Terroranschläge in Spanien
Verfasst: Do Mär 11, 2004 10:10 pm
http://www.spiegel.de/politik/ausland/0 ... 89,00.html
ATTENTATE VON MADRID
Hinweis auf islamistische Terroristen entdeckt
Es mehren sich die Hinweise, dass islamistische Terroristen hinter der Attentatsserie von Madrid stecken könnten. In London tauchte nun ein angebliches Bekennerschreiben al-Qaidas auf. Zudem stellte die Polizei am Abend einen Lkw sicher, in dem sich neben Bombenzündern auch ein Tonband mit Koranversen befunden hat.
Madrid - Die Londonder Zeitung ""al Quds al Arab"" berichtet, dass ihr ein Bekennerschreiben von al-Qaida vorliege. Eine Gruppierung namens Abu-Hafs-el-Masri-Brigaden soll im Namen al-Qaidas zugeschlagen haben. Das sagte der Chefredakteur der Zeitung am Abend gegenüber dem britischen Fernsehsender ""Sky News"".
In dem Schreiben heißt es: ""Wir haben erfolgreich das Herz des Kreuzfahrer-Europas infiltriert und einen der Stützpunkte der Kreuzfahrerallianz getroffen."" Die Anschläge wurden als ""Operation Todeszüge"" bezeichnet. Spanien gehörte zu den engsten Verbündeten der USA im Irak-Krieg.
Die Nachrichtenagentur Reuters in Dubai erhielt eine Kopie des Briefes, der mit ""Abu-Hafs-el-Masri-Brigaden"" unterschrieben ist. Es war zunächst nicht möglich, die Echtheit des Schreiben zu überprüfen. Die Zeitung hatte bereits früher ähnliche Briefe von derselben Brigade erhalten, in der diese sich im Namen von al-Qaida für die Anschläge auf zwei Synagogen im November in der Türkei und zu dem Anschlag auf das UNO-Hauptquartier in Bagdad im August bekannte. Am Abend wurde zudem bekannt, dass die USA und Frankreich ihre Sicherheitsvorkehrungen verstärkt haben. In New York etwa würden zusätzliche Polizeikräfte Bahnhöfe und andere sicherheitsrelevante Einrichtungen der der U-Bahn bewachen.
In der Kleinstadt Alcalá de Henares östlich der Hauptstadt sei ein gestohlener Lieferwagen aufgespürt worden, in dem die Sprengstoff-Zünder und das Tonband in arabischer Sprache gefunden worden seien, hatte zuvor Spaniens Innenminister Angel Acebes in Madrid erklärt
Der spanische Innenminister habe angeordnet, nun in alle Richtungen zu ermitteln, sagte der Minister weiter. Als Hauptverdächtiger gelte aber weiter die baskische Untergrundorganisation Eta. Die Bomben hätten aus dem üblicherweise von der Eta benutzten Sprengstoff bestanden.
Das gefundene Tonband enthalte nach bisherigen Erkenntnissen keinerlei Drohung mit einem Anschlag und auch keine Warnung vor einem Attentat. Der Lieferwagen stünde aber im Zusammenhang mit den Explosionen in mehreren Pendlerzügen am Morgen, sagte Acebes.
Auch nach Einschätzung des Chefs der EU-Polizeibehörde Europol tragen die Anschläge nicht die Handschrift der Eta. ""Es könnte die Eta gewesen sein ... Aber wir haben es mit einem Anschlag zu tun, der nicht dem bisher von der Eta angewandten Operationsstil entspricht"
ATTENTATE VON MADRID
Hinweis auf islamistische Terroristen entdeckt
Es mehren sich die Hinweise, dass islamistische Terroristen hinter der Attentatsserie von Madrid stecken könnten. In London tauchte nun ein angebliches Bekennerschreiben al-Qaidas auf. Zudem stellte die Polizei am Abend einen Lkw sicher, in dem sich neben Bombenzündern auch ein Tonband mit Koranversen befunden hat.
Madrid - Die Londonder Zeitung ""al Quds al Arab"" berichtet, dass ihr ein Bekennerschreiben von al-Qaida vorliege. Eine Gruppierung namens Abu-Hafs-el-Masri-Brigaden soll im Namen al-Qaidas zugeschlagen haben. Das sagte der Chefredakteur der Zeitung am Abend gegenüber dem britischen Fernsehsender ""Sky News"".
In dem Schreiben heißt es: ""Wir haben erfolgreich das Herz des Kreuzfahrer-Europas infiltriert und einen der Stützpunkte der Kreuzfahrerallianz getroffen."" Die Anschläge wurden als ""Operation Todeszüge"" bezeichnet. Spanien gehörte zu den engsten Verbündeten der USA im Irak-Krieg.
Die Nachrichtenagentur Reuters in Dubai erhielt eine Kopie des Briefes, der mit ""Abu-Hafs-el-Masri-Brigaden"" unterschrieben ist. Es war zunächst nicht möglich, die Echtheit des Schreiben zu überprüfen. Die Zeitung hatte bereits früher ähnliche Briefe von derselben Brigade erhalten, in der diese sich im Namen von al-Qaida für die Anschläge auf zwei Synagogen im November in der Türkei und zu dem Anschlag auf das UNO-Hauptquartier in Bagdad im August bekannte. Am Abend wurde zudem bekannt, dass die USA und Frankreich ihre Sicherheitsvorkehrungen verstärkt haben. In New York etwa würden zusätzliche Polizeikräfte Bahnhöfe und andere sicherheitsrelevante Einrichtungen der der U-Bahn bewachen.
In der Kleinstadt Alcalá de Henares östlich der Hauptstadt sei ein gestohlener Lieferwagen aufgespürt worden, in dem die Sprengstoff-Zünder und das Tonband in arabischer Sprache gefunden worden seien, hatte zuvor Spaniens Innenminister Angel Acebes in Madrid erklärt
Der spanische Innenminister habe angeordnet, nun in alle Richtungen zu ermitteln, sagte der Minister weiter. Als Hauptverdächtiger gelte aber weiter die baskische Untergrundorganisation Eta. Die Bomben hätten aus dem üblicherweise von der Eta benutzten Sprengstoff bestanden.
Das gefundene Tonband enthalte nach bisherigen Erkenntnissen keinerlei Drohung mit einem Anschlag und auch keine Warnung vor einem Attentat. Der Lieferwagen stünde aber im Zusammenhang mit den Explosionen in mehreren Pendlerzügen am Morgen, sagte Acebes.
Auch nach Einschätzung des Chefs der EU-Polizeibehörde Europol tragen die Anschläge nicht die Handschrift der Eta. ""Es könnte die Eta gewesen sein ... Aber wir haben es mit einem Anschlag zu tun, der nicht dem bisher von der Eta angewandten Operationsstil entspricht"