Enlil hat geschrieben:Ich habe jetzt ehrlich gesagt Langrisser nie gespielt, aber nachdem was du hier erzälst ist der Unterschied eher kosmetischer Natur oder? Ich fand die ""Interaktion zwischen den Charakteren"" war bei Shiningforce 2 und 3 nur eine Möglichkeit die Story zu erzälen. Meiner Meinung nach hätte es kaum einen großen Unterschied gemacht die Story in einem Roltext zu erzälen, da das Rumgelaufe und Gequatsche in der Stadt eh extrem kurz und linear war. So habe ich es zumindest erlebt.
...diese beiden Aussagen belegen leider deutlich, dass ihr die Spiele in relativer Hast gespielt haben müsst. Da SF eine Strategie-RPG-Serie ist, hat sie im Gegensatz zu der Langrisser-Serie logischerweise auch einige Dinge, die nur RPGs in dieser Art und Weise enthalten können. Wie das eben erwähnte eigentlich unnötige, aber dennoch nicht sinnlose Unhergelaufe auf der Weltkarte bzw. in verschiedenen Locations.Starfox666 hat geschrieben:Zu SF vs. LR: Wo beeinflussen die Charaktere in SF1 od. 2 den Spielablauf ? Dort geht's wie bei LR auch von einer Schlacht zur nächsten, nur muß man sich selbst noch dorthin bewegen und hat eventuell die Möglichkeit sich noch an einem anderen Ort aufzuleveln. Das hat aber nix mit der Story zu tun, die keineswegs ""interaktiv"" ist. IMO läuft das Ganze genau wie bei LR ab, nur das man zwischen den Abschnitten eben noch umherirrt, und den nächsten, korrekten Kampfplatz sucht... dabei führt aber NUR dieser die Handlung weiter alle anderen dienen nur dem Aufleveln und bringen sonst nix. LR ist einfach nur komfortabler und erspart dem Spieler diese langatmigen Kampfunterbrechungen die weder der Story noch sonst irgendwem was bringen.
Sorry, wenn ich mit diesem Satz klinge wie RPG, aber wenn ihr SF vernünftig gespielt hättet, würdet ihr wissen, dass es in jedem Teil einige versteckte Charaktere gibt, die man auf normalem Weg [...wenn man also einfach eine Schlacht nach der anderen bestreitet, wie du es scheinbar so gerne machst, Starfox...] nicht erhalten würde. Oder geheime Gegenstände, die neue Charakterklassen ermöglichen. [By the way, Starfox, hast du eigentlich jemals die geheime Charakterklasse in Warsong -Langrisser Hikari 1- entdeckt?] ...oder kleine, nette Nebenstränge der Geschichte, die für den großen Zusammenhang vielleicht nicht weiter wichtig sind, aber dennoch interessant bleiben.
Das ist der große Unterschied zwischen SF und Langrisser. Das ist, etwas weniger abstrakt formuliert, das, was man unter größerer möglicher Interaktion verstehen könnte. You got that?
...das stimmt auf jeden Fall, nur... Man kann springen und die Perspektive ist so wie sie ist.Starfox666 hat geschrieben:Also bei meinem Castlevania SOTN muß man nicht nur springen, sondern gelegentlich auch aufleveln, sich um Statusänderungen kümmern und Ausrüstungsgegenstände sortieren. Wenn man nicht springen könnte, und die Perspektive anders wäre... hätte man auch nur Zelda, denn dort wie hier kann ich auf die Handlung überhaupt keinen Einfluß einüben und mir wird erst stückchenweise erlaubt mich voranzutasten und mehr zu erfahren. Im Übrigen, wenn ich in SOTN gewisse Orte nicht besuche und mir Gespräche nicht antue, dann ändere ich auch die Handlung.
Und wenn man die gute alte ""entferne alle RPG-Elemente und finde damit das eigentliche Genre heraus""-Logik anwednet, kommt heraus, dass es ein Platform-Action-Titel ist. Mit so vielen RPG-Elementen, dass zumindest ich nicht bestreite, dass es im Subgenre ein Rollenspiel ist. Aber in der Ursache ist es eben kein RPG. Es ist nicht zwingend nötig, aufzuleveln, Springen und Angreifen zu beherrschen dagegen schon. Und ehe du mir diese Aussage widerlegen willst, sieh dir die Demos an, die du in SOTN vom Bibliothekar ""erwerben"" kannst. Dort werden selbst die stärksten Bosse mit Alucard auf Level 1 (!) und meistens mit der schlechtesten Ausrüstung besiegt. ...also.
Und die Möglichkeit, durch verschiedene Aktionen verschiedene Endsequenzen auszulösen, hast du in diversen Spielen in diversen Genres ebenfalls. Sogar in Action-Adventures und Platform-Titeln.
...westlich geprägte Sichtweise. Sehr westlich geprägte Sichtweise. Demzufolge wäre Doom V auch ein RPG, wenn es nur zu dem Original-Doom-Spielprinzip zurückkehren würde, aber Statistiken über den Spieler und die Möglichkeit zum Aufleveln bieten würde... Diese Einschätzung nenne ich hanebüchen.Starfox666 hat geschrieben:Bei mir hat RPG was mit Statistiken und Levelei zu tun, und nicht mit Leute voll quatschen - das bieten zu viele andere Genres auch. Daher würde ich gerne deine Definition hören.
...oder ein anderes, offensichtlicheres Beispiel. Nimm das SNES-Spiel U.N. Squadron. Da hat man auch einigermaßen detailierte Statistiken und sammelt im Laufe des Spiel Punkte und steigt im Level auf. Also ein RPG? ...dumm nur, dass man eigentlich mit einem Flugzeug durch die Gegend fliegt und andere Flugzeuge abballert... Worauf ich hinauswill, ist die in meinen Augen recht offensichtliche Unterscheidung zwischen Hauptgenre und Subgenre. Bei allen ""kritischen"" Spielen mit Ausnahme von Wonderboy III will ich ja gar nicht leugnen, dass sie viele Rollenspielelemente haben und zumindest im Subgenre RPGs sind, aber wenn man mal die ganzen RPG-Elemente wegnimmt und das Ganze auf seinen Kern reduziert, dann bleibt eben entweder Platform-Action oder RST übrig, genau wie bei U.N. Squadron Shoot'em Up.
Der Rest der Diskussion ist nicht mehr thread-relevant, deshalb ignoriere ich ihn einfach mal respektive werde ihn da kommentieren, wo er hingehört. In dem Thread in OFF-TOPIC. Period.


