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Verfasst: Di Dez 11, 2007 7:21 am
von asi
Nostre hat geschrieben:asi hat geschrieben:kommt drauf an wie die Einmischung aussieht - Russland zeigt, dass man durchaus einfluss auf besagte länder haben kann, wenn man bereit ist mit denen
partnerschaftlich umzugehen so wie sie sind anstatt zu versuchen sie an sich anzupassen
naja russland als maßstab zu nehmen naja... die chinesen zeigen eigentlich wie mans "richtig" macht siehe Afrika

nenn mir nen guten grund warum man Russland nicht als Maßstab nehmen könnte?
Zu Sovjetzeiten gabs keine probleme mit Islamistischem extremismus weil die betroffenen Länder mehr oder weniger unter kontrolle gehalten wurden.
Heute hat Russland mit lokalen separatisten probleme, die jedoch siehe tschetschenien durchaus effektiver angegangen werden als vom Westen.
Verfasst: Di Dez 11, 2007 3:49 pm
von Illuminatus
Ich kann Asi durchaus zustimmen,dass die Russen mit ihrer autoritären Schiene in unterentwickelten Gesellschaften wesentlich besser fahren als die Europäer und empfand auch die russischen Wahlen und generell Putins Administration als ein äusserst gelungenes Bühnenstück der Politik.
Verfasst: Di Dez 11, 2007 6:34 pm
von GeRmAnSnAkE
asi hat geschrieben:
Zu Sovjetzeiten gabs keine probleme mit Islamistischem extremismus weil die betroffenen Länder mehr oder weniger unter kontrolle gehalten wurden.
Meinst du das wäre mit einer sowjet-ähnlichen Politik heute immer noch möglich? Denke ich kaum..
Verfasst: Di Dez 11, 2007 8:38 pm
von Illuminatus
GeRmAnSnAkE hat geschrieben:asi hat geschrieben:
Zu Sovjetzeiten gabs keine probleme mit Islamistischem extremismus weil die betroffenen Länder mehr oder weniger unter kontrolle gehalten wurden.
Meinst du das wäre mit einer sowjet-ähnlichen Politik heute immer noch möglich? Denke ich kaum..
Was hat sich denn, ausser der Ökonomie, groß geändert?
Verfasst: Di Dez 11, 2007 9:28 pm
von GeRmAnSnAkE
Ich bezog dies darauf, das die USA eine solche Politik betreiben könnten und trotzdem kein Stück besser dastehen würden im Nahen Osten. Hätte sich Russland als größte Weltmacht herauskristallisiert, würden Flugzeuge jetzt in den Kreml krachen.
Verfasst: Di Dez 11, 2007 10:29 pm
von asi
GeRmAnSnAkE hat geschrieben:Ich bezog dies darauf, das die USA eine solche Politik betreiben könnten und trotzdem kein Stück besser dastehen würden im Nahen Osten. Hätte sich Russland als größte Weltmacht herauskristallisiert, würden Flugzeuge jetzt in den Kreml krachen.
ich glaube da gibts schon unterschiede - die Sovjetunion hat assimiliert - wo es aufstand gab wurde zuerst draufgeschlagen und danach nach eigenen vorstellungen aufgebaut und umerzogen - und zwar nicht so eine art "wir befreien das volk und bringen ihnen demokratie (und bereichern uns dabei auf die ein oder andere art)" von umerziehen.
Das problem entstand erst als das ganze Gebilde zusammengekracht ist was ein gewaltiges Machtvakuum hinterlassen hat.
Verfasst: Di Dez 11, 2007 11:21 pm
von Enlil
Illuminatus hat geschrieben:
All diese Philosophen postulierten schon zu Beginn einen Wert des Lebens - ein pures Dogma. Niemand kann sagen,dass Leben objektiv gesehen mehr Wert ist als eine Ideologie oder Religion.
Kant hat ausserdem Gott für die Moral vorrausgesetzt bzw. das so tun, als ob ein Gott da ist, auch wenn dieser sich nicht beweisen lässt.
Die Menschenrechte,die das selbe Postulat verwenden, sind letztendlich nichts weiter als eine weitere Ideologie unter vielen.
Also bei Singer geht es nicht um Wert von Leben an sich, sondern um das verhindenr von Leid. Wobei er dadurch dazu kommt, dass man Vegetarier sien muesse, weil sonst ist man Spezizist (wie Rassist nur mit Spezien statt Rasssen. Eigentlich total vernuenftig und logisch, aber Gaensestopfleber ist halt sau lecker). Das Ganze geht dann soweit, dass Abtreibung auch nach dem neunten Monat ok ist, wenn denn die Rahmenbedingungen stimmen.
Auch dr kategorische Imperativ kommt ohne die Postulierung eins Wert des Lebens an sich aus.
Wenn man dies heranzieht und den Grundsatz jeder Ethik, naemlich dass sie unabhaengig von den Handelden sein muss, so laesst sich damit ein eunderbares Moralsystem aufbauen, ohne irgendwelche absurden, nicht fassbaren Dinge. Man muss sich nur darauf einlassen das Leid schlecht ist und die handelnden Personen, die in den Rollen stecken unwichtig sind.
Wenn man nur dies als Minimalkonsens hernimmt (auf diese beiden Dinge sollte sich jeder einlassen koennen, der bereit ist selber zu denken und nicht erst in einem Buch nachschauen muss) ist es kein Problem die Menschenrechte zu begruenden. Mit der Scharia geraetst du da aber in Konflikte.
Verfasst: Di Dez 11, 2007 11:30 pm
von GeRmAnSnAkE
asi hat geschrieben:ich glaube da gibts schon unterschiede - die Sovjetunion hat assimiliert - wo es aufstand gab wurde zuerst draufgeschlagen und danach nach eigenen vorstellungen aufgebaut und umerzogen - und zwar nicht so eine art "wir befreien das volk und bringen ihnen demokratie (und bereichern uns dabei auf die ein oder andere art)" von umerziehen.
Das problem entstand erst als das ganze Gebilde zusammengekracht ist was ein gewaltiges Machtvakuum hinterlassen hat.
Naja, ob jetzt auf die harte oder sanfte Tour, Seperatisten hätte es so oder so gegeben und die werden auch jetzt nicht mit Samthandschuhen behandelt..
Verfasst: Mi Dez 12, 2007 12:17 am
von Illuminatus
Enlil hat geschrieben:Illuminatus hat geschrieben:
All diese Philosophen postulierten schon zu Beginn einen Wert des Lebens - ein pures Dogma. Niemand kann sagen,dass Leben objektiv gesehen mehr Wert ist als eine Ideologie oder Religion.
Kant hat ausserdem Gott für die Moral vorrausgesetzt bzw. das so tun, als ob ein Gott da ist, auch wenn dieser sich nicht beweisen lässt.
Die Menschenrechte,die das selbe Postulat verwenden, sind letztendlich nichts weiter als eine weitere Ideologie unter vielen.
Also bei Singer geht es nicht um Wert von Leben an sich, sondern um das verhindenr von Leid. Wobei er dadurch dazu kommt, dass man Vegetarier sien muesse, weil sonst ist man Spezizist (wie Rassist nur mit Spezien statt Rasssen. Eigentlich total vernuenftig und logisch, aber Gaensestopfleber ist halt sau lecker). Das Ganze geht dann soweit, dass Abtreibung auch nach dem neunten Monat ok ist, wenn denn die Rahmenbedingungen stimmen.
Auch dr kategorische Imperativ kommt ohne die Postulierung eins Wert des Lebens an sich aus.
Wenn man dies heranzieht und den Grundsatz jeder Ethik, naemlich dass sie unabhaengig von den Handelden sein muss, so laesst sich damit ein eunderbares Moralsystem aufbauen, ohne irgendwelche absurden, nicht fassbaren Dinge. Man muss sich nur darauf einlassen das Leid schlecht ist und die handelnden Personen, die in den Rollen stecken unwichtig sind.
Wenn man nur dies als Minimalkonsens hernimmt (auf diese beiden Dinge sollte sich jeder einlassen koennen, der bereit ist selber zu denken und nicht erst in einem Buch nachschauen muss) ist es kein Problem die Menschenrechte zu begruenden. Mit der Scharia geraetst du da aber in Konflikte.
Leben als generelles Gut oder Verhinderung von Leid. Alles der selbe Kappes. Ohne was Metaphysisches dahinter fällt das ganze in sich zusammen. Das hat der gute Kant erkan(n)t und setzte für Moralität Gott bzw. den Glauben an ein solche Instanz vorraus also ist dieser Satz zwar stabil aber nicht atheistendawkinssektenguruanhängerkompatibel.
Konsens? Ein Haufen Mist! Wer ein absolutes Apriorikonstrukt wie z.B. Gott bestreitet kann auch keine Moral begründen, da sich soetwas aus materieller Natur nicht ableiten lässt. In der Natur gibt es bloß Zufälle. Wenn man schon Gott unbedingt aufknüpfen will dann muss man es auch den Weg konsequent zuende gehen und nicht in so einen naiven Szientismus verfallen.
Die UDSSR wär erfolgreicher gewesen aus dem simplen Grund, dass das Land geschlossen zusammen unter einer autoritären Regierung mit defakto unbegrenzter Macht war. Man hätte Seperatisten einfach beseitigt und die Sympathisanten nach Sibirien geschickt. So geht das in Russland

Verfasst: Mi Dez 12, 2007 11:14 am
von Enlil
Leid ist nicht metaphysich. Die entsprechenden Hirnstroeme lassen sich messen. Gott nicht. Letzterer laesst sich nicht einmal begruenden da es sich hierbei um eine wertlose Theorie andelt, da keinerlei mesbare Vorhersagen irgendeiner Art gemacht werden und dies gar bewusst vermieden wird.
Was hast du denn fuer ein Problem mt Konsens???
I uebrigen ist nachgewiesen, dass sogar einige Tiere ein Gerechtigkeitsempfinden haben und sogar woertlich Mitleid empfinden. Das ist nix Metaphyches.
Verfasst: Mi Dez 12, 2007 5:35 pm
von Illuminatus
Enlil hat geschrieben:Leid ist nicht metaphysich. Die entsprechenden Hirnstroeme lassen sich messen. Gott nicht. Letzterer laesst sich nicht einmal begruenden da es sich hierbei um eine wertlose Theorie andelt, da keinerlei mesbare Vorhersagen irgendeiner Art gemacht werden und dies gar bewusst vermieden wird.
Was hast du denn fuer ein Problem mt Konsens???
I uebrigen ist nachgewiesen, dass sogar einige Tiere ein Gerechtigkeitsempfinden haben und sogar woertlich Mitleid empfinden. Das ist nix Metaphyches.
Leid isn Konzept, das sowohl das eine als auch das andere bedeuten kann aber die Idee, dass Leid schlecht is, is nix weiter als ne Idee. Können andere anders sehen.
Wenn sich Gott messen oder beweisen ließe wäre er aber net mehr metyphysisch du Haufen. Zahlen kann ich auch nicht messen, beweisen oder sonstwas aber sie sind trotzdem die Basis für ne Menge praktisches Zeugs, die ohne sie nicht gehen würden.
Konsens is Nonsens. Da gibts genausowenig ne Begründung. Was die Masse sagt is gut und richtig - ja super.
Was hat gerechtigkeitsempfinden mit Moral zu tun? Jemand für nen Pferdediebstahl aufknüpfen fand man im wilden Westen auch gerecht. Machts das moralisch?
Atheismus (ich kann auch die Vernuft vergöttlichen aber dann is die halt Gott - muss ja nich immer dieser semitische Wüstendämon sein) und Moral geht net. Kannst als Atheist zwar "nett" sein aber das is letztendlich nur langfristiger Egoismus oder bloß sinnloser Instinkt aber eben keine Moral. Hab nix gegen Leute, die Gott als Fundament ablehnen aber dann dürfen sie nicht so tun als würd das Gebäude, was darauf gebaut wurd noch stehen.