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Alte Spielereihen

Verfasst: Mo Apr 06, 2009 2:23 am
von cyberpunK
Ich hab mir gerade mal über folgendes Gedanken gemacht. Ich habe vorhin ein Video eines neuen Sonicspiels gesehen in welchem Sonic im "Mittelalter" mit einem Schwert bewaffnet! unter anderem gegen einen schwarzen Sonic im Ritterkostüm kämpft.
Ich frage mich, warum können die Entwickler verschiedener Spielereihen, wie eben z.B. Sonic, nicht einfach mal ein schönes, mit klassischen Elementen der Reihe versehenes Spiel produzieren ohne es sich nicht irgendwo selbst zu vermurksen.
Auch auf dieses Thema hat mich das neue "Leisure Suit Larry" Spiel gebracht, welches wohl nicht ohne weiteres von 4players.de mit einer 17% Wertung gestraft wurde. Magna Cum Laude hatte ja schon nixmehr mit Larry zu tun, aber was ich über dieses Spiel gelesen habe, setzt dem ganzen die Krone auf. Noch ein weiteres Beispiel was mir spontan einfällt wäre die Simon the Sorcerer Reihe - von welcher ich zugegebenermaßen nur Teil 2 gespielt habe. Wieso scheint so vielen Entwicklern ein Gefühl dafür zu fehlen, was ihre eigenen Spiele mal gut gemacht hat? Es kann doch nicht ALLES nur an den bösen bösen Publishern liegen, die auf einen schnellen Release drängen. Ich finde es echt schade Charaktere wie Sonic einfach so verfallen zu sehen weil sie in tausend verschiedenen, zum Großteil schlechten bis mittelmäßigen Spielen durch den Wolf gedreht werden. Ich meine um auf das Beispiel vom Anfang zurück zu kommen, wer zur Hölle will, wenn er Sonic spielt, mit einem Schwert kämpfen (und in diesem Zusammenhang @Sonic Unleashed, wer zur Hölle will ein komischen "Werigel" spielen?). Ich habe vor einiger Zeit bei einem Freund die Demo vom besagten Sonic Unleashed gespielt und ich fand sie ehrlichgesagt richtig geil. Ich habe mir Hoffnung auf ein echt gutes Spiel gemacht und mich gewundert warum ich nicht so viel darüber gehört hatte. Naja, nachdem ich mich dann mal über das Spiel schlau gemacht habe, war mir wiedermal klar, woran es wieder gehapert hat. Ich meine, gerade die Sonic Entwickler müssten es doch langsam gelernt haben oder? Es war ja schon einfach dämlich mit Tails in Sonic Adventure in einem Mech diverse Level erledigen zu müssen, warum kann man denn nicht einfach mal an den Qualitäten eines Franchises festhalten und diese ausbauen. Was steht dem im Wege z.B. eben ein Sonicspiel zu produzieren, was "nur" aus "Sonic" Leveln besteht - also eben auf Geschwindigkeit ausgelegt ist? Man könnte doch trotzdem auch die anderen Charaktere einbauen, früher auf dem Megadrive haben sich doch auch alle im Prinzip gleich gespielt. Man muss ja nicht mit dem Vorschlaghammer "Abwechslung" in ein Spiel hämmern, wenn dieses dadurch einfach schlechter wird, oder? Ein weiterer Kritikpunkt, der mir tierisch auf den Sack geht - in besagtem Trailervideo zum neuen Sonicspiel, war nicht ein "abgespactes" Level - rein Mittelalter, nichtmal nen Strandlevel!!!

Najagut, genug über Sonic gelästert, worauf ich hinauswollte ist, wieso sich viele alteingesessene Entwickler scheinbar so schwer tun, einfach ein spaßiges Spiel auf die Beine zu stellen. Das erwähnte neue Larry Spiel ist übrigens von Team 17 (den meisten vermutlich für ihr Vorzeigeprodukt "Worms" bekannt).
Ich weiß, ich springe gerade fürchterlich von einem Thema zum anderen, aber wo ich gerade dabei bin - habt ihr den Trailer zum neuen Gobliiins Spiel gesehen? Ich wusste bis vor kurzem nichtmal, dass es da einen neuen Teil von geben soll und ich muss sagen, der Trailer sah garnicht sooooo schlecht aus (wenn auch natürlich wieder in diesem schwachsinnigen 3D Stil), aber ich hab die Befürchtung, das wird die nächste Spielereihe die man vor die Wand fährt.

Um das Thema mal ein bißchen zu erweitern - welche Spielereihen fallen euch denn noch ein, die vielleicht einst einen großen Namen hatten und gut waren, welche dann einfach durch schlechte Nachfolger/Ableger einfach ruiniert wurden? Und welche Spiele haben bisher noch keinen Nachfolger gesehen weil die Rechte bei irgendeiner Firma in den Schubladen schlummern, die garkein Interesse daran hat, in den nächsten Jahren einen Nachfolger herauszubringen? Da würde mir jetzt spontan System Shock einfallen und wo ich gerade an System Shock denke - die nächste Spielreihe die mit dem nächsten Titel komplett vor die Wand rauschen könnte (wenn das Spiel nicht einfach gut wird), ist Deus Ex. Von Teil 1 (genial, eines meiner Lieblingsspiele) zu Teil 2 (durchschnitt und für Fans enttäuschend) zu Teil 3 ... der eben noch aussteht, aber grafisch einen gänzlich anderen Weg einzuschlagen scheint.

Nagut, ich hatte gerade einfach mal Lust mir das von der Seele zu schreiben, jetzt dürft ihr in die Tasten hauen :)

Verfasst: Mo Apr 06, 2009 3:01 am
von Enlil
Ein grosses Problem duerfte wohl der Zwang sein, dass nun schon seid Jahren alles in 3D sein muss. Am dem Sprung von 2D zu 3D ist meiner Ansicht nach Sonic gescheitert. Das gesamte Jump'n Run Genre hat ja den Sprung aber offensichtlichnicht geschafft. Vielleicht sind die anderen Genres aber auch einfach besser geworden. Ich muss zugeben, dass ich fast nie mehr alte Jump'n Runs anfasse. An Sonic Adventure habenmir die schnellen Abschnitte auch sehr gut gefallen.
Der Drang da Abweschslung reinzuhaemmern, kommt wohl aber auhc daher, dass Spiele heute ziemlich komplex und oft lang sind. Ich glaube nicht, dass ich bereit waere fuer einen schnellen Sonic-Titel, den ich an einem kurzen Nachmittag durchgespielt habe, 50Euro hinzulegen. Vielleicht waere es hier hilfreich nicht alle Spiele zu Vollpreisspielen machen zu muessen. Ein schneller Sonictitel fuer 20 Euro koennte vermultich total cool und innovativ sein. Die Community der Iniehersteller bestaetigt das meiner Ansicht nach.

Simon the Sorcerer hat wohl zu krampfhaft versucht 3D zu nutzen.

Spiele die noch auf Fortgesetzung/Zerstoerung warten:
- Earthworm Jim: Da David Perry aber nun lieber MMO Freemium-Spiele herstellt, wird das wohl nicht kommen
- Lemmings
- Shenmue, auch wenn das irgendwie nicht richtig passt, aufgrund der nie beendeten Story. Aber nun, da Yu Suzuki weg ist.

Andere zerstoerte Serien:
- Mana-Reihe
- Doom

und bestimmt viele Sachen, die ich vergessen habe, aber spaeter nennen werde.

Verfasst: Mo Apr 06, 2009 3:16 am
von cyberpunK
Von Shenmue sollte doch mal ein MMO rauskommen, da habe ich vor einigen Jahren schon diverse Videos gesehen. Im Endeffekt bin ich recht froh, darüber nichtsmehr gehört zu haben (ich nehme an es wurde eingestampft), da es wohl nicht gerade an die Vorgänger hätte anknüpfen können. Zumal man ja die Kreativität asiatischer MMO's kennt (grinden, grinden, grinden). Es mag stimmen, dass es bei vielen Spiele wegen dem Sprung von 2D zu 3D nicht mit einer guten Fortsetzung geklappt hat, aber ich würde nicht sagen, dass gilt zB fürs ganze Jump'and'Run Genre. Bestes Beispiel ist doch eben Mario! Es kommen immer mal wieder gute neue Mario Ableger raus. Ich gebe dir recht, dass ein Spiel nicht automatisch 50€ kosten sollte, sondern eher am Inhalt gemessen werden sollte. Was die 2D/3D Sache bei Sonic angeht, so hat man bei Unleashed wohl versucht sich wieder an 2D anzunähern (damit meine ich zB Kameraperspektive von der Seite etc halt kein wirkliches 2D).
Ich finde es generell schade, dass so viele Entwickler krampfhaft mit auf den 3D Zug aufspringen, obwohl ich mir gerade heutzutage SUPER 2D Spiele vorstellen könnte (mit hochauflösender Optik). Ein anderes Beispiel, was wohl nicht wirklich den Sprung in die 3D Welt geschafft hat, wäre wohl die Baphomets Fluch/Broken Sword Reihe oder auch Monkey Island (wobei ich da ehrlich sagen muss, dass ich nur Teil 1-3 und ein ganz ganz klein wenig Teil 4 gespielt habe). Es funktioniert aber meiner Erfahrung nach nicht, ein klassisches Adventure Konzept zu nehmen und mit einer 3D-artigen "WASD" Steuerung zu versehen. Das ist einfach unnötig umständlich und hilft niemandem.

Wieso meinst du denn Doom wäre zerstört? Ich dachte Doom 3 kam ganz gut an (obwohl ich es persönlich nicht so gut fand und total überbewertet, da es mich nicht wirklich "geschockt" hat, wie z.B. die Atmosphäre bei System Shock damals). Ok zugegebenermaßen, es kam zwischenzeitlich ein wirklich schrecklich schlechter Doom Film raus und wenn ich genau darüber nachdenke, war das wohl auch nicht so das beste fürs Doom Franchise, aber würde sich ein möglicher vierter Teil DANACH richten?

Eine weitere Reihe die auf der Kippe steht (ok, schon seit mehr als einem Jahrzehnt) ist dann wohl auch Duke Nukem.

Verfasst: Mo Apr 06, 2009 7:56 am
von Q-Marine
Andere zerstoerte Serien:
- Mana-Reihe
- Doom
Na na..., mach mal halblang ;)

Doom 3 ist einer der geilsten Shooter die ich kenne (und ich kenne einige), auch nach einer gewissen Umgewöhnungsphase hat mir Doom 3 die letzten paar Male die ich es durchgespielt habe verdammt viel Spaß gemacht.
Es gibt eben technikbedingt keine Massenschlachten mehr (die gibts dann wieder in den Modifikationen) und die Gewalt wurde deutlich zurückgeschraubt, vom Grundprinzip hält Doom 3 aber weiter den hohen Standard der Serie.
Aber vielleicht hast du dich ja auf den unsäglichen Kinofilm bezogen.

Verfasst: Mo Apr 06, 2009 9:29 am
von GeRmAnSnAkE
Wenn ihr von Verhunzung von Spielereihen sprecht, guckt euch mal Gobliiins 4 an. Manches sollte man einfach ruhen lassen.

Verfasst: Mo Apr 06, 2009 12:01 pm
von boo
Enlil hat geschrieben: - Earthworm Jim: Da David Perry aber nun lieber MMO Freemium-Spiele herstellt, wird das wohl nicht kommen
Wurd doch schon damals mit Earthworm Jim 3D in den Sand gesetzt.

Ich muss zustimmen, dass die "normalen" Levels bei Sonic Unleashed total bocken, das hätte echt ein geniales Spiel werden können. Dabei finde ich, dass der Sprung von 2D auf 3D in Sonic Adventure noch sehr gut gelungen ist, nur hat man es dabei halt einfach nicht belassen. Hier kann man sich aber auch fragen, wieso Nintendo Mario-Spiele, die nicht mehr wirklich einfache Jump&Runs sind, wie z.B. Mario Sunshine, vernünftig hinbekommt, aber bei Sonic alles Neue ausnahmslos Mist ist.

Sonic Team kriegt aber irgendwie sowieso nichts mehr gebacken seit post-DC Zeiten. Phantasy Star Online scheint mit jeder neuen Fassung schwächer zu werden, das neue Nights Spiel soll auch nicht so der Reißer gewesen zu sein... und darauf das halbe Dutzend verhunzter Sonic-Titel.

Doom 3 ist ja wohl eine sehr würdige Fortsetzung (bzw. Remake)

Man muss aber auch Bedenken, dass bei vielen wiederbelebten Serien die ursprünglichen Entwickler überhaupt nicht mehr beteiligt sind, siehe Simon the Sorcerer oder Leisure Suit Larry. Da wollen die neuen Leute natürlich ihre "Vision" von der Serie umsetzen (abgesehen von Sachen, die wirklich rein durch die Geldgier der Publisher zerstört werden, wie LSL. Da kann mir keiner Erzählen, dass da kreative Gedanken hinterstecken). Das kann total daneben gehen (Golden Axe Beast Rider) oder aber auch ganz großartig werden (Xbox Ninja Gaiden). Leider ist es meistens ersteres.

Interessant ist auch zu beobachten, wenn Serien, die spielerisch noch nie das Gelbe vom Ei waren, plötzlich wiederbelebt werden sollen, wie das mittlerweile eingestellte Altered Beast und Splatterhouse (wobei letzteres auch wieder in der Schwebe ist, nachdem Bandai-Namco es dem Entwicklerteam weggenommen hat).

Eine Serie, die in der wiederbelebten Form hochgelobt ist (irgendwie noch mehr als die ursprünglichen Spiele), mit persönlich aber überhaupt nicht zugesagt hat, is Metroid Prime.

Verfasst: Mo Apr 06, 2009 1:14 pm
von NegCon
Schlimm finde ich es eher, wenn eine Reihe meiner Meinung absolut vermurkst wurde, aber die Meisten das auch noch toll finden wie z.B. bei Resident Evil, wo Capcom nach zwei oder drei gescheiterten Versuchen ein anständiges RE4 zu machen, einfach mal den neusten Teil der Shooterreihe als Bestandteil der Hauptreihe verkauft hat,... was auch erklärt, wieso Erstere nicht mehr wirklich fortgesetzt wird und auf Wii die Chronicles-Serie gestartet wurde, zuder mit The Darkside Chronicles auch schon Teil 2 in der Mache ist.

Meiner Meinung nach liegen solche z.T. drastischen Veränderungen innerhalb einer Spielreihe darin begründet, dass man sie oftmals einfach mainstreamisieren will, da zum einen die Entwicklungskosten mittlerweile, zumindest bei größeren Projekten, zu denen viele der Fortsetzungen gehören, einfach exorbitant hoch sind und man massig Käufer braucht, dazu kommt wohl noch, dass die Entwickler mittlerweile auf den Trichter gekommen sind, dass man oftmals auch mit weniger Aufwand und somit weniger Entwicklungskosten einiges an Geld einfahren kann... beste Beweise die ganzen Minigamesammlungen auf Wii.

Final Fantasy XII ist z.B. auch nicht mehr mit den Vorgängern vergleichbar, da die Grundstruktur jetzt eher an ein Offline-MMORPG erinnert. In dem Zusammenhang ärgert es mich übrigens immer wenn irgendwelche Möchtegern-RPGler das Spiel so toll finden, weil es endlich keine lästigen Zufallskämpfe mehr gibt und das rundenbasierende Kampfmenü (ok bei FF durch ATB-Feature auch schon länger nicht mehr wirklich Rundenbasierend) verschwunden ist. Da frag ich mich dann immer, wieso solche Leute überhaupt RPGs spielen, da diese Sachen (imo) immer noch zu den Grundlagen eines jRPGs gehören, ansonsten kann ich ja gleich irgendwelche Action-Adventures spielen (aber der Unterschied zwischen RPG und A-Adventure ist denen ja meist auch nicht geläufig, wenn man liest wie oft Zelda als RPG bezeichnet wird). Ich reg mich ja auch nicht auf, dass das grundlegende Gameplay bei Soccer-Games (Fun-Soccer mal ausgenommen) seit quasi 20 Jahren immer das Selbe ist und ich endlich mal Einsatz von Fahrzeugen und Waffen haben will. Wenn einem ein Genre nicht gefällt, dann soll man's halt nicht spielen, vor allem wenn einem allein solche Basissachen bereits stören.

Apropos Final Fantasy... dass die ursprünglichen Serienschöpfer nicht mehr an den aktuellen Titeln beteiligt sind, merkt man hier überdeutlich, vor allem wenn man sich, wie in diesem Fall, Sakaguchi's Lost Odyssey anschaut. All das was ein FF eigenltich mal ausgemacht hat (außer die klassische Oberweltkarte) ist dort enthalten im modernisierter Form übernommen worden bzw. mehr noch... z.T. ging man dort sogar wieder Back to the roots und hat das ATB-System entfernt, wodurch die Kämpfe nun wieder weitaus taktischer und kalkulierbarer werden. Sowas beweist eindeutig, dass nicht alles was alt ist unbedingt zwangsweise erneuert werden muss.

Zu den Spielereihen bei denen ich demnächst eine Verschlimmbesserung erwarte, steht aktuell Silent Hill recht weit oben. Nachdem Origins und Homecoming schon nicht mehr vom Team Silent selbst entwickelt wurden, wird nun auch das Wii-Remade von Teil 1 Silent Hill: Shattered Memories von einem US-Team entwickelt... am neuen Charakterdesign auch unschwer zu erkennen. Außerdem gibt es schon wieder die wildesten Gerüchte, wie z.B. dass man im Spiel selbst nicht Kämpfen können wird, sondern quasi immer am Wegrennen ist,... würde mich auch nicht wundern, wenn man auch dort, ähnlich wie bei RE4, Quick-Time-Events einbaut, oder wie es gerne nenne, Knöpfchendrücken für Blöde.

Btw. spontan könnte ich jetzt auch keine 2D-Reihe nennen, die den Sprung in die dritte Dimension glänzend gemeistert hätte... bis jetzt ich die 2D-Vorgänger immer besser als dessen 3D-Nachfolger... auch bei den Mario-Games... einzig Zelda: TP konnte mich noch einmal richtig begeistern wie einst zu SNES- und GB-Zeiten (Link's Awakening). Von daher spiele ich heutzutage ehrlich gesagt lieber neuere Reihen, die ihre Wurzeln ohnehin in 3D haben.

Ansonsten für alte Sonic-Fans gibt es zum Glück immer noch die GBA-Teile und Sonic Rush für DS, die weiterhin in 2D gehalten wurden. ;)

Sind jetzt auch nur meine Ansichten und ich weiß sehr wohl, dass einiges davon mit Meinungen einiger hier nicht korrespondierend ist... aber passt halt gerade gut in den Thread.

Verfasst: Mo Apr 06, 2009 2:43 pm
von cyberpunK
Ja dieses "mainstreamisieren" wie du es nennst, ist leider viel zu oft das Problem - wie im ersten Post auch schon erwähnt, war das bei Deus Ex 2 leider der Fall. Eine andere Reihe, die man, im wahrsten Sinne des Wortes, vor die Wand "gefahren" hat, ist meiner Meinung nach Need for Speed. Da habe ich auch das Gefühl, es lässt von Spiel zu Spiel nach und nicht umsonst sitzt hinter dem neuen NFS Teil wohl ein anderes Entwicklerteam, als noch hinter Pro Street. Generell schade finde ich, dass auch komplett neue Spielereihen irgendwie an Tiefe verlieren. Da denke ich im speziellen an Bioshock - wenn man es mit System Shock 1 und 2 vergleicht, ist es irgendwie einfach nicht das selbe. Gerade aber bei dem Prinzip einer ganzen Unterwasserstadt, hätte man es etwas nicht linearer gestalten können, als es im Endeffekt geworden ist. Es erinnert mich ehrlichgesagt mehr an ganz alte Shooter ala Duke Nukem, vonwegen "rote Keykarte sammeln und bei der richtigen Tür benutzen - fertig". Eine ganz große Firma, wenn es darum geht Spiele mainstreamfähig zu machen, ist heutzutage wohl Blizzard. Ich finde schon, dass sie sehr gute Spiele machen, aber gerade ihr Vorzeigeprodukt WoW halte ich für absolut überbewertet. Ich habe nichtmal Level 40 in dem Spiel erreicht, während einige meiner Freunde ein Level 70 Character nach dem anderen hochgezogen haben. Ich finde diese sinnlose Quest rumgegrinde und zwischendurch mal in eine Instanz um Items zu sammeln auf Dauer einfach langweilig. Mir fehlen eindeutig die innovativen Ideen wie seinerseit bei Ultima Online. Ich kann nur müde lachen, wenn ich von Leuten höre, WoW ist so toll und kein anderes Spiel kommt da ran. WoW hat schlichtweg einfach viele bereits vorhandene Ideen kopiert und es in ein Einsteiger und Benutzerfreundliches Spiel gepackt. Über die Jahre kam dann immermehr neuer Content, aber auf mich wirkt es alles einfach wie eine Light-Edition von bereits vorhandenen Spielen. Realms und Kriege gabs schon bei Dark Age of Camelot, Berufe bei Ultima Online - nur besser und ausführlicher.
Ich will Blizzard nicht den ganzen Schneid absprechen, sie machen vieles besser, was andere Entwickler versäumen, aber meiner Meinung nach hat diese Firma einfach verdammt viel Glück mit ihren Spielen gehabt - also, dass sie SO eingeschlagen sind wie sie es dann sind (Stichwort Starcraft und Korea). Ich freue mich jedenfalls trotzdem auf Diablo 3, aber ich weiß jetzt schon, dass es kein Spiel werden wird, dass mich so fesselt, wie es seinerzeit ein Baldurs Gate 2, ein Deus Ex, ein Zelda Ocarina of Time oder ein Final Fantasy 7 konnte, weil ganz einfach die Tiefe fehlen wird. Es ist und bleibt halt ein simples Hack&Slay Spiel in einer ausserordentlich guten Präsentation.
Ich bin ein bißchen vom Thema abgekommen und ich habe mit Diablo 3 vermutlich auch nicht das beste Beispiel gewählt, da Blizzard eben alle Ressourcen hat, dafür zu sorgen, DASS es gut wird. Trotzdem hoffe ich, sieht man worauf ich hinauswill. Wo wir gerade schon bei Ultima Online waren -> nächste Serie die vor die Wand gefahren wurde.
Ich bin jedenfalls froh, dass es auch noch Entwickler wie Bioware gibt, die einfach ab und zu auch mal wirklich gute Spiele auf den Markt bringen (Mass Effect auf dem PC fand ich super). Ich habe die Hoffnung, dass das neue Star Wars MMO "The Old Republic" von Bioware endlich mal wieder frischen Wind in das MMO Genre bringt. Bevor Sony damals Starwars Galaxies verhunzt hat, war es mMn das beste MMO auf dem Markt - besser als WoW, gerade WEIL es sich anders gespielt hat. Irgendwann kam dann eine "Anpassung" und total unnötig dämliche Änderungen. Das hat Sony dann aber auch von den Fans quittiert gekriegt, indem die meisten einfach aufgehört haben und nach und nach abgewandert sind.

Verfasst: Mo Apr 06, 2009 3:07 pm
von boo
Man kann es mit der früher-war-alles-besser-Einstellung aber auch übertreiben.

If fand das klassische Resident Evil klasse. Aber brauchte ich nach RE1, RE2, RE3, RE Code Veronica, REmake und RE0 unbedingt noch ein RE-Spiel, was nach dem exakt gleichen Schema abläuft? Nicht wirklich. RE4 kam für mich in genau dem richtigen Moment, an dem ich begann, das Interesse an der immer wieder gleichen Formel zu verlieren.

Anderswo werden Spieleentwickler für den Mangel an Innovationen angeprangert, hier gibts jetzt auf die Mütze wegen zu viel Innovation?

Das selbe gilt für Final Fantasy XII, zumal hinter der zeitgemäßen Verpackung immer noch ein faktisch rundenbasiertes Kampfsystem steckt.

Verfasst: Mo Apr 06, 2009 3:16 pm
von cyberpunK
Wobei das Rezept in beide Richtungen funktioniert, denn ich finde gerade die Final Fantasy Reihe ist ein Paradebeispiel dafür, wie man es mit Innovationen übertreiben kann. Ich meine, das ist doch die Reihe die in jedem neuen Teil gezwungenermaßen ein anderes Kampfsystem hat, oder nicht? Damit beziehe ich mich auf Sachen wie zB die Materia/Substanzen aus FF7, nicht auf Echtzeit/nicht Echtzeit. Naja ihr kennt alle FF, sollte klar sein was ich meine.
Ich fand RE4 ehrlichgesagt auch nicht schlecht und ich freue mich auch immer wenn es mal Innovative neue Spiele gibt, wie zum Beispiel für mich persönlich zuletzt Mirrors Edge. Deshalb mag ich auch Nintendo, da dort öfter mal auch was neues auf den Markt kommt. Falls du dich auch auf meinen Post bezogen hast, habe ich gerade die von dir oftmals fehlende Innovation/Kreativität angeprangert (das Beispiel mit der Keycard aus Duke Nukem).

Meiner Meinung nach muss sich ein Spiel vom Prinzip her aber nicht verändern WENN es denn andere gute Gründe bietet, es zu spielen wie eine wirklich interessante Storyline.

Verfasst: Mo Apr 06, 2009 4:40 pm
von NegCon
@boo
Das hat nichts mit "früher war alles besser" zu tun (sonst würde ich wohl kaum neue Spiele spielen). RE4 ist für mich nichts anderes als eine Weiterentwicklung der Shooterreihe, die zuvor schon parallel existierte und jetzt als Maintitel verkauft wird, im Grunde aber nichts mehr den Vorgängern der Hauptreihe zu tun hat. Den Titel "Resident Evil 4" trägt es sowieso nur aus verkaufstechnischen Gründen. RE4 ist in der endgültigen Version einfach viel Massenkompatibler gemacht worden, weswegen es auch soviele toll finde... wie gesagt mir gefällt es nicht besonders, da ich mit der RE-Shooterreihe noch nie viel anfangen konnte (mir ist ein Spiel mit gruseliger Atmosphäre in dem man massig Rätsel lösen muss halt einfach lieber, als ein Shooter wo man nur 'nem Weg folgt).

Btw. hier übrigens ein Video der Version die ursprünglich als RE4 angekündigt wurde... zugegeben aufgrund der Geister und der rumlaufenden Puppen wirkt es fast mehr wie Silent Hill als wie ein RE, aber könnte auch Folgen der Vergiftung bzw. Infizierung sein die Leon ursprünglich hätte haben sollen.



Was Final Fantasy betrifft... Hironobu Sakaguchi, der Erfinder von FF, hat mit Lost Odyssey seine eigene Version eines modernen FF zusammengebastelt und meiner Meinung nach eindeutig bewiesen, dass das Ur-Gameplay noch eine Menge Potential hat. Gibt auch Gerüchte, dass LO2 demnächst angekündigt ist, M$ hat vor einiger Zeit schon einmal bekannt gegeben, dass man aus dem LO-Franchise gerne eine Serie machen würde, und wenn sie klug sind, dann sollten die das auch durchziehen, denn wenn die Qualität weiterhin so bleibt, bestehen gute Chancen, dass man damit eine echte Konkurenzmarke zu FF aufbauen könnte.

Ums kurz zu machen... ich habe nichts gegen Neuerungen oder Innovation wenn diese das Grundkonzept einer Serie sinnvoll (!) erweitern. RE4 und FFXII tragen ihre Namen doch nur, um aus den den bereits etablierten Spielreihen Profit zu schlagen (hätten wohl weitaus weniger aufsehen erregt, wenn sie als neue Spielreihen präsentiert worden wären)... von daher bleibt mir nichts anders übrig als sie mit den "Vorgängern" zu vergleichen und da versagen beide meiner Meinung nach eben auf ganzer Linie, weil sie nichts mehr von dem haben, wieso ich die Reihe eigentlich mal mochte.
cyberpunK hat geschrieben:Meiner Meinung nach muss sich ein Spiel vom Prinzip her aber nicht verändern WENN es denn andere gute Gründe bietet, es zu spielen wie eine wirklich interessante Storyline.
Das Problem dürfte wohl sein, dass der Massenmarkt nach Action schreit... Ego-Shooter bzw. generell Shooter sind ja atm angesagt wie nie zuvor... da scheinen Spiele, die es etwas gemächlicher angehen lassen und sich noch Zeit nehmen um eine Geschichte zu erzählen, momentan nicht besonders angesagt zu sein. ;)

Btw. der Begriff Innovation wird in letzter Zeit auch irgendwie viel zu inflationär verwendet. Bei den wenigsten Spielreihen die eine Veränderung erfahren sehe ich irgendwas das absolut neu wäre, vielmehr biegt man sie so zurecht, dass sie dem aktuellen Massengeschmack entsprechen... wenn also der Markt nach mehr Action schreit, dann baut man es eben ein, auch wenn man zuvor das serientypische Gameplay niederreißen muss.

Wie gesagt, ich weiß, dass viele oder die Meisten anderer Meinung sind als ich, aber ist halt meine Einstellung zu dem Ganzen. ;)

Verfasst: Mo Apr 06, 2009 5:13 pm
von cyberpunK
Das Video ist aber wirklich sehr atmosphärisch, gefällt mir. Ich muss ehrlich sagen, ich hatte mir vorher garnicht so bewusst gemacht, wie sehr sich Resident Evil verändert hat. Ich hab zwar Teil 1 und 3 mehrfach durchgespielt, aber du hast Recht - Teil 4 ist wesentlich actionlastiger. Trotzdem hat Teil 4 auch Verbesserungen mit sich gebracht, denn ich finde gerade die Actionszenen spielen sich besser. Natürlich hätte man das ganze noch mit mehr Adventureanteilen und Atmosphäre bestücken können. In dem Video finde ich aber komisch wie Leon läuft. Soll das eine Auswirkung seiner, von dir angesprochenen, Vergiftung sein?

Verfasst: Mo Apr 06, 2009 6:22 pm
von NegCon
cyberpunK hat geschrieben:Das Video ist aber wirklich sehr atmosphärisch, gefällt mir. Ich muss ehrlich sagen, ich hatte mir vorher garnicht so bewusst gemacht, wie sehr sich Resident Evil verändert hat. Ich hab zwar Teil 1 und 3 mehrfach durchgespielt, aber du hast Recht - Teil 4 ist wesentlich actionlastiger. Trotzdem hat Teil 4 auch Verbesserungen mit sich gebracht, denn ich finde gerade die Actionszenen spielen sich besser. Natürlich hätte man das ganze noch mit mehr Adventureanteilen und Atmosphäre bestücken können. In dem Video finde ich aber komisch wie Leon läuft. Soll das eine Auswirkung seiner, von dir angesprochenen, Vergiftung sein?
Von den alten RE's hab ich eigentlich alle, bis auf RE3 komplett durchgespielt und RE4 bis relativ kurz vorm Ende, sind zwei imo komplett verschiedene Genres. Die alten Teile waren noch Survival-Horror-Action-Adventures (mit starken Rätselanteil) und RE4 und RE5 sind 3rd-Person-Shooter. Ich spiele die Reihe schon, seit Teil 1 damals für PSX erschienen ist, vielleicht fand ich den Genrewechsel deswegen auch so extrem.

Das Video der "Early Version" zeigt eigentlich das, was Capcom ursprünglich versprochen hat und sieht jetzt auch wie eine Weiterentwicklung von Code Veronica aus, dessen Story eigentlich mit RE4 hätte fortgesetzt werden sollen. Btw. Shinji Mikami, der Erfinder der RE-Reihe, hat in einem Interview vor ein paar Wochen gesagt, dass er kein Interesse hat RE5 zu spielen, weil es absolut nicht dem entspricht, was er sich unter so einem Spiel vorstellt bzw. es zwar den Spielern gefallen dürfte, aber niemanden der die RE-Serie mitentwickelt hat... ist ja auch mal eine Aussage.

Dazu kommt aber auch noch, dass ich eine vollkommene andere Erwartungshaltung aufgrund des ersten Trailers hatte (der noch auf der frühen Version basierte):



Wegen der Gangart von Leon in der früheren RE4-Version... da weiß ich leider auch nichts. Vielleicht war das auch nur eine noch nicht 100%ig finale Animation, wobei ich sie jetzt eigentlich nicht sonderlich seltsam finde... eher typisch für so ein Game (bei den SH-Spielen wird die Laufanimation ja auch oft als seltsam empfunden, was mir ebenfalls noch nie aufgefallen ist XD).

Btw. weil Mikami und Sakaguchi anscheinend ähnliche Ansichten haben, scheint es wohl wirklich so zu sein, dass oftmals ein Teamwechsel an starken Veränderungen schuld ist.

Aber ok, ich wollte jetzt nicht wegen RE4/5-Bashing nerven... ich weiß ja, dass es viele sehr gut finden... und ich wollte jetzt auch keine riesige Diskussion darüber enfachen... ist ja nur meine pers. Meinung und evtl. noch von ein paar alten Old-Skool-RE-Hardcore-Fans. ;)

Verfasst: Mi Apr 08, 2009 4:45 pm
von The_Crow
Ich fand damals auch die erste RE4 Ankündigung gut. An den alten RE Spielen hat mich als einziges die Steuerung und das Speichen und das zu kleine Inventar gestört.
Ansonsten war das gute Erwachsenenunterhaltung denke ich, habe aber nichts ganz durch gespielt. Sollte ich wohl mal machen denke ich.

Zu dem 2D Sprung in 3D wurde ja schon viel gepostet hier und ich kann dem Meisten nur zustimmen. Ganz wenige Titel wurden als sie von 2D in 3D übergingen gut. Einzig Mario wurde OK, aber das war es dann schon fast.

Zu Sonic sag ich mal, dass man sicher nach den beine Adventure Spielen auch wieder einen weitern 3D Teil machen könnte, aber das was alles im Sonic Universum kam in den letzen Jahren war leider nicht das Gelbe vom Ei, auch nicht dann, wenn mann Fan ist und mal sich einiges gefallen lässt.

Was ich in der aktuellen Gen total vermiss ist so was wie Kya Drak Linage und Co auch so was wie Beyond Good and Evil. Hier befürchte ich, sollte er kommen, dass Teil 2 ein Gurke wird.

Verfasst: Mo Apr 13, 2009 1:33 pm
von cyberpunK
Passend zum Thema, ist gerade folgender Artikel auf Gamestar.de erschienen "die 10 furchtbarsten Fortsetzungen"

http://www.gamestar.de/specials/spiele/ ... ungen.html