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Verfasst: Mo Dez 23, 2002 2:35 am
von Busta
Mister Wulf hat geschrieben:Ist euch schon mal aufgefallen, wie rassistisch der film ist? ich meine diese Aboriginis Indianianer ähnlich ausschauenden Wesen (ich mein net die Orcs sondern die mit die stärkeren viecher von saromans Armee mit den langen Zöpfe) zu tausenden am ende abgemurkst werden. Ich meine die sind sich doch nicht nur von der Kriegsbemalung her ähnlich. Also ehrlich das hätte der Peter Jackson schon ein wenig Antirassistischer gestalten können, die armen viecher.
Ganz kurz: Schwachsinn Wie krank muss man sein um jeden Mist irgendwie zu deuten? Es ist ein Film, nicht mehr nicht weniger. Außerdm ist das nicht mal sonderlich originell, der Blödsinn kam letztes Jahr schon auch, außerdem wurde auch Tolkien selbst das ganze schon zum Vorwurf gemacht, von wegen HELL = GUT, DUNKEL = BÖSE. Schonmal überlegt, daß man sich gerade in solchen märchenhaften bzw. Fantasyfilmen auch gewisser Stilmittel bedienen muss um Atmosphäre zu erzeugen.
Verfasst: Mo Dez 23, 2002 10:25 am
von Aix jongliert mit Nudelhö
Ja das war jetz auch kein Witz oder so. Biaaatch.
Verfasst: Mo Dez 23, 2002 10:39 am
von Headshot
Verfasst: Mo Dez 23, 2002 3:39 pm
von Katana
Ich hab' da mal was gefunden. Steht in 'nem anderen Forum, leider ohne Quelle.
Sind wir denn völlig dumm geworden, dass wir alles wieder in die gute deutsche Psyche absinken lassen, wie in den alten Zeiten der 1000 Jahre in vollen Zügen genießen, was Tolkien und auftischt?
Das sind doch die Grundlagen des 20. Jahrhunderts von H. St. Chamberlain und Rosenbergs Mythos, gemischt mit Mathilde Ludendorffs Lichtariern in Märchenform. Diese Recken und Elben, wie gleichen sie den reinen Toren der SS, die unwertes Leben vernichten, diese Elbenfrauen, gleich germanischen Göttinnen und reinen Maiden, blond und blauäugig wie die Ideale des BDM!
Weiß und blond und blauäugig als Garantie der Tugend und der Reinheit - ich höre es lachen von Schweden bis St. Pauli. Tatsächlich, in diesem Werk gibt es nichts Unzüchtiges! Der Körper ist reines Instrument der mannbaren Tapferkeit. Und wie sie hauen, stechen und siegen können, diese tapferen Streiter. Jetzt wissen wir es wieder: Die Hässlichen, die Schwarzhaarigen, die Schlitzäugigen, die Dick- und Krummbeinigen, die Missgestalteten - das sind die Bösen, das sind die Orks. Das ist unwertes Leben, das die Lichtgestalten bedroht. Da darf man töten, ausrotten und vernichten zum Wohle der lichten Welt der Weißen. Diese Phalanx der Guten, wie sie vorrückt gegen diese dunklen Horden aus dem Süden, gegen den Schwarzen Fürsten der Finsternis. All das muss erschlagen und besiegt werden, damit das Gute endlich triumphieren kann. Was dann zum glücklichen Ende zur Genugtuung der Leser auch geschieht.
Ein Hauch von Blut und Boden
Politisch halten sich die Lesarten die Waage: Man kann die letztlich glückende Rebellion der Hobbits durchaus marxistisch als proletarischen Sklavenaufstand, als Revolte der kleinen Leute interpretieren, umgekehrt aber auch als reaktionären Reflex und dumpfe Verherrlichung bäuerischen Landlebens gegen die als ""böse"" skizzierte industrialisierte Stadt.
Im Oberschurken Saruman lassen sich unschwer Züge von Tolkiens Faschismuserfahrung aufzeigen: Im Zentrum des jetzigen zweiten Teils steht der - auch so genannte - ""Vernichtungskrieg"" gegen das Volk der Rohan, bei der jeder informierte Betrachter Holocaust-Bezüge nicht völlig wegdenken kann, zumal Regisseur Peter Jackson in der Skizzierung von Sarumans Streitmacht und ihrer Kriegführung offen mit der Motivik von Leni Riefenstahls Parteitagsfilmen spielt.
(....)
Dazu passt auch das traditionalistische, rechtskatholische Menschenbild des sex- und humorlosen Werkes: Frauen sind entweder madonnen- und mütterhafte Elben oder Monster, ansonsten herrschen männerbündelnde Gefolgschaftsbeziehungen (Frodo-Sam, Aragorn-Gimli) oder Vater-Sohn-Verhältnisse (Gandalf-Frodo). Die Verhältnisse sind autoritär, die Mythen vulgär, geprägt von Obskurantismus und einem diffusen Wandern um das Unsagbare, dunklen Vorahnungen - Mittelerde ist ein geistiges Ground Zero.
Verfasst: Mo Dez 23, 2002 7:44 pm
von Busta
Aix hat geschrieben:Ja das war jetz auch kein Witz oder so. Biaaatch.
Toller Witz - den Schrott hört man schon seit Jahren. Gibt offenbar mehr Leute als man glaubt die sowas wirklich da reininterpretieren. Also...
Verfasst: Di Dez 31, 2002 1:12 pm
von Morogh
Da schmachtet man Jahre lang nach einer Verfilmung des Herrn der Ringe und dann erfindet Peter Jackson die ganze Geschichte neu und verändert dazu auch noch die Charaktere.
Vorne weg gesagt, ich kann damit leben, wenn etwas weggelassen wird oder die Geschichte Kino tauglich ausgeschmückt wird. Denoch waren die Veränderungen an der Geschichte im Vergleich zum ersten Teil einfach viel zu krass.
- Gimli war zwar lustig, sollte aber bestimmt mehr als nur einen Clown darstellen.
- Legolas wird im dritten Teil nicht mehr seine Elbenkleidung tragen, sondern einen schwarzen Ninja-Anzug.
- Theodens Charakter ist dem im Buch sehr unähnlich, die ""Teufelsaustreibung"" war der totale Witz.
- Faramir strebt nicht nach dem Ring und steht darin im krassen gegensatz zu seinem Bruder Boromir. Er hilft Sam und Frodo schon in Ithilien und verschleppt Sie nicht nach Osgiliath.
- Was suchen Frodo und Sam in Osgiliath?
- Baumbart hilft Merry und Pippin weil er Ihnen vertraut und nicht auf Bitte Gandalfs hin.
- Helms Klamm, die mächtigste Festung der Mark sieht aus wie eine Playmobil Ritterburg, der Wall und die Burg sind ein Witz und liegen viel zu eng beisammen. Für diese Festung braucht man bestimmt keine zehntausend Soldaten um Sie einzunehmen.
- Warum schickt Theoden sein Volk nach Helms Klamm und nicht wie im Buch nach Dunharg, die Feste ist viel sicherer für Frauen und Kinder als Helmms Klamm ( wo befindet sich dann im dritten Teil der Eingang zu den Pfaden der Toten)?
- Warum kommen Elben zur Hilfe und dann noch unter der Führung von Haldir? Elrond würde entweder persönlich kommen, seine Söhne oder Glorfindel schicken. Das Haldir stirbt war glaube ich jedem Scheiß egal, warum diese teathralische Serbeszene.
- Was soll der Scheiß, dass Aragorn die Klippe runterfällt, einen Bezug zu Arwen hätte man auch einfacher herstellen können.
Gefallen haben mir Gollum und die Schlacht um Isengart, die ich beide für sehr gelungen halte. Baumbart und Fangorn treffen zwar nicht voll meine Vorstellung sind aber in Ordnung.
Ob ich mir den Film ein zweites Mal antun werde, weiß ich noch nicht. Sicher werde ich dann nur noch mehr Sachen finden die mich tierisch angekotzen.
Für alle die das Buch nicht kennen Popkorn Kino auf James Bond Niveau, nur von den Medien mehr gehypt.
Tolkien hat immer dementiert dass seine Geschichte etwas mit der realen Geschichte sprich 2 WK, Holocaust oder ähnlichem zu tun hat.
Verfasst: Mi Jan 01, 2003 2:22 pm
von XTale
nunja, bei diesem Buch eine 1:1 Verfilmung haben zu wollen ist ja wohl schonmal unmöglich. Das was Jackson macht ist wohl auch weniger eine Verfilmung des Buches als seine Interpretation des Werkes, und das ist ihm in meinen Augen doch recht gut gelungen.
Zu ein paar deiner Punkte:
Theodens Charakter ist dem im Buch sehr unähnlich, die ""Teufelsaustreibung"" war der totale Witz.
och - so ähnlich war es im Buch doch auch wenn ich mich nicht ganz irre. Ein greiser Herrscher der durch Schlangenzunge verwirrt wurde und nachdem Gandalf ihn ""befreit"" hat wieder zum Schwert greift.
Faramir strebt nicht nach dem Ring und steht darin im krassen gegensatz zu seinem Bruder Boromir. Er hilft Sam und Frodo schon in Ithilien und verschleppt Sie nicht nach Osgiliath.
OK, hier stimm ich dir zu. Keine Ahnung warum Jackson das eingebaut hat... eigentlich recht sinnlos das Verschleppen der Hobbits und die Drehung des Charakters um 180°. Gibt irgendwie auch keine dramaturgischen Gründe die die Aktion rechtfertigen. Vielleicht wollten sie den schicken Nazgul auf dem Drachen noch in den Film bringen

Aber trotzdem: sinnlose Änderung - die aber jetzt im Bezug auf die ganze Story doch nur eine Nebenrolle spielt - solang Faramir sie doch noch gehen lässt is ja alles in Ordnung *g
....Helmms Klamm
och, ich fand die Feste doch recht in Ordnung...
...Aragon fällt Klippe runter...
naja - für die Quotenfrau eben... Jeder Hollywoodfilm brauch seine Portion Herz-Schmerz damit auch die Frauen reingehn

Und irgendwie musste Arven ja Aragon nochmal retten bzw überhaupt mit ihm in Verbindung gebracht werden. Natürlich hätte man das ganze auch irgendwie anders in den Film bringen können, aber das stürzen von der Klippe sorgt doch auch für etwas dramatik bei denen die das Buch nicht kennen. In meinen Augen zwar nervig die Schmalzszene, aber halt ""Hollywood"
Verfasst: Mi Jan 01, 2003 4:12 pm
von Morogh
Ein fanatischer Leser bin ich nicht, auch wenn es mein absolutes Lieblingsbuch ist. Und wie ich schon sagte ich kann mit einer speziellen Aufmachung für das breite Puplikum leben. Jedoch finde ich ich, das Peter Jackson der Spagat NICHT gelungen ist.
zu Theoden: Thoeden im Film will im Gegegnsatz zum Buch keinen Krieg führen. Er will sich in Helmms Klamm verschanzen und warten bis der Schatten ihn überwältigt. Im Buch gelingt es Gandalf ihm von einen ""offenen Krieg"" zu überzeugen, weshalb er auch Eowyn mit dem nicht kampffähigen Volk nach Dunharg schickt.
zu den Ents: Die müssen hölzern sein, sind ja schließlich Bäumen nicht unähnlich.
Die Geschichte hört tasächlich früher auf als im Buch. Im Buch wird Saruman die Macht genommen (Stab zerbrochen etc.), die Gefährten, ausser Frodo und Sam finden sich wieder und Kankra vergiftet Fodo, worauf hin Sam den Ring an sich nimmt.
Verfasst: Mi Jan 01, 2003 4:26 pm
von Katana
Morogh hat geschrieben:Die Geschichte hört tasächlich früher auf als im Buch. Im Buch wird Saruman die Macht genommen (Stab zerbrochen etc.), die Gefährten, ausser Frodo und Sam finden sich wieder und Kankra vergiftet Fodo, worauf hin Sam den Ring an sich nimmt.
Hier wäre eine Spoilerwarnung angebracht gewesen ... naja, ich denke, in einem Jahr weiß ich des eh nimmer ...
Verfasst: Mi Jan 01, 2003 4:32 pm
von Karaokefreak
Na was ein Glück, daß ich die Buchvorlage schon kenne, sonst hätt ich dich wegen der ""voraussichtlichen Spoiler"" umgebracht......
Das Sam den Ring ebenfalls mal ( für recht kurze Zeit ) haben wird , hat sich Jackson bestimmt absichtlich für das Ende aufgehoben !
Schon nach dem ersten Teil hab ich mich gefragt, wie er den kurzen dritten (und meiner meinung nach gehaltlosesten ) Band auf 3 Stunden strecken will. Von daher dachte ich mir schon, daß er ""die zwei Türme"" ein wenig eher enden lässt, damit er nochmal ein Triumphales Finale feiern kann ....
Verfasst: Mi Jan 01, 2003 6:47 pm
von fangorrn
Der 3. Band ist doch gerade klasse, wegen der Chari Entwicklung usw...
Verfasst: Mi Jan 01, 2003 10:27 pm
von Morogh
Tut mir leid wenn ich schon etwas vorweg genommen habe, wollte niemanden die Spannung auf den dritten Teil trüben.
@fangorrn: FÜr den dritten Teil frage ich mich, wie er die Charaktere entwickeln will, bei den fetten Schlachten, die im Film auftreten müssen. Mehr traue ich mich jetzt nicht mehr zu sagen...
Verfasst: Mi Jan 01, 2003 11:07 pm
von fangorrn
Ich denke einfach zu sehr an den Inhalt des Buches.
Langsam glaube ich, dass es doch nicht so der gute Plan war LOTR zu verfilmen.