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Verfasst: Sa Sep 04, 2004 4:48 pm
von Cyrus XIII
Letzten Endes ist in diesem Land alles erlaubt, was nicht ausdrücklich (per Gesetz) verboten ist - auch wenn man des öfteren den Eindruck erhält, das Gegenteil sei der Fall. Es steht also jedem frei, was er mit seinem Leben tut und wie er seine Möglichkeiten nutzt:
Ein Unternehmer kann ungezwungen etwas von seinem Reichtum abgeben, Stiftungen und wohltätige Einrichtungen fördern und das alles ohne egoistische Hintergründe, etwa im Hinblick auf entsprechende Steuernachlässe. Oder er sitzt auf seiner Kohle, gibt nichts raus was er nicht muß, kürzt Leistungen an Arbeitnehmer noch und nöcher und nutzt jedes nur erdenkliche Steuerschlupfloch in diesem oder einem anderen Staate.
Otto Normal hingegen kann sich engagieren, er kann auf Demos gehen, Initiativen fördern oder selbst betreiben, seinen Abgeordneten nerven, bis er sich sich wenigstens ein bisschen rührt und sich an der Wahlurne nicht wie die der letzte Depp ohne Langzeitgedächtnis aufführen, sondern seine Entscheidungen anhand langfristiger Erfahrungen und fundierter Informationen fällen. Oder er sitzt auf der Couch, kuckt RTL, liest die Bild, meckert über Sachen von denen er keine Ahnung hat, zeigt null Engagement, geht gar nicht zur Wahl oder entscheidet anhand der letzten drei Schlagzeilen.

Wenn man jetzt das Mengenverhältnis zwischen Unternehmern und Otto Normals ins Kalkül zieht, sollte man zu dem Schluss gelangen, daß egoistische Unternehmer nicht das Hauptproblem in diesem Land darstellen.