Frust durch die AL gesetze - Sozialgericht ???
Verfasst: Mo Feb 02, 2004 4:17 pm
Sorry für den Langen text, aber die Umstände sind nicht einfach zu erklären. Ich brauche nen Rat, ob ich vors Sozialgericht ziehn soll oder nicht.
Ich bin mittlerweile 26 und suche noch immer im IT Bereich eine Ausbildung. Der IT Bereich ist groß, könnte man meinen, und genauso groß seh ich meine Flexibilität, da meine Stärken eigentlich nur im IT bereich ( Grafik, Hardware, Programmieren etc) und in Sprachen ( Fremdsprachen ) sehe. Dabei leg ich mich also nicht fest, würde genauso Systemintegration, oder Anwendungsentwicklung lernen wie Medien Design oder Systemelektroniker werden.
In Berlin seh ich mit diesem Wunsch ziemlich schwarz , trotz ausgezeichneter Mittleren Reife und Arbeitserfahrung im Medien Design - jedoch noch ohne Ausbildung. Kam in Bewerbungsgesprächen zwar auch schon in ein paar mal in eine ""2. Runde"" , aber keine Erfolg.
Was mach ich, ich geh zum Arbeitsamt und frage nach der Möglichkeit mich umschulen zu lassen
Erst wurde ich vertröstet, das ich noch nicht die mindestarbeitszeit von 3 Jahren erfüllt hätte - also dies nachgeholt. Beim nächsten anfragen fehlten mir dummerweise 17 Tage , um die 3 Jahre mindestatrbeitszeit zu erfüllen, oder aber ich solle das alter von 25 Jahren erreichen - 3 Monate Später bin ich 25 und frage erneut an - super ich darf mir eine suchen. Ich finde einen Träger, der mich auch einstellen will, dauert zwar noch n weilchen bis es losgeht, aber ich feu mir schon n Ast - und promt wird im Februar 2003 der Hahn zugedreht und die Gelder für solche Umschulungen werden nicht mehr bereitgestellt.
Ich bin frustriert und versuche mich umzuorientiern. Abitur nachholen ? Mit 25 nochmal versuchen betrieblich unterzukommen ? Für den rest meines Lebens Helferjobs annehmen ?
Ich entscheide mich für ersteres, stehe aber nur auf den scheinbar endlosen Wartelisten diverser Schulen. Abenschule in Betracht gezogen etc...
Letztendlich habe ich eher durch einen Zufall erfahren, das Umschulungen im IT wieder finanziert werden .
Mir gleich (ohne absprache mit dem Arbeitberater) nen neuen Träger gesucht, Test bestanden, Studienvertrag unterschrieben, und dann versucht mit meinem Arbeitsberater kontakt aufzunehmen - der is nicht da, also werd ich zu nem Vertreter geschickt.
Und jetzt kommts
Er sagt : Keine Umschulung bevor ich nicht mit unter 70%iger Wahrscheinlichkeit in einen (!!) Deutschlandweiten HelferJob (!!) vermittelt werden kann , d.H. ich soll mir mein Leben lang immerwieder irgendnen Helferjob suchen, wenns sein muss deutschlandweit inkl. Umzug, den würde man mir ja finanzieren ! Mein Protest, das mir ein Helferjob doch garnichts nützt, weil ich keine Ausbildung habe (nebenbei unverheiratet - freundin zählt ja nich - und keine Kinder), und ich dem Gesetz nach praktisch von Stadt zu Stadt ziehen kann um Helferjobs anzunehmen wird mir als ""Unverständnis und Missbilligung der Mobilitätsklausel"" in meine Akte eingetragen - na vielen Dank.
Gleich beim nächsten Termin mit meinem zuständigen die Aussage klargestellt. Dieser sieht meine Situation glücklicherweise ähnlich, da er meint, das eine Ausbildung vorrang hat. Er weigert sich aber mir eine Umschulung im IT bereich zu geben, weil er generell meint, das der IT bereich schlecht vermittelbar ist, und die chance das ich dort einen Job bekomme unter 70% liegt. Ich solle mir einen anderen Beruf aussuchen, da würde er mich umschulen lassen... was ""anständiges"" Na Super. Ich habe mich bereits umgeschaut, und finde nur kaufmännische berufe - absolut nicht mein fall, und meine Vermittelbarkeit seh ich da auch nicht gerade in die höhe schnellen.
Stattdessen schlägt mein Arbeitsberater mir vor, wenn ich unbedingt im IT bereich arbeiten will, soll ich mir nen Betrieb suchen, der mich - auf kosten des Arbeitsamtes- ausbildet, sagt aber gleich, das es sehr unwahrscheinlich ist, das ich einen solchen Betrieb in Berlin finde. iICh solle also versuchen in Nordrheinwestfalen oder Bayern mir was zu suchen.
Ich solle diese entscheidung der nichtausstellung des Bildungsgutscheines für den IT Beruf auch ja nicht versuchen vor Gericht entscheiden zu lassen, da würd ich sowiso verlieren und hätt nur Zeit verloren.
Wo liegt denn der Unterschied in der Vermittelbarkeit ??? Liege ich dann über den 70 % , nur weil ich irgendwo hingezogen bin, um mir die gleiche Ausbildung in der gleichen Zeitspanne (24 Monate) geben zu lassen, nur mit dem Unterschied, das sie in einem Betrieb stattfindet, und nicht in einem Schulungsträger ?
Der Schulungsträger der mich ausbilden wollte rät mir, vor das Sozialgericht zu ziehen, da sie nicht verstehen, woran mein Arbeitsberater die wahrscheinlichkeit meiner Vermittlung einzuschätzen glaubt. Der Arbeitsmarkt in 2 Jahren wäre auch nicht zu dieser Zeit abschätzbar usw...
Und ich weiß nun nicht was ich machen soll
- vors Sozialgericht ziehen um die Entscheidung anzufechten , dabei evtl verlieren und es mir mit meinem Arbeitsberater verscherzen, wobei ich aber evtl auch gewinnen könnte - kann ich schlecht einschätzen, drum frag ich ja mal hier.
oder
Versuchen irgendwo in D-Land mit meinen mitlerweile 26 Jahren einen Betrieblichen Ausbilder zu finden , mein soziales Umfeld , Freundin etc verlassen um mich mit 16 - 18 Jährigen ausbilden zu lassen
Was nu ?
Ich bin mittlerweile 26 und suche noch immer im IT Bereich eine Ausbildung. Der IT Bereich ist groß, könnte man meinen, und genauso groß seh ich meine Flexibilität, da meine Stärken eigentlich nur im IT bereich ( Grafik, Hardware, Programmieren etc) und in Sprachen ( Fremdsprachen ) sehe. Dabei leg ich mich also nicht fest, würde genauso Systemintegration, oder Anwendungsentwicklung lernen wie Medien Design oder Systemelektroniker werden.
In Berlin seh ich mit diesem Wunsch ziemlich schwarz , trotz ausgezeichneter Mittleren Reife und Arbeitserfahrung im Medien Design - jedoch noch ohne Ausbildung. Kam in Bewerbungsgesprächen zwar auch schon in ein paar mal in eine ""2. Runde"" , aber keine Erfolg.
Was mach ich, ich geh zum Arbeitsamt und frage nach der Möglichkeit mich umschulen zu lassen
Erst wurde ich vertröstet, das ich noch nicht die mindestarbeitszeit von 3 Jahren erfüllt hätte - also dies nachgeholt. Beim nächsten anfragen fehlten mir dummerweise 17 Tage , um die 3 Jahre mindestatrbeitszeit zu erfüllen, oder aber ich solle das alter von 25 Jahren erreichen - 3 Monate Später bin ich 25 und frage erneut an - super ich darf mir eine suchen. Ich finde einen Träger, der mich auch einstellen will, dauert zwar noch n weilchen bis es losgeht, aber ich feu mir schon n Ast - und promt wird im Februar 2003 der Hahn zugedreht und die Gelder für solche Umschulungen werden nicht mehr bereitgestellt.
Ich bin frustriert und versuche mich umzuorientiern. Abitur nachholen ? Mit 25 nochmal versuchen betrieblich unterzukommen ? Für den rest meines Lebens Helferjobs annehmen ?
Ich entscheide mich für ersteres, stehe aber nur auf den scheinbar endlosen Wartelisten diverser Schulen. Abenschule in Betracht gezogen etc...
Letztendlich habe ich eher durch einen Zufall erfahren, das Umschulungen im IT wieder finanziert werden .
Mir gleich (ohne absprache mit dem Arbeitberater) nen neuen Träger gesucht, Test bestanden, Studienvertrag unterschrieben, und dann versucht mit meinem Arbeitsberater kontakt aufzunehmen - der is nicht da, also werd ich zu nem Vertreter geschickt.
Und jetzt kommts
Er sagt : Keine Umschulung bevor ich nicht mit unter 70%iger Wahrscheinlichkeit in einen (!!) Deutschlandweiten HelferJob (!!) vermittelt werden kann , d.H. ich soll mir mein Leben lang immerwieder irgendnen Helferjob suchen, wenns sein muss deutschlandweit inkl. Umzug, den würde man mir ja finanzieren ! Mein Protest, das mir ein Helferjob doch garnichts nützt, weil ich keine Ausbildung habe (nebenbei unverheiratet - freundin zählt ja nich - und keine Kinder), und ich dem Gesetz nach praktisch von Stadt zu Stadt ziehen kann um Helferjobs anzunehmen wird mir als ""Unverständnis und Missbilligung der Mobilitätsklausel"" in meine Akte eingetragen - na vielen Dank.
Gleich beim nächsten Termin mit meinem zuständigen die Aussage klargestellt. Dieser sieht meine Situation glücklicherweise ähnlich, da er meint, das eine Ausbildung vorrang hat. Er weigert sich aber mir eine Umschulung im IT bereich zu geben, weil er generell meint, das der IT bereich schlecht vermittelbar ist, und die chance das ich dort einen Job bekomme unter 70% liegt. Ich solle mir einen anderen Beruf aussuchen, da würde er mich umschulen lassen... was ""anständiges"" Na Super. Ich habe mich bereits umgeschaut, und finde nur kaufmännische berufe - absolut nicht mein fall, und meine Vermittelbarkeit seh ich da auch nicht gerade in die höhe schnellen.
Stattdessen schlägt mein Arbeitsberater mir vor, wenn ich unbedingt im IT bereich arbeiten will, soll ich mir nen Betrieb suchen, der mich - auf kosten des Arbeitsamtes- ausbildet, sagt aber gleich, das es sehr unwahrscheinlich ist, das ich einen solchen Betrieb in Berlin finde. iICh solle also versuchen in Nordrheinwestfalen oder Bayern mir was zu suchen.
Ich solle diese entscheidung der nichtausstellung des Bildungsgutscheines für den IT Beruf auch ja nicht versuchen vor Gericht entscheiden zu lassen, da würd ich sowiso verlieren und hätt nur Zeit verloren.
Wo liegt denn der Unterschied in der Vermittelbarkeit ??? Liege ich dann über den 70 % , nur weil ich irgendwo hingezogen bin, um mir die gleiche Ausbildung in der gleichen Zeitspanne (24 Monate) geben zu lassen, nur mit dem Unterschied, das sie in einem Betrieb stattfindet, und nicht in einem Schulungsträger ?
Der Schulungsträger der mich ausbilden wollte rät mir, vor das Sozialgericht zu ziehen, da sie nicht verstehen, woran mein Arbeitsberater die wahrscheinlichkeit meiner Vermittlung einzuschätzen glaubt. Der Arbeitsmarkt in 2 Jahren wäre auch nicht zu dieser Zeit abschätzbar usw...
Und ich weiß nun nicht was ich machen soll
- vors Sozialgericht ziehen um die Entscheidung anzufechten , dabei evtl verlieren und es mir mit meinem Arbeitsberater verscherzen, wobei ich aber evtl auch gewinnen könnte - kann ich schlecht einschätzen, drum frag ich ja mal hier.
oder
Versuchen irgendwo in D-Land mit meinen mitlerweile 26 Jahren einen Betrieblichen Ausbilder zu finden , mein soziales Umfeld , Freundin etc verlassen um mich mit 16 - 18 Jährigen ausbilden zu lassen
Was nu ?