Warum zur Hölle nehmen alle KDE? *grübel*
Vorweg, ich kenne Ubuntu nicht (auch wenn ich hier die CDs der 1.0 liegen habe und Kubuntu auch nicht - KDE *bäh*), aber ich arbeite in der Firma mit Debian, daher sollte mein Wissen zum Großteil kompatibel sein
weedfreak hat geschrieben:1) Ohne DSL + Flatrate ist man verloren...
Schon direkt nach der installation habe ich erstmal ca 250MB updates gezogen... Danach natürlich alle möglichen von mir benötigten Programme, wie in windows auch, aber is schon heftig...
Nun, das "apt-get upgrade" was nach der Installation durchgeführt wird und dir die ganzen Sachen aus'm Internet zieht, mußt du ja nicht durchführen. Auf der CD sollten die meisten Sachen drauf sein, sonst nimm 'nen Debian mit 2 DVDs oder 14CDs, da ist dann das Einlesen der CDs am Anfang auch recht nervig, man braucht aber keine I-Net Verbindung!
Kannst das ganze mit Windowsupdate vergleichen, nur daß bei MS nicht soviel upgedatet wird

Dafür kann man bei Linux (Debian) zumindest so auf die neue Distri kommen oder "nur" den KDE oder GNOME updaten.
Gibt's bei MS vielleicht mal 'ne neue Version der Oberfläche ohne Windows neu kaufen zu müssen?
Daß da mehr als 5MB fällig sind, sollte klar sein.
2) Wer Konsolenbefehle hasst sollte einen weiten Bogen um Linux machen...
Die Sache mit dem root account mag eine Sicherheitsgeschichte sein, aber is schon umständlich, Installationen in der Regel nur als SuperUser machen zu können und sich dementsprechend einloggen zu müssen. Zudem werden auch installationen selbst per Konsolenbefehl ausgeführt, was ganz schön sucky ist! Sorry, bin halt ein Mausschubser, und es gibt nix bequemeres als zur installation mal schnell doppelt auf ne Datei zu drücken.
Ist imho einer der Hauptgründe dafür, warum sich Linux im privaten Sektor nur schwer durchsetzten kann. Leider konnte mir Cyrus eines nicht beantworten: Gibts dafür nich irgendeine "Mausschubser-Lösung" mit grafischer Oberfläche?? Ich mein, Synaptik installiert schließlich die heruntergeladenen Proggies auch postwendend, warum dann nicht auch von der Festplatte?
Zudem tragen sich nicht alle installierten Anwendungen im "Startmenu" ein, so dass man mühsam nacheditieren muss.... oder in der Konsole ausführen
Unter GNOME gibt's dafür "gksu", das ist die grafische Version zu "su", da poppt ein Fenster auf, welches das "root" Passwort (oder das des angegebenen Accounts) haben möchte um ein Programm auszuführen. Im Menü gibt es den schönen Eintrag "Programm als anderer Benutzer starten" (o.ä.). Nix mit Shell
Bei dem reinen Debian das ich habe, tragen sich alle Programme die ich mit dem APT installiere schön ins Menü ein und wenn nicht - meist ältere Programme - dann findet man die unter dem "Debian" Eintrag wieder.
3) Das Dateisystem
Ermüdend. Ich weiss, das Cyrus XIII ein großer Fan dieser Methode ist, aber ich finds umständlich und schwer zu überblicken.
Nicht nur, dass ich meine Festplatten erstmal manuell mounten muss (was quasi zum installationsprozess gehört und diesen somit arg in die länge zieht - ganz zu schweigen, dass kein Mensch von selbst drauf kommt, wie man das macht), ich muss mir auch erst Verküpfungen zu den Platten legen, wenn ich mich nicht durch den wust an Systemdateien und Dirs zum /mnt Ordner durchschlagen will.
Diesen Punkt verstehe ich ehrlich gesagt nicht.
Die Platten werden beim Systemstart laut /etc/fstab gemountet und dort mußt du nur die Sachen eintragen, die bei der Installation nicht konfiguriert wurden, NFS Laufwerke z.B. oder zusätzlicher Swap.
Ich mußte noch bei keiner Debian Installation die Laufwerke manuell mounten...
Und das hat nix mit meiner "Windows-Vorbelastung" zu tun. Selbst meine Oma kann sich unter "Laufwerksbuchstabe C bis F" durchaus etwas vorstellen, wenn sie es zum ersten Mal unter dem "Arbeitsplatz" findet, spätestens beim 5. Mal hats sies dann vollends kapiert und navigiert sicher zu ihren Festplatten.
Aber warum "hda2" im Gegensatz zu "hda5" keine Festplatte darstellt, ist für Computerneulinge kaum zu verstehen, und bringt erstmal eine Runde Hardware Kenntnisse als Vorraussetzung mit. Bei aller liebe (und ich mag Linux trotz meiner Kritikpunke wirklich) das Dateisystem ist konfus, unübersichtlich, und umständlich einzurichten, bzw zu bedienen.
Ich denke, das ich damit schon klarkomm, aber auch nur, weil ich schon einiges an Erfahrung mitbring, und weil ich einen tollen Helfer wie cyrus hatte, der mir quasi permanent über ICQ das Händchen gehalten hat.
Nun, ein "einfaches" mount in der Kommandozeile verrät, welche Platte wo eingebunden ist. Das mag ab und an zu Komplikationen führen, wenn man sich fragt warum man unter /etc/ noch 2GB frei hat, aber im /home/user nur noch 10MB, falls diese auf 2 Platten liegen.
Schön sind aber symbolische Links, die man NTFS zwar "beibringen" kann, aber nicht ganz so einfach.
Falls man also im /home/user/ Verzeichnis zu wenig Platz hat, kann man sich in /home/user/platz mit "ln" 'nen symbolischen Link auf /weitere_daten oder so machen und die Daten werden auf einer anderen Festplatte gespeichert.
Und das "umständlich einzurichten" kann ich nun wirklich nicht nachvollziehen.
Warum "hda2" nicht wie "hda5" eine Platte sein soll, verstehe ich allerdings nicht, es sei denn, eines von beiden ist Swap...
4)Stabilität und Kompatibilität
Multitasking scheint nicht die Stärke von Linux zu sein, oder einige Programme sind einfach nur blöd programmiert.
Es ist z.B. in manchen Fällen nicht möglich 2 verschiedene Programme gleichzeitig zu benutzen, die Sound verwenden. Z.B. XMMS und zsnes.
Eines von beiden Streikt immer. Heißt also, ich kann kein ZSENS zoggn und deibe mucke über XMMS oder BeepMediaPlayer hören, die allerdings die einzigen beiden Programme zu sein scheinen , die das bei mir so beliebte musepack-Format (mpc) abspielen.
Das hat nichts mit "Multitasking" zu tun, sondern mit der verwendeten Sound-Architektur, also OSS oder ALSA.
Treiberquerelen sowie Linzensbestimmungen usw usw sind natürlich auch mühevolle Einrichtung-Verlängerer, und so sollte man scheinbar geschickt googlen können, wenn man mal was neueres braucht. Synaptik hilft zwar viel , bietet aber manchmal nur veraltete (naja, eben definitiv stabile) Versionen an.
Unter /etc/apt/sources.list kann man die Server Quellen einstellen, die APT und somit auch die Synaptik Paketverwaltung verwenden. Da kann man dann auch die "testing", "unstable" oder wenn man will, die "experimental" Quellen angeben. Dann muß man jedoch auch mal mehr als 250MB herunterladen
Zudem stürzen programme genauso oft ab , wie sie das in Windows auch tun (ich sag nur firefox, und unter windowsXP hat sich dabei nicht der ganze Desktop in eine Diashow verwandelt, wenns mal abgesoffen ist). Demenstprechend ist auch hier der Taskmanager mein bester freund.
Kann ich nicht nachvollziehen.
Das einzige Problem was ich mit dem FF habe (auch noch in der Version 1.0.6-1), ist daß, wenn ich etwas suche, es passieren kann, daß das Menü verschwindet, bzw. ausgegraut wird und daß mein Flash Plugin fast immer 99% Systemauslastung erzeugt... und ich benutze "untable" Quellen.
Nur der JBuilder macht mit den "gsfonts" Probleme und schmiert bei der Font-Auswahl ab, aber das liegt am JBuilder und nicht an Linux.
Alle anderen Programme die ich habe (z.B. Evolution, Totem Player, Rhythmbox, OpenOffice.org 1.1.4, gEdit, Nautilus, Dia, Gimp) laufen ohne Probleme.
Am schlimmsten ist jedoch der Aspekt, dass ich bestimmte vesionen diverser Software nicht installieren kann, weil sie mit der Version meiner Distribution nicht kompatibel sind. Hier wäre mehr einigkeit unter den Distributionen sehr wertvoll.
Das Problem habe ich nicht, da ich die Software, die ich bisher gebraucht habe, immer über die offiziellen Debian Quellen beziehen konnte. Vielleicht fehlt dir auch einfach nur eine Bibliothek oder du hast die falsche Version? Kann passieren, wenn man sein System auf "stable" fährt.
Andere software soll ich mir erst selbst zurechtkompiliern.... ich wünsch mir ein fucking Install Icon ...aaaaargh
Das einzige, was ich mir kompilieren mußte, war licq oder für unseren DB Server 'nen Kernel (danke Oracle *grml*), aber ansonsten ist das Ausführen von "./configure && make all && make install" nicht das schlimmste, zumal es - meiner Erfahrung nach - eher die Ausnahme ist.
Zu den positiven Aspekten von Ubuntu:
Es fährt schnell hoch /runter und bietet mit KDE eine schier endlose Zahl an editiermöglichkeiten auf dem / den Desktop/s.
Ist viel Spielerei. Aber hübsch... deutlich besser, als alles, was einem Windows in dieser Hinsicht je bot.
Und genau deswegen ist KDE nichts für mich. Es ist mir zu überladen - wer braucht bitte durchsichtige Menüs oder Fenster? - und zu bunt... na gut, jedem das seine
Blos "Treiber" um einen Lexmark Drucker (z32) über USB zu betreiben findet man scheinbar nicht
Wenn du Kernel Module meinst ... nun, da ist man auf die Herrsteller angewiesen und wenn die keine zur Verfügung stellen ... naja, Pech. Vielleicht setzt sich mal wer hin und schreibt 'nen Modul, wie schon in so vielen fällen geschehen. Vielleicht gibt's ja eins und du hast es noch nicht gefunden?
Such dich mal duch "modconfig" durch
Das Internet funzt einwandfrei und scheinbar deutlich besser/schneller als unter WIn. Weniger Gefahr von Viren , würmern und trojanern
Trotzdem bitte nicht als "root" surfen!
was aber einfach auch daran liegen kann, das Linux noch nicht so viel Verbreitung im Provatbereich hat, und somit die Virenschreibenden 1337 Spackos einfach weniger Angriffsfläche haben.
Ich zitiere hier mal das schöne Beispiel, welches auch im Heise Forum gerne genannt wird.
Der Apache ist weitaus verbreiteter als der IIS von MS, wird allerdings weit aus weniger attakiert. Am Verbreitungsgrad kann's also nicht liegen. Vielleicht eher daran, daß manche Menschen MS nicht mögen und deswegen da was machen. Bei Linux ist's halt schwieriger ernsthaften Schaden anzurichten, es ist aber NICHT unmöglich - nicht daß es heißt man solle sich in Sicherheit wiegen oder so
Fazit:
Linux steckt, was die benutzerfreundlichkeit angeht, imho noch deutlich in den Kinderschuhen.
Das konnte man vor 2 Jahren sagen, mit den 1er Versionen vom GNOME oder der "woody" Installation von Debian.
Die Debian Installation ist zwar immer noch "nur Text basierend", aber um einiges einfacher als noch vor 2 Jahren (Hardwareerkennung sei dank) und das gilt auch für Fedora Core und SuSE. Hier hat sich einiges getan!
KDE kenne ich kaum - mag meinen GNOME halt - aber auch dort wird sich, was Benutzerfreundlichkeit angeht, einiges getan haben (glaube nicht, daß die
nur auf Featurejagd sind ^^)!
Ansonsten ists eine alternative zu Windows, aber mehr auch nicht.
Ich werde Linux weiterhin benutzen, weil es einerseits kostenlos ist, und andererseits mich deutlich entspannter im www bewegen lässt. So lange die sachen laufen, die ich auf dem Rechner brauche, bin ich auch gewillt, ein wenig Umstand in Kauf zu nehmen. Da ich aber auch PC Games zocke (von denen die Mehrzahl ja nicht unter Linux läuft - leider) werde ich wohl ganz ohne Windows auch in zukunft nicht auskommenA
Was soll es denn mehr sein als eine Alternative zu Windows?
Mitlerweile bieten manche Firmen (z.B. id) auch Linux Versionen ihrer Spiele an, wenn auch nur zum "nachrüsten", aber ansonsten gibt's noch WINE oder WINEX und CrossoverOffice, die zwar etwas kosten (zumindest WINEX und XOffice) aber prima funktionieren!
Die ATI und nVidia Treiber werden auch immer besser und die Installation auch immer leichter. Kann hier allerdings nur für nVidia sprechen, hab keine ATI in 'nem Linux PC.
"apt-get install linux-header-2.6.12-1-k7 && ./nVidia-installer.bin && nano -w /etc/X11/XF86Config-4", dann als Treiber "nvidia" wählen (geht auch per Tool, aber den Namen weiß ich gerade nicht "dpgk-reconfigure xfree86-server" vielleicht?) fertig
