Das machen einige normale
Gegner zugegebenermaßen auch, aber auf einem substantiell geringerem Niveau und weit weniger
gefährlich. CJ 16 ist einer von vielleicht fünf Shootern, die ich in meiner gesamten Zeit nicht
ohne Continues durchspielen konnte. Und das sogar, wenn ich auf EASY spiele... Insgesamt gibt es
nämlich drei einstellbare Schwierigkeitsgrade: Easy, Normal und Hard. Ein Rat von einem doch
recht erfahrenen Spieler: Spielt um Himmels willen nicht auf Hard! Es sei denn, ihr seid darauf
vorbereitet, dass euer Selbstwertgefühl in seinen Grundfesten erschüttert wird, weil ihr in jedem
Level ungezählte Continues braucht...

Und wenn ihr nicht unter gnadenloser Selbstüberschätzung
leidet, fangt auch nicht direkt mit Normal an. Selbst als guter Shooter-Pilot wird man dort auf
keinen grünen Zweig kommen... Schön in Easy anfangen und wenn man das einmal (jemals?) mit nur
noch einem Continue schafft, kann man wechseln zu Normal. Und ich sage gleich, dass man den
finalen Boss NIEMALS ohne Continue bezwingen wird. Zwar hat man einen Schild, der einen pro Leben
vor vier Treffern schützt, aber da dieser Boss logischerweise ganz extrem viele Projektile durch
die Gegend schleudert, ist es unheimlich leicht, in einer einzigen solchen Salve gleich fünf
Treffer abzubekommen...
Aber nochmal kurz zu den Levels. Sie sind jeweils einem anderen Thema entsprechend und so gibt es
futuristische Stadtlandschaft neben bergiger Gegend inklusive Wasserfall oder ruhig, entspannend
aussehendem Wald. Und die einzelnen Level sind in ihrer Gestaltung sehr stimmig ausgefallen. Top.
Daran scheitern mitunter selbst kommerzielle Shooter.
Als letztes sei noch kurz die Vielfalt der Optionen angemerkt. Neben dem normalen Spiel, in dem
man alle fünf Level nacheinander spielt und danach die Endsequenz sieht, gibt es auch noch einen
Modus, in dem man einen beliebigen Level spielen kann. Eine Art Trainings-Möglichkeit. Mitunter
am Anfang notwendig. Dann gibt es noch einen BGM-Player, in dem man sich die Musik aus dem Spiel
noch mal in aller Ruhe gönnen kann. Und einen REPLAY-Modus. Yup, that's right, man kann in CJ16
sein Spiel aufzeichnen und sich später noch einmal anschauen und in Grund und Boden schämen oder
über ein gutes Spiel freuen. Und zuguterletzt gibt es auch noch den äußerst umfangreichen Option-
Mode. Man kann sogar die Farbe der eigenen Schüsse einstellen und ob man einen Hintergrund haben
möchte oder nur die Gegner sehen will... Grandios, ist zu sagen.
Ooh, die Grafik. Ich muss einmal zitieren, was ich an anderer Stelle bereits über Vampires Dawn
sagte. Ich hätte nicht gedacht, dass eine einzelne Person so ein geniales Spiel selbst entwickeln
kann... Die Grafik... Wahnsinn. Es gibt eine stattliche Anzahl ""normaler"" Shooter, die nicht so
genial aussehen wie CJ16. Und CJ16 läuft dabei noch auf nahezu jedem System vollkommen flüssig,
von Pentium I bis Pentium III. Und noch dazu ist die Grafik vollkommen aus BMP-Dateien aufgebaut.
...wirklich beeindruckend. Screenshots hierfür sind Pflicht.

[Übrigens, wo ich schon dabei bin, CJ16 kommt inklusive zweier Tools, ""MapEdit"" und ""EnemyEdit"".
Damit kann man sowohl das Layout der Level als auch das Aussehen und die Stärke der Gegner
verändern, mit einer großen Anzahl von Optionen... Anleitung wird ebenfalls mitgeliefert, aber
natürlich nur in Japanisch. Ich würde davon abraten, einfach so mit den Editoren rumzuspielen,
ohne zu wissen, was man tut... Aber die wichtigsten Funktionen sind auch selbsterklärend und mit
englischen Buttons versehen, so gesehen...]
Soundeffekte sind ebenfalls sehr gut gelungen. Es gibt nicht allzu viel, aber hey, es ist ein
Shooter -und keine Sound Novel. Und es gibt da diesen einen Soundeffekt, den eine ganz bestimmte
Waffe hat... Ah, großartig.
Musik ist ist etwas schwierig zu sagen. Grundlegende Musikuntermalung geschieht mittels MIDIs...
Während man nicht generell sagen kann, dass MIDIs schlecht klingen, besonders RPGMaker-Spiele
beweisen regelmäßig das Gegenteil, finde ich doch schon, dass sie nicht gerade prädestiniert
sind, um ein Shoot'em Up zu untermalen. Nicht dass die vorhandenen MIDIs schlecht wären, das ist
nicht der Fall. Eigentlich rocken die Stücke sogar ziemlich -für MIDIs-, nur ist man einfach
""besser"" klingende Musik im Hintergrund gewohnt... Doch zum Glück ist auch dieser Teil des
Spieles vollkommen nach Gutdünken editierbar. Man kann einfach die persönlichen Lieblings-MIDIs
auswählen, in den BGM-Ordner kopieren und umbenennen in eine der bereits vorhandenen, z.B. ""boss"
Das Leben ist wie ein Fluss. Es beginnt im großen Ozean des Lebens
und kehrt am Ende dorthin zurück.
(Final Fantasy VII)