Hydro Thunder (DC)

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Moderator: retroK

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Choddy
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Hydro Thunder (DC)

Beitrag von Choddy »

Hydro Thunder - Dreamcast

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Genre: Arcade Racing
Developer: Midway Home Entertainment
Publisher: Midway Home Entertainment
Distributor: Ingram Entertainment, GTI, Electro Source
Other Platforms: Arcade, Playstation, N64

Da ich zur Zeit auf Arbeit recht viel Zeit habe, gibt es heute schon das nächste Review von mir. Aus den selben Gründen, wie beim Shenmue Review ist es mal wieder über ein Dreamcast Spiel, welches mir Weedy nahe gelegt hat und mir sehr gut gefällt (und im Gegensatz zu ihm hab ich es sogar Original :P).

Im Jahre 1999 entdeckte das Speedboat-Spektakel Hydro Thunder das Licht der Welt oder in dem Fall eher das künstliche Licht der Spielhallen. Es handelt sich hierbei nämlich um einen astreinen Arcade-Racer, der etwas später, nämlich im September 1999, auch für die Dreamcast umgesetzt und veröffentlicht wurde. Im Jahr 2000 folgten dann noch weitere Umsetzungen für das N64 und die Sony Playstation, die qualitativ jedoch weder der Dreamcast- noch der Arcade-Version das Wasser (im wahrsten Sinne des Wortes ;) ) reichen konnten.
Zuletzt geändert von Choddy am Do Feb 12, 2004 11:36 am, insgesamt 2-mal geändert.
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Choddy
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Beitrag von Choddy »

Das Spiel wird aufgrund der Thematik oft mit dem N64 Klassiker Waverace oder der GameCube Neuauflage Waverace Bluestorm (von Katana liebevoll als Grafikdemo bezeichnet ;) ) verglichen, was in meinen Augen jedoch eher unpassend ist, da die beiden Spiele doch ein völlig unterschiedliches Spielgefühl vermitteln.

Hydro Thunder ist ein Speedboat Rennspiel mit insgesamt 13 sehr Abwechslungsreichen Strecken (3 Easy, 3 Medium, 3 Hard und 4 Bonus) und ebenfalls 13 von Grund auf verschiedenen Booten (auch hier gilt 3 Easy, 3 Medium, 3 Hard und 4 Bonus), wobei besonders die Hard-Boote durch ein völlig verrücktes Design anmuten (die Bonus Boote durfte ich leider noch nicht begutachten ;) ). Ziel des Spiels ist es durch gute Platzierungen immer neue Strecken und Boote freizuschalten, um sich schlussendlich der völligen Herausforderung der Bonusstrecken hinzugeben. Ein Meisterschaftsmodus oder Ähnliches gibt es nicht, aber man braucht ihn auch nicht wirklich, denn es handelt sich wie gesagt um einen Arcade-Racer, der aufgrund seines Bonussystems trotz fehlender Meisterschaft für lange Zeit motiviert. Ein Singleplayergame sieht im Normalfall so aus, dass man sich ein Boot und eine Strecke auswählt und sofort loslegt, die geforderte Platzierung zu erreichen. Dabei stehen einem zu Beginn nur die Easy Boote und Strecken zur Verfügung. Belegt man auf allen drei Strecken mindestens den dritten Platz, werden die Medium Vehikel und Strecken freigeschaltet. Hier muss man jeweils zweiter werden um schließlich die Hard Boote und Strecken zu spielen. Wenn man es schließlich schafft auf allen drei Strecken den 1. Platz zu belegen wird die erste Bonusstrecke freigeschaltet. Diese muss man ebenfalls als Sieger beenden um die zweite freiszuspielen usw. Die Bonusboote werden dann im Verlauf des Durchspielens der Bonuskurse ebenfalls freigespielt. Das klingt jetzt zwar alles sehr einfach, aber so ist es nicht, dazu aber später mehr.

Gameplay:
Habt ihr euch für eine Strecke und ein Boot entschieden geht es ohne viel Drumherum auf die Strecke. Hier könnt ihr gleich zu Beginn mit ein bisschen Fingerspitzengefühl einen Jump-Start hinlegen, der euch in den meisten Rennen sehr hilfreich sein dürfte. Ziel ist es nun, dein eigenes Boot geschickt an den Gegnern und allem anderen was sich so auf dem Wasser herumtreibt vorbei zu manövrieren und die Überall (mehr oder weniger) versteckten Boost-Packs aufzusammeln. Damit habe ich auch schon das erste Highlight des Spiels genannt, nämlich das grandiose Streckendesign. Alle Rennen finden auf nicht abgesperrten Gebieten statt, was bedeutet, dass sich neben Anglern, Jet-Ski-Fahren und Touristen-Booten auch die Polizei zugegen ist, um euch das Leben möglichst schwer zu machen. Dadurch wirken die Strecken sehr lebendig und durch die unglaublich variablen Themen einer jeden Strecke wird es auch so schnell nicht langweilig, die Strecken genau zu erkunden, wozu die überall versteckten Abkürzungen noch erheblich beitragen. Was in meinen Augen eher negativ ins Gewicht fällt ist der überaus hohe Schwierigkeitsgrad des Spiels. Ich habe mit zwei Kumpels schon einen ganzen Abend verballert, nur um die Easy Kurse zu schaffen, da es hierfür wirklich nötig ist die Strecken mit ihren Abkürzungen sowie sämtliche Boost-Pack-Locations auswendig zu können, um überhaupt eine Chance auf die Top-3 zu haben. Das ganze wird dann bei den Medium Strecken noch härter, bis es auf Hard schließlich ganz pervers wird (sogar Weedy, der mir kurzerhand beim Freispielen der Hard Tracks helfend zur Seite stand und den ich getrost als HT Experten bezeichnen kann, war bei der Härte des Spiels oft am Verzweifeln ;) Ich war es somit erst recht ;) ). Wie sich das bei den Bonus-Kursen verhält will ich eigentlich gar nicht wissen. Ein weiterer erschwerender Fakt sind die Computer-Fahrer, die sich dem Spieler sehr oft ein den Weg stellen und auch oft am Einsammeln eines Boosters hindern, was zu weilen extrem frustrierend ist. Haut man jedoch den Turbo rein und schießt den Gegner ab, so dass er wirbelnd durch die Luft fliegt, ist die Genugtuung groß ;)
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Choddy
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Beitrag von Choddy »

Steuerung:
Die Steuerung geht Arcade-Typisch sehr gut von der Hand. Jedes Rennen kann man eigentlich ohne den Einsatz der Bremse beenden und auch der Jump-Start oder der Boost-Jump gehen nach kurzer Eingewöhnung gut von der Hand. Zu erwähnen ist noch, dass sich das fahrverhalten der Boote sehr stark auf die Steuerung auswirkt und besonders die Hard-Boote zum trägen Untersteuern neigen, was spätestens hier den hin und wieder vorkommenden Einsatz des Bremsbuttons unabdingbar macht. Einziges Manko ist in meinen Augen die etwas verkorkste Menüsteuerung, der man die Arcade-Angehörigkeit sehr wohl anmerkt. Besonders das ständige Zurückkehren ins Hauptmenü nach einem Rennen kann sehr nervig sein.

Grafik:
Die Grafik von Hydro Thunder ist ein wahrer Augenschmaus. Auf der ersten Strecke wirkt das Wasser zwar noch sehr steril und die Umgebung eher langweilig (das ist übrigens der einzige Rundkurs im Spiel nämlich eine abgegrenzte Boot-Rennstrecke ... daher natürlich auch nicht wirklich abwechslungsreich). Spätestens jedoch beim zweiten Kurs offenbart das spiel seine unglaublich Detailverliebtheit. Transparente Wassereffekte, aufspritzende Gischt, rauschende Wasserfälle, durch die Luft fliegende Vögel, ein rauchender Vulkan - all das findet man allein schon auf der zweiten Strecke. Der Abwechslungsreichtum der Strecken ist schier erschlagend, so findet man eine Eislandschaft, tropische Inseln, ein amerikanisches Valley, eine asiatische Landschaft mit wunderschönen Terrassenlandschaften und Reisbauern, griechische Dörfer und antike Ruinen, einen Schiffsfriedhof und vieles vieles mehr. Des weiteren gibt es berauschende Ansichten, z.B. wenn man riesige Abhänge herunterfliegt und man gar nicht weiß wo eigentlich die Wasseroberfläche ist - genial ;) Die Grafik ist im gesamten Spiel sehr flott und vermittelt ein prima Geschwindigkeitsgefühl. Slowdowns sucht man hier vergebens, die Framerate ist einfach sehr konstant. Negativ anzumerken sind jedoch die Clippeng-Fehler beim wandnahen Fahren, wo es oft vorkommt, dass man durch die Wände sehen kann und die fehlende 60Hz und VGA Unterstützung, wobei besonders letztere bei dem Spiel sicherlich echt geil wäre.

Sound:
Beim ersten starten des Spiels war ich doch etwas verwirrt, als die Boxen meines Fernsehers im Hauptmenü bis auf die Soundeffekte beim Anwählen eines Menüpunktes stumm blieben. Keine Musik? Seltsam. Naja sobald man sich dann jedoch ein Boot und eine Strecke auswählen darf, klingen dann doch stimmige Klänge aus den Boxen die sowohl von der Intensität als auch von der Geschwindigkeit sehr gut zum Spiel passen. Besonders genial finde ich die ständigen arcade-typischen Kommentare während des Spiels im Stile eines 'You are crazy' beim auswählen eines Hard Bootes oder dem genialen 'Whoooooaaa' gefolgt von einem 'That will hurt' bei einem besonders hohen Sprung. Sehr geil und absolut stimmig. Auch die Umgebungsgeräusche beim Rennen wissen zu überzeugen und passen sich sehr gut dem rasanten Spiel an. Beim Sound gibt es also alles in allem nichts zu meckern. Sehr schön ;)

Fazit:
Hydro Thunder ist ein überaus gelungener Arcade-Racer der besonders durch sein durchdachtes Bonussystem und sein schlichtweg geniales Streckendesign zu überzeugen weiß. Die kleinen Mängel wie die Clipping Fehler oder die etwas Verkorkste Menüsteuerung kann man bei dem Spiel getrost übersehen, zu groß ist der Spaß den es bietet. Einzig der extrem knackige Schwierigkeitsgrad ist teilweise sehr frustrierend und lädt zum cheaten ein, was jedoch durch viel üben verhindert werden kann. Jeder DC Besitzer der etwas für Arcade-Racer übrig hat sollte das Game zumindest mal antesten, ich sage euch es lohnt sich (wie es sich bei der PSX und N64 Variante verhält weiß ich nicht ... und jedem Berliner sei gesagt, dass im Knaack sogar ein HT-Automat sein Dasein fristet ;) ).

Viel spaß
Choddy
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Karaokefreak
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Beitrag von Karaokefreak »

hehehe, schönes Review.. ^^
Choddy und ich haben gestern seine ""Medium"" Strecken geschafft, drum überrascht mich das Review nu garnich ^^ :P
karaokefreak of a.e.p.
In Memory of my Mother (26.2.60 - 22.5.04).
We will miss you, dre
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Choddy
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Beitrag von Choddy »

Hehe danke Weed.

Ich vergaß übrigens zu erwähnen, dass schon allein Hydro Thunder ein trifftiger Grund ist, sich ein RumblePack zuzulegen, denn was da manchmal abgeht (man merkt wirklich jede Welle und Unebenheit) ist sowas von geil, da lohnen sich die 8 ? bei Ebay :D
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Rpgmaniac-No1
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Beitrag von Rpgmaniac-No1 »

Interessantes Review!
Kam noch nicht dazu, ihn ganz durchzulesen. Scheint aber bis jetzt ein interessanter Konkurrent für den Klassiker Diddy Kong Racing zu sein. *g* :wink:
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GeRmAnSnAkE
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Beitrag von GeRmAnSnAkE »

*esel in hintern tret damit schneller läuft* ;)

[quote=""Rpgmaniac-No1""]Interessantes Review!
Kam noch nicht dazu, ihn ganz durchzulesen. Scheint aber bis jetzt ein interessanter Konkurrent für den Klassiker Diddy Kong Racing zu sein. *g* :wink:[/quote]

Dem Review nach zu urteilen scheint das Spiel verdammt viel mit Diddy Kong Racing gemeinsam zu haben. ;)
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Q-Marine
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Beitrag von Q-Marine »

Ja, ist ja eigentlich fast dasselbe Spiel, nicht? *hüstel*
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GeRmAnSnAkE
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Beitrag von GeRmAnSnAkE »

[quote=""Q-Marine""]Ja, ist ja eigentlich fast dasselbe Spiel, nicht? *hüstel*[/quote]

Du schläfst auch nie, oder? ;)
Naja, ich geh dann mal lieber zu Bett... Gute Nacht! *g
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Q-Marine
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Beitrag von Q-Marine »

Niemals.
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Katana
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Beitrag von Katana »

Ist eigentlich ""Diddy Kong Racing 2"
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Q-Marine
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Beitrag von Q-Marine »

Du hast tatsächlich recht!!

Aufgrund deiner hieb- und stichfesten Argumentation habe ich mich im Internet auf die Suche gemacht um Genaueres zu erfahren.
Nach einer Weile stieß ich dann zu meiner Überraschung auf den ursprünglichen Packungsentwurf für die Nintendo64-Version!

Kaum zu glauben dass man von diesem ansprechenden Cover wieder abgekommen ist... Wäre auch um einiges werbewirksamer gewesen...

Doch wie bereits angesprochen war die Zielgruppe für dieses Genre beim Erscheinen des Titels um einige Jahre älter, was wohl der Hauptgrund war, der MIDWAY zu diesem aus heutiger Sicht unverständlichen Schritt veranlasste.


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Enlil
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Beitrag von Enlil »

Was ein einzelner Satz so an Folgen haben kann...
fatmike
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Beitrag von fatmike »

Coole Sache! Hab mir das Game sofort mal bestellt!
blablabla
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d4s
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Registriert: Fr Aug 22, 2003 4:43 pm

Beitrag von d4s »

die n64 version ist grafisch der dreamcastversion sehr ähnlich und
für den alten schwarzen kasten ziemlich geil.
nur die geschwindigkeit ist nicht so hoch wie auf dc.
aber spielt hydro thunder mal mit n64 emu in 1024x786, ist echt ziemlich cool.
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