Fire Emblem 4 ? Seisen No Keifu
Verfasst: Mi Feb 11, 2004 2:06 pm
Fire Emblem 4 ? Seisen No Keifu
Super Famicom
1994
Intelligent Systems / Nintendo
2D RST
Grafik 9,10
Sound & Musik 8,40
Gameplay 9,70
Gesamt 9,23
Jeder Zocker weiß. daß Spiele aus dem Hause Nintendo zu den besten Vertreter des jeweiligen Genres zählen. Mario tummelt sich in allen möglichen Spielarten auf dem Famicom, Game Boy, Super Famicom, N64 und jetzt dem Game Cube (den Virtual Boy vergessen wir besser). Fast jedes dieser Mario Games ist Klassenprimus der jeweiligen Gattung. Aber Nintendo hat mit Samus, Link und Fox noch weitere heiße Eisen im Feuer. Selbst im Rollenspielbereich macht die Sippe des italienischen Klempners eine gute Figur. Eines der wenigen Genres, in denen Nintendo scheinbar nicht so prominente Vertreter stellt, ist aus dem europäischen Blickwinkel der Kosim Bereich. Dies gilt jedenfalls für den amerikanischen und europäischen Markt, denn in Japan hat Nintendo mit seiner FIRE EMBLEM Reihe ein richtiges Pfund in Sachen RST im Feuer. Zusammen mit den Entwicklern von Intelligent Systems sorgt Big N schon seit den achtziger Jahre für Maßstäbe in diesem Genre. Obwohl viele Konsoleros meinen, SHINING FORCE von SEGA hätte die Geburtsstunde dieses Untergenres eingeleitet, täuschen sie sich. Schon auf dem guten Famicom bzw. NES wurde das erste Konsolenspiel dieser Machart präsentiert. FIRE EMBLEM 1 und 2 sind leider nie über die Landesgrenzen von Japan gekommen. Das Gleiche gilt auch für die drei Nachfolger für das Super NES.
Bei FIRE EMBLEM 4 handelt es sich also um ein rein japanisches Spiel. Dank dem Internet ist es heute kein Problem mehr sich eine Übersetzung als Textfile zu besorgen und nachdem diese Cartdrige nicht gerade leicht zu besorgen ist, muß man auch den Autoren der exzellenten Emulatoren dankbar sein, ohne die es nicht die kleine aber treue Fangemeinde geben würde, die zumindest bei Nintendo of America darauf drängt, daß der neusten Teil der Saga für den Game Boy Advance auch in westliche Gefilde gelangt. Nachdem ich auf die Situation und die Vorgeschichte von FIRE EMBLEM 4 eingegangen bin, sollte ich jetzt auch das Genre RST etwas präziser umreißen. Im Prinzip ist ein RST eine Mischung der Genres Rollenspiel und Strategie. Man steuert seine Charaktere allerdings nicht unbedingt durch Dörfer und Schlösser, sondern der Haupteil des Spiels spielt sich auf dem Schlachtfeld ab. Dabei ist das bestechende Element für ein RST die Tatsache, daß man nicht irgenwelche No-Name Truppen in die Gefechte führt sondern hauptsächlich, bei FIRE EMBLEM 4 ausschließlich, benannte Figuren in die Schlacht führt. Man hat also ein Art Rollenspiel Party zur Verfügung und nicht eine Armee. Die Charaktere haben wie im Rollenspiel alle detaillierte Werte und einen ausgearbeiteten Hintergrund. Diese Konstellation mischt die klassischen Spielelemente aus dem Strategiebereich geschickt mit der oft süchtig machenden Hatz nach Erfahrungspunkten. Ein RST ist also eine teuflische Mischung, die schlaflose Nächte garantiert.
Bevor wir uns die zahlreichen Spielelemente von FIRE EMBLEM 4 genauer anschauen, möchte ich noch schnell die Hintergrundgeschichte vorstellen. Die Geschichte spielt in einem Fantasy Königreich, in den schon die Vorgänger und auch Nachfolger spielten. Mord und Verrat sind in diesem Landstrich an der Tagesordnung und nach einem Überfall auf den Vater des Haupthelden kommen die Dinge erst richtig in Bewegung. Man macht sich als junger Adliger mit Namen Sigurd (mit blauen Haaren?) auf, das Chaos etwas einzudämmen. Als erstes darf man der schönen blonden Nachbarfürstin Edin zur Hilfe eilen. Die zwei ältesten Söhne der benachbarten Grafschaft haben einen Überfall auf das Schloß der Lady unternommen. Sigurd eilt mit seinen Gefährten Alec, Noish und Adan (dieser armer Kerl ist einzige häßliche Bursche auf Seiten der Guten) sofort los um den Schurken das Fürchten zu lehren. Schon nach der ersten Runde versagt Mideel, der selbsternannte Beschützer Edins und die Finsterlinge schleppen die fesche Dame davon. Gott sei Dank, kommen Sigurd und seinen Recken der Axtkämpfer Lex (oder Rex, L und R ist im Japanischen nicht ganz so einfach auseinanderzuhalten) und der Magier Azel zu Hilfe. Nach einer weiteren Runde treten der Rettungsmannschaft auch Sigurds Schwester Ethrin und ihr Mann Kyuwan, ebenfalls ein Adeliger, samt ihres Pagen Finn bei. Hat man erst einmal Edins Schloß befreit und auch der verzweifelte Mideel sich der Truppe angeschlossen, geht man zum Gegenangriff über.
Durch ganze zehn Szenarien, plus einer Bonusstage, muß man sich schlagen um wieder für Frieden und Ordnung zu sorgen. FIRE EMBLEM 4 ist ein unglaublich komplexes Spiel, an dem man einige Wochen zu beißen hat. Neben dem Kampfsystem, auf das ich später zu sprechen komme, sind die Charaktere von immenser Bedeutung. Man wird fast schon von der schieren Datenmenge erschlagen, die zu jeder Person abgerufen werden kann. Zu jedem Charakter gibt es gleich mehrere Bildschirme zur Ansicht der wichtigsten Daten. Zum Glück haben die Entwickler von Intelligent Systems gleich zwei Möglichkeiten zum Abruf der Daten bereitgestellt. Über eine Gesamtansicht kann man sich alle Charaktere gleichzeitig ansehen. Dabei richtet sich die Ansicht immer nach der gewählten Kategorie der Werte. Detaillierter aber auch umständlicher kann man sich seine Helden im Charakterbildschirm ansehen. Dabei wird immer nur ein Charakter angezeigt. In der ersten Ansicht kann man sich über die Charakterklasse und die wichtigsten Grundwerte, wie Attack, Defense, Hitpoint oder Magic Points informieren. Wichtig in diesem Menü ist auch die Information, wer mit wem ein Techtelmechtel hat, aber dazu später genaueres. Von diesem Fenster gelangt man zu zwei weiteren Untermenüs, in denen man sich im ersten Teil über die zahlosen Extrafähigkeiten der Herren und Damen ein Bild machen kann. Wer die japanischen Schriftzeichen entziffern kann sich über diese Skills im ausführlichen Hilfsmenü genauer informieren. Diese besonderen Talente sind für die Kampfhandlungen von nicht zu unterschätzender Bedeutung. Im zweiten Unterfenster erhält man eine Auflistung über alle mitgeführten Waffen sowie deren Eigenschaften und Qualitäten. Eine weitere wichtige Informationsansicht kann per Tastendruck erreicht werden. Hier erhält man ausführliche Informationen, welcher heiligen Blutlinie ein Charakter entstammt. Dieser sogenannte Holy Blood Wert bestimmt nämlich welche Waffen ein Charakter benutzen kann und bis zu welchen Level er ein Gattung benutzen kann. Gleiches gilt auch für die magischen Fähigkeiten.
Super Famicom
1994
Intelligent Systems / Nintendo
2D RST
Grafik 9,10
Sound & Musik 8,40
Gameplay 9,70
Gesamt 9,23
Jeder Zocker weiß. daß Spiele aus dem Hause Nintendo zu den besten Vertreter des jeweiligen Genres zählen. Mario tummelt sich in allen möglichen Spielarten auf dem Famicom, Game Boy, Super Famicom, N64 und jetzt dem Game Cube (den Virtual Boy vergessen wir besser). Fast jedes dieser Mario Games ist Klassenprimus der jeweiligen Gattung. Aber Nintendo hat mit Samus, Link und Fox noch weitere heiße Eisen im Feuer. Selbst im Rollenspielbereich macht die Sippe des italienischen Klempners eine gute Figur. Eines der wenigen Genres, in denen Nintendo scheinbar nicht so prominente Vertreter stellt, ist aus dem europäischen Blickwinkel der Kosim Bereich. Dies gilt jedenfalls für den amerikanischen und europäischen Markt, denn in Japan hat Nintendo mit seiner FIRE EMBLEM Reihe ein richtiges Pfund in Sachen RST im Feuer. Zusammen mit den Entwicklern von Intelligent Systems sorgt Big N schon seit den achtziger Jahre für Maßstäbe in diesem Genre. Obwohl viele Konsoleros meinen, SHINING FORCE von SEGA hätte die Geburtsstunde dieses Untergenres eingeleitet, täuschen sie sich. Schon auf dem guten Famicom bzw. NES wurde das erste Konsolenspiel dieser Machart präsentiert. FIRE EMBLEM 1 und 2 sind leider nie über die Landesgrenzen von Japan gekommen. Das Gleiche gilt auch für die drei Nachfolger für das Super NES.
Bei FIRE EMBLEM 4 handelt es sich also um ein rein japanisches Spiel. Dank dem Internet ist es heute kein Problem mehr sich eine Übersetzung als Textfile zu besorgen und nachdem diese Cartdrige nicht gerade leicht zu besorgen ist, muß man auch den Autoren der exzellenten Emulatoren dankbar sein, ohne die es nicht die kleine aber treue Fangemeinde geben würde, die zumindest bei Nintendo of America darauf drängt, daß der neusten Teil der Saga für den Game Boy Advance auch in westliche Gefilde gelangt. Nachdem ich auf die Situation und die Vorgeschichte von FIRE EMBLEM 4 eingegangen bin, sollte ich jetzt auch das Genre RST etwas präziser umreißen. Im Prinzip ist ein RST eine Mischung der Genres Rollenspiel und Strategie. Man steuert seine Charaktere allerdings nicht unbedingt durch Dörfer und Schlösser, sondern der Haupteil des Spiels spielt sich auf dem Schlachtfeld ab. Dabei ist das bestechende Element für ein RST die Tatsache, daß man nicht irgenwelche No-Name Truppen in die Gefechte führt sondern hauptsächlich, bei FIRE EMBLEM 4 ausschließlich, benannte Figuren in die Schlacht führt. Man hat also ein Art Rollenspiel Party zur Verfügung und nicht eine Armee. Die Charaktere haben wie im Rollenspiel alle detaillierte Werte und einen ausgearbeiteten Hintergrund. Diese Konstellation mischt die klassischen Spielelemente aus dem Strategiebereich geschickt mit der oft süchtig machenden Hatz nach Erfahrungspunkten. Ein RST ist also eine teuflische Mischung, die schlaflose Nächte garantiert.
Bevor wir uns die zahlreichen Spielelemente von FIRE EMBLEM 4 genauer anschauen, möchte ich noch schnell die Hintergrundgeschichte vorstellen. Die Geschichte spielt in einem Fantasy Königreich, in den schon die Vorgänger und auch Nachfolger spielten. Mord und Verrat sind in diesem Landstrich an der Tagesordnung und nach einem Überfall auf den Vater des Haupthelden kommen die Dinge erst richtig in Bewegung. Man macht sich als junger Adliger mit Namen Sigurd (mit blauen Haaren?) auf, das Chaos etwas einzudämmen. Als erstes darf man der schönen blonden Nachbarfürstin Edin zur Hilfe eilen. Die zwei ältesten Söhne der benachbarten Grafschaft haben einen Überfall auf das Schloß der Lady unternommen. Sigurd eilt mit seinen Gefährten Alec, Noish und Adan (dieser armer Kerl ist einzige häßliche Bursche auf Seiten der Guten) sofort los um den Schurken das Fürchten zu lehren. Schon nach der ersten Runde versagt Mideel, der selbsternannte Beschützer Edins und die Finsterlinge schleppen die fesche Dame davon. Gott sei Dank, kommen Sigurd und seinen Recken der Axtkämpfer Lex (oder Rex, L und R ist im Japanischen nicht ganz so einfach auseinanderzuhalten) und der Magier Azel zu Hilfe. Nach einer weiteren Runde treten der Rettungsmannschaft auch Sigurds Schwester Ethrin und ihr Mann Kyuwan, ebenfalls ein Adeliger, samt ihres Pagen Finn bei. Hat man erst einmal Edins Schloß befreit und auch der verzweifelte Mideel sich der Truppe angeschlossen, geht man zum Gegenangriff über.
Durch ganze zehn Szenarien, plus einer Bonusstage, muß man sich schlagen um wieder für Frieden und Ordnung zu sorgen. FIRE EMBLEM 4 ist ein unglaublich komplexes Spiel, an dem man einige Wochen zu beißen hat. Neben dem Kampfsystem, auf das ich später zu sprechen komme, sind die Charaktere von immenser Bedeutung. Man wird fast schon von der schieren Datenmenge erschlagen, die zu jeder Person abgerufen werden kann. Zu jedem Charakter gibt es gleich mehrere Bildschirme zur Ansicht der wichtigsten Daten. Zum Glück haben die Entwickler von Intelligent Systems gleich zwei Möglichkeiten zum Abruf der Daten bereitgestellt. Über eine Gesamtansicht kann man sich alle Charaktere gleichzeitig ansehen. Dabei richtet sich die Ansicht immer nach der gewählten Kategorie der Werte. Detaillierter aber auch umständlicher kann man sich seine Helden im Charakterbildschirm ansehen. Dabei wird immer nur ein Charakter angezeigt. In der ersten Ansicht kann man sich über die Charakterklasse und die wichtigsten Grundwerte, wie Attack, Defense, Hitpoint oder Magic Points informieren. Wichtig in diesem Menü ist auch die Information, wer mit wem ein Techtelmechtel hat, aber dazu später genaueres. Von diesem Fenster gelangt man zu zwei weiteren Untermenüs, in denen man sich im ersten Teil über die zahlosen Extrafähigkeiten der Herren und Damen ein Bild machen kann. Wer die japanischen Schriftzeichen entziffern kann sich über diese Skills im ausführlichen Hilfsmenü genauer informieren. Diese besonderen Talente sind für die Kampfhandlungen von nicht zu unterschätzender Bedeutung. Im zweiten Unterfenster erhält man eine Auflistung über alle mitgeführten Waffen sowie deren Eigenschaften und Qualitäten. Eine weitere wichtige Informationsansicht kann per Tastendruck erreicht werden. Hier erhält man ausführliche Informationen, welcher heiligen Blutlinie ein Charakter entstammt. Dieser sogenannte Holy Blood Wert bestimmt nämlich welche Waffen ein Charakter benutzen kann und bis zu welchen Level er ein Gattung benutzen kann. Gleiches gilt auch für die magischen Fähigkeiten.