liebevoll als Grafikdemo bezeichnet

) verglichen, was in meinen Augen jedoch eher unpassend ist, da die beiden Spiele doch ein völlig unterschiedliches Spielgefühl vermitteln.
Hydro Thunder ist ein Speedboat Rennspiel mit insgesamt 13 sehr Abwechslungsreichen Strecken (3 Easy, 3 Medium, 3 Hard und 4 Bonus) und ebenfalls 13 von Grund auf verschiedenen Booten (auch hier gilt 3 Easy, 3 Medium, 3 Hard und 4 Bonus), wobei besonders die Hard-Boote durch ein völlig verrücktes Design anmuten (die Bonus Boote durfte ich leider noch nicht begutachten

). Ziel des Spiels ist es durch gute Platzierungen immer neue Strecken und Boote freizuschalten, um sich schlussendlich der völligen Herausforderung der Bonusstrecken hinzugeben. Ein Meisterschaftsmodus oder Ähnliches gibt es nicht, aber man braucht ihn auch nicht wirklich, denn es handelt sich wie gesagt um einen Arcade-Racer, der aufgrund seines Bonussystems trotz fehlender Meisterschaft für lange Zeit motiviert. Ein Singleplayergame sieht im Normalfall so aus, dass man sich ein Boot und eine Strecke auswählt und sofort loslegt, die geforderte Platzierung zu erreichen. Dabei stehen einem zu Beginn nur die Easy Boote und Strecken zur Verfügung. Belegt man auf allen drei Strecken mindestens den dritten Platz, werden die Medium Vehikel und Strecken freigeschaltet. Hier muss man jeweils zweiter werden um schließlich die Hard Boote und Strecken zu spielen. Wenn man es schließlich schafft auf allen drei Strecken den 1. Platz zu belegen wird die erste Bonusstrecke freigeschaltet. Diese muss man ebenfalls als Sieger beenden um die zweite freiszuspielen usw. Die Bonusboote werden dann im Verlauf des Durchspielens der Bonuskurse ebenfalls freigespielt. Das klingt jetzt zwar alles sehr einfach, aber so ist es nicht, dazu aber später mehr.
Gameplay:
Habt ihr euch für eine Strecke und ein Boot entschieden geht es ohne viel Drumherum auf die Strecke. Hier könnt ihr gleich zu Beginn mit ein bisschen Fingerspitzengefühl einen Jump-Start hinlegen, der euch in den meisten Rennen sehr hilfreich sein dürfte. Ziel ist es nun, dein eigenes Boot geschickt an den Gegnern und allem anderen was sich so auf dem Wasser herumtreibt vorbei zu manövrieren und die Überall (mehr oder weniger) versteckten Boost-Packs aufzusammeln. Damit habe ich auch schon das erste Highlight des Spiels genannt, nämlich das grandiose Streckendesign. Alle Rennen finden auf nicht abgesperrten Gebieten statt, was bedeutet, dass sich neben Anglern, Jet-Ski-Fahren und Touristen-Booten auch die Polizei zugegen ist, um euch das Leben möglichst schwer zu machen. Dadurch wirken die Strecken sehr lebendig und durch die unglaublich variablen Themen einer jeden Strecke wird es auch so schnell nicht langweilig, die Strecken genau zu erkunden, wozu die überall versteckten Abkürzungen noch erheblich beitragen. Was in meinen Augen eher negativ ins Gewicht fällt ist der überaus hohe Schwierigkeitsgrad des Spiels. Ich habe mit zwei Kumpels schon einen ganzen Abend verballert, nur um die Easy Kurse zu schaffen, da es hierfür wirklich nötig ist die Strecken mit ihren Abkürzungen sowie sämtliche Boost-Pack-Locations auswendig zu können, um überhaupt eine Chance auf die Top-3 zu haben. Das ganze wird dann bei den Medium Strecken noch härter, bis es auf Hard schließlich ganz pervers wird (sogar Weedy, der mir kurzerhand beim Freispielen der Hard Tracks helfend zur Seite stand und den ich getrost als HT Experten bezeichnen kann, war bei der Härte des Spiels oft am Verzweifeln

Ich war es somit erst recht

). Wie sich das bei den Bonus-Kursen verhält will ich eigentlich gar nicht wissen. Ein weiterer erschwerender Fakt sind die Computer-Fahrer, die sich dem Spieler sehr oft ein den Weg stellen und auch oft am Einsammeln eines Boosters hindern, was zu weilen extrem frustrierend ist. Haut man jedoch den Turbo rein und schießt den Gegner ab, so dass er wirbelnd durch die Luft fliegt, ist die Genugtuung groß
