Friedrich August von Hayek
Ob er ein Vertreter der Neoliberalismus ist, darf durchaus bezweifelt werden, sein Lehren aber werden in diesem Sinne interpretiert.
Soviel Zeit muß sein, das er den Begriff ablehnt ist klar, aber die Frage war warum er unrecht haben könnte. Fragestellung verfehlt - Note 6. Spaß beiseite, die Frage war ja nicht an Dich gerichtet.
Natürlich sehe ich Spenden als Investition, siehe Beitrag weiter oben (warum muß man sich hier andauernd wiederholen), nur leider werden sie im Bundeshaushalt nicht als solche ausgewiesen, ich übe also in dieser Hinsicht Kritik an der finanzpolitischen Zuordnung. Zweitens kritisiere ich die jetzige Disposition, ich sehe andere Bereiche, die in jedem Fall wichtiger wären.
Die Politik der USA in Sinne eines Über-Neoliberalismus zu betrachten würde ich grundsätzlich als unsinnig bewerten. Das hindert mich jedoch nicht an der Kritik an der US Politik, allerdings aus entscheidenderen Gründen., nämlich aus ökonomischen.
Verkürzt ausgedrückt :
Der Staat / die Rahmenordnung hat die Aufgabe die größtmögliche gegenseitige Vorteilsnahme zu ermöglichen. Um dies zu erreichen bedarf es glaubwürdiger anreizkompatibler Institutionen und Regeln. Übertragen auf die Welt bedarf es einer Weltordnung, die diese Aufgabe global löst. Der amerikanische Alleingang widerspricht der Konsensbedingung für Etablierung und Aufrechterhaltung der globalen Rahmenordnung, Folge ist Unsicherheit und Vertrauensverlust. Konsequenz ist das Defektieren der Unternehmen, da die Rahmenordnung sie nicht mehr zum Kooperieren bringt. Besonders pikant ist die bewußte Verleitung der Unternehmen durch die US Administration zur Defektion.
=> Kooperationgewinne lassen sich nicht realisieren = schlecht für die Wirtschaft = schlecht für alle
(man kann die Interaktionsstruktur aber auch auf Irak/USA allein anwenden)