An Anfang hat man noch jede Menge Zeit übrig und kann manche Levels sogar mit
über 2:00 Minuten Restzeit beenden, doch gegen Ende des Spiels wird man einige Umwege verfluchen,
die man genommen hat und sich beeilen müssen, um es noch in der Zeit zu schaffen...
Kein Spiel für Leute, die keine knackigen Zeitlimits mögen, soviel ist sicher.

Insgesamt hat Sonic Labyrinth 16 Level, aufgeteilt in vier Welten mit je vier Leveln. Die Welten
sind je einem Oberthema zugeordnet (Sky, Sea, Factory, Castle) und in sich recht geschlossen
designt. Die ersten drei Level jeder Welt sind normale Level wie gerade beschrieben, der vierte
hingegen ist stets eine Besonderheit. Erst rutscht man eine Art Rutsche herunter, sammelt dabei
Ringe ein und weicht gefährlichen, Ringe abziehenden Hindernissen aus (yep, ein wenig wie die
Special Stages in Sonic 2

), dann kämpft man gegen den jeweiligen Boss. Sehr zum Erstaunen der
versammelten Sonic-kundigen Leserschaft ist es NICHT jedes Mal Dr. R, sondern nur eine seiner
altbekannten Teufelsmachinen. ...bis auf den allerletzten Level natürlich. Ehehe. Allgemein ist
bei Bosskämpfen auf jeden Fall darauf zu achten, dass man bei EINEM Treffer des Bosses schon ALLE
eingesammelten Ringe verliert. Und sie nicht mehr einsammeln kann. Und bei einem weiteren Treffer
somit sofort hops geht... Das macht die Bosskämpfe doch stellenweise etwas schwierig. Aber hey,
wo wäre die Herausforderung, wenn man wie sonst einfach immer wieder ein paar von den verlorenen
Ringen einsammeln könnte? Sonic Labyrinth ist auf jeden Fall auch schwerer als die meisten
Sonic-Spiele. Ich empfinde das als positiv, da mir eigentlich alle anderen Sonic-Spiele viel zu
leicht waren, aber dieses Empfinden kann natürlich bei anderen Personen variieren.

Oh, ich sollte vielleicht noch erwähnen, wie man überhaupt Gegner angreifen kann... Hehe.
Dies geschieht mit dem altbekannten Spin Dash, der nebenbei auch die einzige Möglichkeit in Sonic
Labyrinth ist, sich mit einigermaßen sonicky Geschwindigkeit fortzubewegen. Benötigt allerdings
einige Übung, bis man sich auf diese Art und Weise vernünftig fortbewegen kann und nicht ala
Spring Yard Zone oder Casino Night Zone wild durch die Gegend geschleudert wird. Ah, Nostalgie...
[Muss wirklich mal anfangen mit dem Mega-Review zu allen MD-Sonic-Spielen...

]
Außerdem lässt sich der Spin Dash noch in vier verschiedenen Stärken anwenden und man kann sich
während des Aufladens dafür sogar noch eine beliebige Richtung drehen. Ja, 3D ist schon toll...
[Das wird schon wieder ein relativ kurzes Review? Hmm... Entweder schreibe ich heute nur Reviews
zu Spielen mit einem leichten Spielprinzip oder ich werde langsam besser darin, das Wichtigste
zusammengefasst darzustellen.

]
[Okay, ist doch noch etwas länger geworden. Aber hey, ich sagte auch ""relativ kurz"".

]
...grafisch ist Sonic Labyrinth in der Tat eines der besten Spiele, die es für Game Gear gibt.
Sehr flüssige und obendrein auch noch hübsch anzusehende 3D-Grafik, das ist selten auf einem
Handheld.
Selbst die Musik hat einige wirklich gelungene Stücke in petto. Allerdings auch einige Stücke,
bei denen man sich fragt, wie sie den armen, armen Soundchip des GG nur so ...vergewaltigen
konnten -ihn etwas tun machen wollten, was er nicht wollte/konnte...

Generell mag ich ja die
Soundtracks zu Sonic-Spielen recht gerne, aber diesen hier kann ich mich wirklich überhaupt nicht
komplett anhören...
Soundeffekte sind so in der Mitte. Nicht sonderlich auffallend gut, aber auch nicht wirklich
schlecht. Im Vergleich zu den Geräuschen der MD/GEN-Sonic-Spiele natürlich erbärmliche Sound-FX,
aber hey, dieser Vergleich wäre sehr gemein...

Für einen GG sind sie in Ordnung, würde ich mal
diplomatisch sagen.
Das Leben ist wie ein Fluss. Es beginnt im großen Ozean des Lebens
und kehrt am Ende dorthin zurück.
(Final Fantasy VII)