Enlil hat geschrieben:Das war so gemeint, dass ich das nicht mag, allein schon weil ich gezwungen werde. Ausserdem gibt es bei mir da philosophische Konflikte. War damals sogar noch Vegetarier, wie soll man es da mit sich veeinbaren Menschen zu toeten?
Sowas ähnliches gab's bei uns auch, derjenige musste dann halt keine Waffe tragen (und muss auch nicht aktiv bei solchen Übungen mitmachen) und half stattdessen bei der Munitionsverteilung usw. Imo ist das sowieso ein veraltetes Bild, dass man beim Bund übelst geschunden wird usw. Sogar bei den Märschen wurde drauf geachtet, dass keiner Zusammenklappt usw. Bei uns hatten wir ebenfalls den Fall, dass es jemanden nach ca. 1 Monat nicht mehr bei der Bundeswehr gefallen hat, der ist dann eben gegangen und hat stattdessen Zivildienst gemacht. Bin mir jetzt wegen dem Essen nicht mehr ganz sicher, aber ich glaube, dass es auch immer vegetarische Gerichte gab, weil die als Alternative angeboten werden mussten, aber wie gesagt, bin bei dem Punkt nicht mehr ganz sicher. Ich war auch in einer etwas größeren Kasserne vielleicht liegt's auch daran. Isch weis esch nüscht.

War übrigens im Gebirgsartilleriebataillon 225 in Füssen das, wie ich grade ergooglet habe, letztes Jahr aufgelöst bzw. in ein Gebirgsaufklärungsbataillon umgegliedert wurde.
Also von den Leuten die mit mir eingezogen wurden, hat der Aufenthalt bei der Bundeswehr absolut nicht geschadet, ganz im Gegenteil, die Zeit würde ich nicht missen wollen, obwohl ich eigentlich nicht der Typ bin von dem man vielleicht erwarten würde, dass er zur BW gegangen ist.
Enlil hat geschrieben:Tatsachlisch hab eich von meinen Freunden, die beim Militaer ihren Grundwehrdienst gemahct haben, nur solche Sachen ghoert. Da wurde dann Inventur im Lager gemacht und so spannende Geschichten. So toll organisiert, schien das da auch nicht zu sein. Eigentlich klnag das mehr unorganisirt. Aber kommt siche rimmer drauf an, wo man hinkommt. Freie Wahl hat man aber natuerlich wieder nicht, was genau das ist, warum ich von vornherein Probleme hab, das als Geschenk anzusehen.
Da war ich dann doch ganz froh, interessante Informatikvorlesungen zu hoeen und sehr selbststaendig an interessanten Softwareprojekten bei Siemens zu arbeiten. Das hatte ich mir immerhin selber ausgesucht und war das, was ich seit Jahren wusste, das ich machen wollte.
Klint so, als sei das bei euch Oesis tatsachlishc besser.
Also mich hatte man bei der Musterung gefragt wo ich gerne hinwollen würde, und ich bin da dann dort auch hingekommen. Sogar ob ich Fahrer werden wollte stand zur Auswahl (könnte evtl. auch was damit zu tun haben, dass ich etwas größer bin und man vielleicht solche Leute dafür sucht, Panzerfahrer hätte ich wohl deswegen eher schlecht werden könnten

), wollte es aber nicht. Wenn man bei dem Eignungstest schon Scheiße baut, in der Hoffnung, dass die einen nicht nehmen, dann braucht man nachher aber auch nicht groß rumjammern.

Vielleicht liegt's aber, dass ich in Bayern wohne und meine Kasserne dicht an derösterreichischen Grenze war. *G*
Also ich find's ja ok, wenn man nicht zur Bundeswehr gehen will und deswegen Zivildienst macht (wenn man es schafft sich ausmustern zu lassen, ob jetzt absichtlich oder zufällig, dann hat sich das Thema ohnehin erledigt), aber diese alten Ansichten von vor 30 Jahre, dass man dort geschunden wird usw. stimmen auch nicht mehr (zumindest wenn ich von meinen Erlebnissen ausgehe). Wohl auch deswegen weil, die entsprechenden Leute große Probleme bekommen könnten, wenn irgendwas von Misshandlungen usw. bekannt werden würde. Wie schon erwähnt, war 'ne schöne Zeit, und ich habe vieles gesehen wozu ich sonst wohl nie die Möglichkeit gehabt hätte, außerdem war die Umgebung in der meine Kasserne lag auch recht schön (Berglandschaft, mit Seen usw.).