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Gewaltige Proteste gegen die Arbeitsreform!
Verfasst: Mo Aug 30, 2004 6:27 pm
von Rpgmaniac-No1
Wie es aussieht, scheinen bis jetzt bundesweit 70000 Bürger gegen Hartz-IV zu protestieren. Auch droht es bereits eine Spaltung zwischen Ost und West. Ich denke das liegt nicht nur an dem ALG2 sondern auch da dran, dass der Osten quasi weniger ALG2 bekommen wird als der Westen.
Und das nennt sich Demokartie..
Verfasst: Mo Aug 30, 2004 6:43 pm
von XTale
wir könnten wieder ne Mauer bauen...

Re: Gewaltige Proteste gegen die Arbeitsreform!
Verfasst: Mo Aug 30, 2004 7:00 pm
von Gast
richtig erkannt... es nennt sich nur demokratie denn dahinter steckt der entfesselte kapitalismus mit den parteien als willige handlanger!
blastar...
Re: Gewaltige Proteste gegen die Arbeitsreform!
Verfasst: Mo Aug 30, 2004 7:14 pm
von Busta
blastar hat geschrieben:richtig erkannt... es nennt sich nur demokratie denn dahinter steckt der entfesselte kapitalismus mit den parteien als willige handlanger!
blastar...
Völlig korrekt! Und der Staat ist zur Beute der Parteien verkommen.
Von "Die Parteien wirken bei der politischen Willensbildung des Volkes mit." wie es im Grundgesetz steht, sind wir inzwischen Lichtjahre entfernt.
Verfasst: Mo Aug 30, 2004 8:22 pm
von Rpgmaniac-No1
Hab an die Idee von XTale auch schn gedacht.

Bin gespannt wer dann zukünftig die Mauer wieder kaputt machen würde...oder auch nicht?
Verfasst: Mo Aug 30, 2004 9:57 pm
von asi
wir könnten wieder ne Mauer bauen...
wie wärs stattdessen mit nem neuen Alleinherrscher (Demokratie funktioniert ja eh nicht) der neue Reformen mit Waffengewalt durchsetzt?

(für mirmok: ja, es ist ironisch gemeint...)
Re: Gewaltige Proteste gegen die Arbeitsreform!
Verfasst: Di Aug 31, 2004 1:32 am
von Blade
Busta hat geschrieben:blastar hat geschrieben:richtig erkannt... es nennt sich nur demokratie denn dahinter steckt der entfesselte kapitalismus mit den parteien als willige handlanger!
blastar...
Völlig korrekt! Und der Staat ist zur Beute der Parteien verkommen.
Von "Die Parteien wirken bei der politischen Willensbildung des Volkes mit." wie es im Grundgesetz steht, sind wir inzwischen Lichtjahre entfernt.
Bert Brecht hat es doch schon damals gewusst:
Die Demokratie funktioniert nicht - das Volk ist einfach zu dumm zu regieren.
Trotzdem ist der Reformkurs der Regierung richtig. Da bleib ich bei....
Verfasst: Mi Sep 01, 2004 9:37 am
von Busta
Welcher Reformkurs?
Reform (lat. für Umgestaltung) bezeichnet eine planvolle Veränderung, mit dem Ziel der Linderung oder Beseitigung bestehender Missstände.
Heute wird das Wort Reform inflationär verwendet, vor allem in der Politik. Dort werden augenscheinliche Versprechen zur Verbesserung der Situation für den Bürger aufgrund des starken Einflusses von Lobbyisten oft abgeändert oder in das Gegenteil umgekehrt. Wenn es durch diese Lobbys gar zu einem Stop der Reform kommt, wird von Reformstau gesprochen. Heute wird Reform oft im Zusammenhang mit Sozialabbau verwendet. Vormals soziale paritätische Leistungen werden gekürzt oder gestrichen. Die bisher erfolgte Umverteilung von den Vermögenden zu sozial Schwächeren wird reduziert.
Auch eine überlange Regierungszeit einer Regierung, z.B. wie bei Helmut Kohl, kann zu einem Reformstau führen.
Reformen können oft zu Protesten der Bürger führen, denn jede Reform hat sowohl ihre Gewinner als auch ihre Verlierer, die sich ungerecht behandelt fühlen. Zur Zeit führen in Europa die Kürzungen von staatlichen Leistungen am offensichtlichsten zu diesen Protesten.
In der deutschen Politik sind derzeit Reformen auf dem Arbeitsmarkt (siehe dazu Hartz-Konzept) und in der Sozialversicherung (siehe dazu Rürup-Kommission) aktuell und Gegenstand heftiger Kontroversen. Diese Reformvorschläge stoßen auf massiven Widerstand von Lobbyisten und auch Teilen der Bevölkerung.
Ob eine Reform positive oder negative Auswirkungen hat, ergibt sich erst nach einiger Zeit und ist auch abhängig von der Perspektive. Die Privatisierung staatlicher Betriebe unter der britischen Regierung Thatcher schaffte zwar schnell Geld in die Kassen, aber die neuen Besitzer der Firmen rationalisierten Arbeiter weg, was als negativ angesehen werden kann. Allerdings hatten diese Reformen langfristig auch eine als positiv bezeichenbare Wirkung vollbracht, denn Blairs Arbeitsmarktreformen wären ohne die Vorarbeit Thatchers nicht so erfolgreich geworden, wie sie nun ist.
Verfasst: Mi Sep 01, 2004 10:17 pm
von XTale
du hast Quelle Wikipedia vergessen ,)
plus: " Die Neutralität dieses Artikels ist umstritten. Eine Begründung findet sich auf der Diskussionsseite des Artikels. Siehe auch: Wikipedia:Neutraler Standpunkt."

Verfasst: Fr Sep 03, 2004 11:47 pm
von Bloby
Wie hat Lafontaine noch auf der Montagsdemo gesagt, Zitat:
"Die Grenzen verlaufen nicht zwischen Ost und West, sondern zwischen Arm und Reich, laßt euch nicht auf eine Ost-West Diskussion ein, der Arbeitslose im Westen ist auch immer der Bruder des Arbeitslosen im Osten."
Recht hat er! "Teile und Hersche" ist doch out, darauf fällt keiner mehr rein. Die Reichen stopfen sich nur wieder die Taschen voll, also solche Leute:
http://www.dr-wo.de/schriften/feudalism ... enlohn.htm
Verfasst: Sa Sep 04, 2004 12:02 am
von Busta
Auf Lafontaine fällt auch keiner mehr herein, auch wenn er mit dem was er sagt recht hat. Elender Opportunist, wie inzwischen eigentlich alle Politiker.
Das was er heute verurteilt hatte der "Napoleon von der Saar" vor seinem frühzeitigen Dahinscheiden aus der rotgrünen Regierung so oder ähnlich selbst vor. Heute hängt er sein Mäntelchen nach dem Wind.
Verfasst: Sa Sep 04, 2004 12:13 am
von Cyrus XIII
@ Bloby
Soll man den Reichen jetzt anlasten, daß sie reich sind? Oder cleverer waren als Andere? Ich lese auf der Liste viele Namen von Leuten, die irgendwann klein anfingen und ihre Ideen dann einfach vorbildlich umgesetzt haben. Das kann man ihnen nicht zum Vorwurf machen, auch nicht ihr Bestreben, ihren Reichtum weiter zu mehren - und nebenbei, ihre Firmen geben in diesem Land 'ner Menge Menschen Arbeit.
Über gerechtere Besteuerung lässt sich reden, aber das Schreckgespenst des bösen Kapitalisten lassen wir dann doch lieber im Schrank.
Verfasst: Sa Sep 04, 2004 12:22 am
von Gehörorgasmus
Rpgmaniac-No1 hat geschrieben:Hab an die Idee von XTale auch schn gedacht.

Bin gespannt wer dann zukünftig die Mauer wieder kaputt machen würde...oder auch nicht?
XTale hat geschrieben:wir könnten wieder ne Mauer bauen...

Wer soll das finanzieren?

Verfasst: Sa Sep 04, 2004 9:38 am
von Bloby
Cyrus XIII hat geschrieben:@ Bloby
Soll man den Reichen jetzt anlasten, daß sie reich sind?
Natürlich,
"ALLE Superreichen erreichen ihr Vermögen durch Kapitaleinkünfte, m. a. W. durch die Arbeit anderer."
was stimmt daran nicht? Bis zum Millionär war man vielleicht noch fleißig, vielleicht sogar bis zum Multimillionär aber bis zum Milliardär wird man nicht durch Arbeit sondern durch Kapitalakkumulation also nur durch Zins und Zinseszins. Reichtum vermehrt sich also auch selbst und dadurch werden dann viele Leute arm weil sich die Einkommen aus Mieten, Aktien, Schulden etc. immer mehr bei den Reichen sammeln.
und nebenbei, ihre Firmen geben in diesem Land 'ner Menge Menschen Arbeit.
Jede Firma beschäftigt genau soviele Mitarbeiter wie man zur Bedienung der Nachfrage brauch, das ist doch keine Nettigkeit der Unternehmer, das läuft völlig automatisch. Ich find nicht das man sich darauf was einbilden kann.
Fazit:
Kapitalisten sind vielleicht nicht böse aber sie haben unser Geld!
Verfasst: Sa Sep 04, 2004 11:36 am
von Karaokefreak
Cyrus XIII hat geschrieben:@ Bloby
Soll man den Reichen jetzt anlasten, daß sie reich sind? Oder cleverer waren als Andere? Ich lese auf der Liste viele Namen von Leuten, die irgendwann klein anfingen und ihre Ideen dann einfach vorbildlich umgesetzt haben. Das kann man ihnen nicht zum Vorwurf machen, auch nicht ihr Bestreben, ihren Reichtum weiter zu mehren - und nebenbei, ihre Firmen geben in diesem Land 'ner Menge Menschen Arbeit.
Über gerechtere Besteuerung lässt sich reden, aber das Schreckgespenst des bösen Kapitalisten lassen wir dann doch lieber im Schrank.
hmm.. ein stereotypes Bild von Kapitalisten wäre auch falsch. Trotzdem treibt uns der Kapitalismus von unseren Gesellschaftsschichten wieder in die Feudal-Gesellschaft.
Heute sind es nichtmehr Adlige, die die Bauern Schickanieren und in überfluss leben, sondern die Konzerner.
Nichts gegen einen Einzelnen, der sich mit viel arbeit und einem guten Konzept hochgewirtschaftet hat, aber bei allem gibt es Grenzen. Die Millionensummen die so manche Leute haben sind nichtmal in einem Leben ausgebbar. Wiedereinmal wird das Vermögen vererbt und somit gesichert, das eine bestimmte Gesellschaftsschicht reicher bleibt als die andere....
Dabei geht es mir nicht darum, das niemand seinen Wohlstand genießen soll. Die Maße sind das ausschlaggebende !
Wer braucht in seinem Leben mehr als 20 Mio Euro um wie ein Fürst zu leben ?
Ich würde gar mit der Hälfte wie ein Fürst leben...
Der Sinn des Kapitalismus und der Sinn der Arbeit an sich sind pervertiert.
Die Arbeit soll doch eigentlich sichern, das wir
alle leben können.
Zur Zeit hat man eher das Gefühl, wir arbeiten alle um
anderen ein schönes Leben zu sichern, schließlich bleibt uns a) bei der Arbeit kaum noch Zeit zum leben, b) kaum das Geld um mehr zu bezahlen als die Grundbedürfnisse und ein paar Luxus- Spielereien (Fernseher, PC), die uns bei Laune halten sollen, während einige Leute am Existenzminimum leben und andere Swimmingpools bauen....
Die Differenz ist einfach zu groß, dafür das wir in einer angeblich so fortschrittlichen Gesellschaft leben !
Ich habe zur Zeit eher das gefühl, wir leben 1890 als 2004 !